Boris Abramowitsch Rosenfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Boris Abramowitsch Rosenfeld, oder Rozenfeld, (russisch Борис Абрамович Розенфельд, wiss. Transliteration Boris Abramovič Rozenfel'd; * 30. August 1917 in Petrograd; † 5. April 2008) war ein russischer Mathematiker (Geometrie, Liegruppen) und Mathematikhistoriker.

Rosenfeld studierte an der Lomonossow-Universität (Abschluss 1939). 1942 wurde er promoviert, habilitierte sich 1947 (alles an der Lomonossow-Universität). 1950 wurde er Professor in Baku. 1955 war er wieder an verschiedenen Hochschulen in Moskau, seit 1964 am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Zuletzt war er am State College in Pennsylvania.

Rosenfeld beherrschte arabische und andere orientalische Sprachen und war als Experte für die Mathematik des Mittelalters bekannt. Er gab die Handschriften verschiedener arabischer und orientalischer Gelehrter heraus, wie Al-Chwarizmi und Al-Kaschi (Schlüssel zur Arithmetik, 1956). Er beschäftigte sich auch mit der Geschichte der nichteuklidischen Geometrie und mit Geometrie von Jordan-Algebren und Lie-Gruppen.

Rosenfeld betreute über 70 Doktoranden.

Er war korrespondierendes Mitglied der International Academy of Science History (seit 1971) und der Akademie der Wissenschaften von Barcelona.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit M. Akivis: Elie Cartan. AMS 1993
  • Geometry of Lie groups. Kluwer 1997
  • mit Ekmeleddin Ihsanoglu: Mathematicians, Astronomers, and Other Scholars of Islamic Civilization and their Works (7.–19. Centuries). Research Center for Islamic History, Art and Culture, Istanbul 2003,
  • mit Boris Laptew, A.I. Markuschewitsch: Mathematics of the 19. Century. Geometry, Analytic Function Theory. Birkhäuser 1996 (russisch 1981)
  • A history of noneuclidean geometry. Springer 1988
  • mit Adolf Juschkewitsch: Die Mathematik der Länder des Ostens im Mittelalter. In: Beiträge zur Naturwissenschaft. Berlin 1960, S. 62–160.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]