Brandenburgisches Orgelmuseum

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Das Brandenburgische Orgelmuseum ist ein deutsches Orgelmuseum in Brandenburg und befindet sich in der Marienkirche von Bad Belzig. Es beherbergt Orgeln aus 3 Jahrhunderten.

Sammlung (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inventar der Sammlung:[1]

  • Papenius-Orgel: Sie ist die größte erhaltene Orgel des Johann Adolarius Papenius. Sie ist eines von drei noch weitgehend im Ursprungszustand erhaltenen Instrumenten. Sie wurde 1746/1747 für die Dorfkirche in Hordorf (Sachsen-Anhalt) gebaut. Sie wurde 1974 dort abgebaut und 1979 in Belzig eingeweiht. Sie verfügt über zwei Manuale, ein Pedal, 20 klingende Register und mehr als 1.000 Pfeifen.[2]
  • Kabinettorgel aus der Zeit um 1810: Ihre Herkunft ist nicht geklärt. Sie wurde um 1980 aus Groß Briesen nach Belzig geholt und in der Winterkirche gespielt. Kurz nach 1990 erhielt sie neue Prospektpfeifen und 2011 erfolgte eine Restaurierung. Die Orgel hat kein Pedal, sie kann über einen Fußhebel mit Wind versorgt werden.
  • Kirchenorgel aus Ilbersdorf: Ein Instrument des Dessauer Hoforgelbauers Giese aus dem Jahr 1867 für die Dorfkirche in Ilbersdorf. Die Orgel wurde beschädigt, nach 2011 abgebaut und nach Bad Belzig gebracht. Das Pfeifenwerk fehlt, Gehäuse und Windladen sind in einem relativ guten Zustand. Eine grundlegende Restaurierung ist erforderlich.
  • Zudem befindet sich eine Kirchenorgel aus Toppel (Havelberg) in der Sammlung. Sie ist ein Werk der Firma Alexander Schuke (Potsdam) und wurde 1909 erbaut. Nachdem sie in Toppel nicht mehr benötigt wurde, restaurierte die Firma Alexander Schuke (Potsdam) das Instrument und stellte es als Leihgabe in Bad Belzig auf.

Über die o. g. Instrumente hinaus enthält die Sammlung weitere Orgeln bzw. Teile von Orgeln (z. B. ein Spieltisch und ein Portativ).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirchengemeinde St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig (Hrsg.): Festschrift zur Wiederindienststellung der Papeniusorgel in der St. Marienkirche in Bad Belzig. Bad Belzig 2014.

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand: 2016
  2. Siehe Homepage Musica Viva

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]