Blaník

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Blaník
VBlanik.JPG
Höhe 638 m n.m.
Lage Mittelböhmen, Tschechien
Koordinaten 49° 38′ 32″ N, 14° 52′ 22″ O49.64213611111114.872847222222638Koordinaten: 49° 38′ 32″ N, 14° 52′ 22″ O
Blaník (Tschechien)
Blaník

Der Blaník ist ein sagenumwobener Wallfahrtsberg in der Tschechischen Republik nahe der Gemeinde Louňovice pod Blaníkem (Mittelböhmen), bestehend aus zwei Gipfeln, dem Velký Blaník (dt. Großer Blaník) und dem Malý Blaník (dt. Kleiner Blaník, 564 m n.m.).

Auf dem Berg steht ein Anfang der 1940er Jahre errichteter hölzerner Aussichtsturm (Höhe 30 Meter). Er hat die Form eines hussitischen Turms. An gleicher Stelle stand davor ein Aussichtsturm aus dem Jahr 1895. Die Aussicht erstreckt sich auf den Großteil Böhmens, manchmal bis zum Böhmerwald.[1] Am westlichen Fuße des Velký Blaník verläuft das Flüsschen Blanice.

Im Jahre 1981 wurden der Berg und seine Umgebung zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

In den Berg haben sich der Sage nach die letzten hussitischen Streiter zurückgezogen. Die schlafenden Ritter würden unter der Führung des heiligen Wenzels, sobald das Vaterland in höchster Not wäre, wieder erwachen und die Heimat befreien.

Aufgrund der hohen Bedeutung des Berges für die tschechische Nation gab Bedřich Smetana der sechsten und letzten sinfonischen Dichtung aus seinem Zyklus Mein Vaterland (tschech. „Má vlast“) den Titel Blaník. Leoš Janáček schuf 1920 die Blaník-Ballade (Balada blanická), ein sinfonisches Gedicht für ein Orchester.

Der Maler Julius Mařák und der Schriftsteller Alois Jirásek, haben in ihren Werken ebenfalls die Sage vom Berg Blaník und den darin schlafenden Heldenrittern verarbeitet.[2]

Der Laienkünstler und Freizeit-Steinmetz Stanislav Rolínek (1902–1931) schuf in den 1920er Jahren einige unterirdische Sandsteinskulpturen der sagenhaften schlafenden Blaníker Ritter (tschechisch: jeskyně Blanických rytířů) 60 Kilometer östlich von hier, im mährischen Ort Rudka bei Kunštát, unterstützt vom Kunštáter Bürgermeister František Burian († 1943). Das dortige Piketzimmer der unterirdischen Recken wurde zu einer überregionalen touristischen Attraktion.[3] Rolíneks Werk blieb infolge seines frühen Todes durch Tuberkulose unvollendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blaník auf www.travelguide.cz
  2. http://www.iriscrr.cz/regiony/stredni_cechy_jv_de.php
  3. http://www.suedmaehren.info/kunstat/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blaník – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien