Bodenverflüssigung

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Auswirkungen von Bodenverflüssigung nach einem Erdbeben in Ojiya (2004)

Bodenverflüssigung kann infolge starker Erschütterungen wasserhaltiger, sandiger Bodenschichten durch ein Erdbeben stattfinden. Besonders feinsandige Schichten mit geringer Wasserpermeabilität (Durchlässigkeit) sind gefährdet. Dabei wird ein nach allen Seiten sich fortpflanzender Druck (dynamische Belastung) auf das nicht kompressible Wasser zwischen den Sandkörnern ausgeübt, die bis dahin ein festes Gefüge aufwiesen. Ein Strömungsdruckgefälle, auch Porenwasserüberdruck genannt, baut sich in der Sandschicht auf. Dabei wird das Korngefüge verdichtet und verliert seine Scherfestigkeit, die Sandschicht verflüssigt sich zu einem Sand-Wasser-Brei, Bereiche des Untergrundes können dann herausgepresst werden. Die gesamte Untergrundschicht wird somit instabil, darauf errichtete Gebäude versinken. Ein harmloses Experiment kann man im Watt oder am nassen Sandstrand durchführen, wenn der nasse Sand beim Auftreten um den Fuß hervorquillt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bodenverflüssigung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien