Niigata

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Niigata, der Artikel über die gleichnamige Präfektur befindet sich unter Präfektur Niigata.
Niigata-shi
新潟市
Niigata
Geographische Lage in Japan
Niigata (Japan)
Red pog.svg
Region: Chūbu
Präfektur: Niigata
Koordinaten: 37° 55′ N, 139° 2′ OKoordinaten: 37° 54′ 58″ N, 139° 2′ 11″ O
Basisdaten
Fläche: 726,09 km²
Einwohner: 808.475
(1. Juni 2016)
Bevölkerungsdichte: 1113 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 15201-3
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Niigata
Baum: Weide
Blume: Tulpe
Lied: Sunahama de (Am Sandstrand)
Rathaus
Adresse: Niigata City Hall
602-1, Gakkōchōdōri Ichiban-chō
Niigata-shi
Niigata 951-8550
Webadresse: http://www.city.niigata.lg.jp/
Lage Niigatas in der Präfektur Niigata
Lage Niigatas in der Präfektur

Niigata (jap. 新潟市, -shi) ist eine Großstadt und der Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur Niigata auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Niigata liegt an der Mündung des Shinano-Flusses und ist eine der größten Hafenstädte an der Küste zum Japanischen Meer.

Niigata hat 808.475 Einwohner und liegt 300 km nördlich von Tokio.

Die Region ist ein Erdöl- und Erdgas-Fördergebiet, daher gibt es hier auch Erdölraffinerien. Daneben spielen die Papier- und Nahrungsmittelindustrie sowie der Maschinen- und Schiffbau eine bedeutende wirtschaftliche Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer langen Geschichte als Hafenstadt wurde Niigata nach der Meiji-Restauration zum Freihafen. Die Stadtregierung wurde 1889 eingerichtet.

Niigata stand 1945 neben Kokura und anderen Städten auf der Liste möglicher Atombombenziele, blieb aber verschont. Die Ziele der Atombombenabwürfe waren schließlich Hiroshima und Nagasaki.

1949 wurde die Universität Niigata gegründet. Am 16. Juni 1964 wurden große Teile der Stadt durch ein Erdbeben der Stärke 7,3 zerstört. Einige Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurden in Niigata ausgetragen.

Zum 1. Januar 2001 wurde die kreisangehörige Stadt Kurosaki (黒埼町) aus dem Landkreis Nishikanbara nach Niigata eingemeindet. Zum 21. März 2005 folgten 12 weitere Gemeinden: die kreisfreien Städte (shi) Niitsu (新津市), Shirone (白根市), Toyosaka (豊栄市), sowie die Städte (machi) Kosudo (小須戸町), Yokogoshi (横越町) und Kameda (亀田町) je aus dem nach Landkreis Nakakanbara, die Stadt Nishikawa, die Dörfer (mura) Iwamuro (岩室村), Ajikata (味方村), Katahigashi (潟東村), Tsukigata (月潟村) und Nakanokuchi, jeweils aus dem Landkreis Nishikanbara, sowie am 10. Oktober die Stadt Maki (巻町) aus eben diesem Landkreis.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Stadtparlament
(Stand: 5. August 2015)[1]
        
Von 51 Sitzen entfallen auf:
  • Shin shimin club („Neuer [Stadt-]Bürgerklub“): 11
  • Hoshu shimin club („Konservativer Bürgerklub“): 11
  • KPJ: 6
  • Minshu Niigata („Demokrat[en] Niigata“): 6
  • Niigata shisei club („Stadtpolitikklub Niigata“): 5
  • Shimin rengō („Bürgerbund“): 4
  • Kōmeitō: 4
  • Fraktionslos: 4

In vierter Amtszeit Bürgermeister von Niigata (Niigata-shichō) ist Akira Shinoda, der zuletzt im November 2014 wiedergewählt wurde.

Das Stadtparlament von Niigata (Niigata-shigikai) hat seit 2015 regulär 51 Mitglieder, die aus den Stadtbezirken als Wahlkreise noch bei einheitlichen Lokalwahlen gewählt werden. Bei der Wahl 2015 waren 21 Wahlsieger ohne Parteinominierung (darunter je zwei mit Wahlempfehlung von LDP oder SDP);[2] stärkste Partei war die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit zwölf Sitzen, gefolgt von der Kommunistischen Partei Japans (KPJ) mit sechs und der Demokratischen Partei (DPJ) mit fünf.

In das 53 Mitglieder starke Präfekturparlament von Niigata (Niigata-kengikai) wählen die Bezirke der Stadt Niigata insgesamt 15 Abgeordnete, davon nach der Wahl 2015 (Stand: Mai 2015) acht Mitglieder der LDP-Fraktion und drei der DPJ-Fraktion.[3]

Bei Wahlen zum Abgeordnetenhaus (Shūgiin), dem Unterhaus des nationalen Parlaments, erstreckt sich die Stadt Niigata in die Wahlkreise 1 bis 4 der Präfektur Niigata. Den Wahlkreis Niigata 1, der als einziger ganz in der Stadt Niigata liegt, hielt bei der Wahl 2014 der Liberaldemokrat Tōru Ishizaki, die Wahlkreise 2, 3 und 4, die auch umliegende Gemeinden und die Inselgemeinde Sado umfassen, gewannen zwei Liberaldemokraten und ein Demokrat.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbezirke

Als seirei shitei toshi („Großstadt per Regierungserlass“) ist Niigata in acht Stadtbezirke (ku) untergliedert:

  • Akiha-ku (grün)
  • Chūō-ku (dunkelblau)
  • Higashi-ku (hellblau)
  • Kita-ku (blaugrün)
  • Kōnan-ku (gelbgrün)
  • Minami-ku (zyan)
  • Nishi-ku (orange)
  • Nishikan-ku (ocker)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von Niigata

Der Bahnhof Niigata ist Endstation des Jōetsu-Shinkansen von Ueno und stellt daher für den von Tokio anreisenden Besucher den bequemsten Zugang zur Küste des Japanischen Meeres dar. Die 1982 eingeweihte Strecke verdankt ihre Existenz dem persönlichen Einsatz des früheren Premierministers Tanaka Kakuei, dessen Wahlkreis in der Präfektur Niigata lag.

Etwa 8 km nordöstlich des Stadtzentrums liegt der Flughafen Niigata. Unter anderem besteht eine Flugverbindung zur russischen Stadt Wladiwostok.

Die Hafenanlagen, bestehend aus dem alten Osthafen und dem neueren Westhafen, zählen zu den 23 „bedeutenden Häfen“ Japans.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niigata ist die Heimat des Fußballvereins Albirex Niigata aus der J. League Division 1, dessen Spiele im Denka Big Swan Stadium ausgetragen werden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtparlament Niigata: Abgeordnete nach Fraktion (japanisch)
  2. Yomiuri Shimbun, Ergebnisse einheitliche Wahlen 2015: Stadtparlament Niigata
  3. Präfekturparlament Niigata: Abgeordnete