Blutiger Valentinstag

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Filmdaten
Deutscher Titel Blutiger Valentinstag
Originaltitel My Bloody Valentine
My Bloody Valentine (1981) Logo.png
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (unrated)
Spio/JK: Strafrechtlich unbedenklich (Kinofassung)
Stab
Regie George Mihalka
Drehbuch John Beaird
Produktion John Dunning
André Link
Musik Paul Zaza
Kamera Rodney Gibbons
Schnitt Gérald Vansier
Rit Wallis
Besetzung

Blutiger Valentinstag (My Bloody Valentine) ist ein kanadischer Horrorthriller aus dem Jahr 1981.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor zwei Jahrzehnten wurden in der Kleinstadt Valentine Bluffs fünf Bergwerksleute durch eine Methangasexplosion in den Stollen verschüttet. Die zwei wachhabenden Kollegen hatten ihre Posten verlassen, um den Valentinstagsball zu besuchen. Nach sechswöchigen Grabungen wurde ein Mann lebendig gefunden, der sich von den Leichen der anderen ernährt hatte und wahnsinnig geworden war. Sein Name war Harry Warden. Er wurde in die staatliche Nervenheilanstalt eingeliefert. Genau ein Jahr später kam er zurück, ermordete die beiden damals säumigen Aufseher und packte ihre Herzen in Geschenkschachteln mit der Warnung, nie wieder eine Valentinstagsfeier abzuhalten.

Zehn Jahre später – am Valentinstag – kehrt Tom überraschend in die Stadt zurück, der die grausame Tat noch immer nicht ganz überwunden hat. Tom möchte die Mine, die er von seinem Vater geerbt hat, verkaufen, was in der Stadt auf Widerstand stößt. Er war nach dem Blutbad in der Mine spurlos verschwunden und brach damit Sarahs Herz, die inzwischen Axel geheiratet hat. Axel – mittlerweile der Sheriff von Harmony – hat aber eine Affäre mit Megan, die zudem von ihm schwanger ist.

Kaum ist Tom zurückgekehrt, beginnt der Albtraum von Neuem: Nach und nach werden zahlreiche Einwohner Harmonys von dem maskierten Mörder hingerichtet, wobei die Spitzhacke als blutige Mordwaffe dient. Es trifft unter anderem die Polizisten, die zehn Jahre zuvor Harry Warden in der Mine stellten, und Megan. Sarah kann dem Mörder in einem Supermarkt nur knapp entkommen. Die Einwohner von Harmony halten den eigentlich tot geglaubten Harry Warden für den Killer und geben Tom die Schuld an dessen erneutem Mordzug. Es stellt sich jedoch heraus, dass Harry nicht der Mörder sein kann, da dieser vor zehn Jahren von Bürgern gelyncht wurde. Axel – der Tom verdächtigt und Angst hat, dass Tom ihm seine Frau ausspannen möchte – und Tom unterstellen sich gegenseitig, die Morde in Harrys Tradition zu begehen.

Schließlich kommt es in der Mine zum Showdown, als Sarah sich entscheiden muss, wen der beiden sie für den Mörder hält. Sein Gesicht war immer von der Maske bedeckt, so dass niemand weiß, wer tatsächlich in der Bergmannskleidung steckt. Es wird klar, dass Axel der Mörder ist, als er seine Maske beim Zweikampf gegen Tom verliert. In einer Rückblende erfährt man, dass Axel der Sohn von einem der getöteten Aufseher ist und die Ermordung seines Vaters als Kleinkind unter seinem Bett miterleben musste. Durch dieses Ereignis traumatisiert, wurde er nun Jahre später selbst zum Mörder. Der echte Harry Warden, so konnte der Polizeichef in der Zwischenzeit herausfinden, verstarb bereits in der psychiatrischen Klinik.

Als die Rettungskräfte den verschütteten Axel bergen wollen, wird Sarah von ihren Gefühlen überwältigt und kehrt zurück um den Verschütteten noch einmal zu sehen. Beim Anblick seines Handgelenks unter den Trümmern will sie seine Hand nehmen, als plötzlich Axel ihre Hand packt und nicht mehr loslässt. Während die Minenarbeiter versuchen sie von Axels Griff zu befreien, schneidet sich Axel, der auf der anderen Seite der Trümmer begraben ist, sein Unterarm durch und flieht tiefer in den Tunnel. Man hört nur noch, wie er wie verrückt Sarah schreit und dass sie sein Valentin ist. Der Film endet mit der Lache von Axel.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kino.de schrieb: „Der kanadische Horrorschocker entstand kurz nach John CarpentersHalloween’ und gehört zur ersten Welle der Slasher-Filme der 80er Jahre. […] Die reichlichen Bluteffekte des Zwangstäters riefen wie ähnliche Filme (‘Muttertag’) die Ablehnung durch die damalige Kritik hervor und bewirkten Schnitteingriffe.“[1]
  • Cinema beschrieb den Film als „total plump, eklig und nur effekthascherisch“.[2]

Hintergrundinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedreht wurde vom 22. September bis zum 9. November 1980 in den Sydney Mines, in der kanadischen Provinz Nova Scotia (Neuschottland).
  • Das Budget betrug etwa 2,3 Millionen Kanadische Dollar.
  • Der Film startete erstmals am 11. Februar 1981 in den US-amerikanischen Kinos und spielte etwas über 5,6 Millionen US-Dollar ein.
  • In Deutschland kam er am 29. Januar 1982 in die Kinos. Es wurden VHS-Kassetten und DVDs in deutscher Sprache veröffentlicht. Im Fernsehen lief der Film sowohl auf ca. 84 Minuten gekürzt mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren, als auch ungekürzt in der FSK-18-Fassung.
  • Der Film erhielt von der MPAA für die Kinoauswertung keine Freigabe und musste erst um einige Gewaltspitzen erleichtert werden. Alle Auflagen auf Video und DVD beinhalteten diese gekürzte Fassung. Regisseur George Mihalka, der sich im Besitz einer ungeschnittenen Kopie des Filmes befand, versuchte mit dem Aufkommen der DVD Paramount Pictures dazu zu bewegen den Film als ungeschnittenen Director’s Cut zu veröffentlichen, aber Paramount lehnte dies ab. Erst als Lions Gate Films die Rechte an dem Titel für ein Remake erwarb, wurde das Original als Director’s Cut, in einer Special Edition, im Januar 2009 auf den Markt gebracht.
  • Der aus Ontario stammende Komponist Paul Zaza komponierte für den Film den Song The Ballad of Harry Warden, der auch unverändert ins Remake von 2009 aufgenommen wurde.[3]

Neuverfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lions Gate Films brachte am 16. Januar 2009 die Neuverfilmung My Bloody Valentine 3D in die US-Kinos. Der Filmstart in den deutschen Kinos war der 20. Mai 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik bei kino.de
  2. Kritik von Cinema.de
  3. B-Sides: The Ballad of My Bloody Valentine