Bad Belzig

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Wappen Deutschlandkarte
Bad Belzig
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Belzig hervorgehoben

Koordinaten: 52° 9′ N, 12° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Höhe: 88 m ü. NHN
Fläche: 236,07 km2
Einwohner: 11.053 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 14806
Vorwahlen: 033841, 033846 (Dippmannsdorf, Fredersdorf, Groß Briesen, Klein Briesen, Lütte, Ragösen, Verlorenwasser), 033847 (Egelinde, Hohenspringe, Werbig)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 020
Stadtgliederung: 4 Stadtteile und 14 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Wiesenburger Straße 6
14806 Bad Belzig
Website: www.bad-belzig.de
Bürgermeister: Roland Leisegang (parteilos)
Lage der Kreisstadt Bad Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad BelzigBeelitzBeetzseeBeetzseeheideBensdorfBorkheideBorkwaldeBrückBuckautalGolzowGörzkeGräbenHavelseeKleinmachnowKloster LehninLintheLintheMichendorfMühlenfließNiemegkNuthetalPäwesinPlanebruchPlanetalRabenstein/FlämingRosenau (Brandenburg)RoskowSchwielowseeSeddiner SeeStahnsdorfTeltowTreuenbrietzenWenzlowWerder (Havel)Wiesenburg/MarkWollinWusterwitzZiesarGroß KreutzBrandenburgKarte
Über dieses Bild
Blick auf Bad Belzig
Torhaus der Burg Eisenhardt
Historisches Landratsamt
See an der Weitzgrunder Straße in Bad Belzig
Weitzgrunder Straße in Bad Belzig

Bad Belzig [baːt ˈbɛlt͜sɪç] (bis 2010 Belzig) ist die Kreisstadt des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Land Brandenburg. Bad Belzig ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg. Seit dem 5. Dezember 2009 darf Bad Belzig sich offiziell „Staatlich anerkanntes Thermal-Soleheilbad“ nennen. Zum 1. März 2010 wurde die Änderung des Namens von Belzig in Bad Belzig rechtswirksam.[2] Das Stadtgebiet ist identisch mit dem von 1992 bis 2003 existierenden Amt Belzig.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt innerhalb des Naturparks Hoher Fläming und weist mit dem Hagelberg (200 m) innerhalb des Stadtgebietes eine der höchsten Erhebungen im Norddeutschen Tiefland auf. Rund drei Kilometer talabwärts entlang des Belziger/Fredersdorfer Bachs beginnen am Ortsteil Fredersdorf die Belziger Landschaftswiesen, die eine flache und vegetationsarme Niederungslandschaft im Baruther Urstromtal bilden. Das rund 7600 Hektar umfassende siedlungsfreie Gebiet gehört zum Naturpark Hoher Fläming und ist seit dem 1. Juli 2005 mit einem Teil von rund 4500 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es bildet zudem eines der letzten Refugien für die Großtrappe in Deutschland. Flüsse im Stadtgebiet sind die Temnitz und das Verlorenwasser. Nebenfluss der Temnitz ist der Bullenberger Bach, des Verlorenwassers der Briesener Bach.

Im heutigen Stadtgebiet, nordwestlich der Kernstadt zwischen Weitzgrund und Verlorenwasser, war der geographische Mittelpunkt der DDR.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Bad Belzig lag im Jahr 2021 bei 10,3 Grad, der Jahresniederschlag bei 624 mm. Die maximale Temperatur betrug 36,0 Grad, die minimale −13,4 Grad.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Belzig grenzt an die Gemeinden Golzow, Planebruch, Brück, Planetal, Rabenstein, Wiesenburg, Görzke, Gräben und Wollin.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bad Belzig umfasst das Gebiet der (Kern-)Stadt mit dem Gemeindeteil Weitzgrund sowie die Gebiete der 14 Ortsteile:[4][5]

Die Kernstadt von Bad Belzig gliedert sich in vier Stadtteile:

  • Altstadt
  • Kurparksiedlung
  • Klinkengrund
  • Gewerbegebiet Seedoche

Dazu kommen die Wohnplätze Bullenberg, Forsthaus Rothebach, Grützdorf, Kleesenmühle/Obermühle, Neue Mühle, Ölschlägers Mühle, Röderhof, Springbachmühle, Waldsiedlung, Wenddoche und Wühlmühle.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Mittelalter bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belzig um 1650, Kupferstich von Matthäus Merian

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Belzig im Jahr 997 als Belizi (wohl aus altpolabisch *Bělotici ‚Siedlung der Sippe des Bělota‘).[6] Nach dem Tod von Graf Baderich, Herr über Belzig (um 1251), ging die Grafschaft an das Herzogtum Sachsen über. 1406 brandschatzten die magdeburgischen Bischöfe das Belziger Gebiet, dabei wurden auch die Stadt und die Burg teilweise zerstört. Danach wurde die Stadt teilweise erweitert und die Burg wieder neu aufgebaut. Von 1423 bis 1815 gehörte Belzig zum Amt Belzig-Rabenstein im sächsischen Kurkreis. Martin Luther predigte im Jahr 1530 in der Marienkirche. Nach ihm soll auch die Lutherlinde benannt sein, welche sich in Belzig an der Friedhofsmauer des Gertraudenfriedhofs befand. Die Stadt wurde während des Schmalkaldischen Krieges 1547 von spanischen Truppen erneut teilweise zerstört. Etwa hundert Jahre später (1636) wurde die Stadt unter der Burg im Dreißigjährigen Krieg erneut von Kriegswirren heimgesucht und von schwedischen Söldnern fast gänzlich zerstört. Am 6. Juni 1665 wurde Hedwig Rösemann als Hexe zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und hingerichtet. Im Jahr 1702 erhielt Belzig die vollen Stadtrechte.

Während der Befreiungskriege im Jahr 1813 fand bei Belzig die Schlacht bei Hagelberg statt. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses wurde das bislang zu Sachsen gehörende Belzig im Jahr 1815 Preußen zugesprochen und 1818 Kreisstadt des Kreises Zauch-Belzig im Regierungsbezirk Potsdam der Provinz Brandenburg.

Belzig war bis 1849 Sitz des Königlichen Land- und Stadtgerichtes Belzig. Ab 1849 bestand das Kreisgericht Brandenburg. Für dieses war in Belzig eine Zweigstelle (Gerichtskommission) eingerichtet. Ab 1879 bestand das Amtsgericht Belzig und dann von 1952 bis 1993 das Kreisgericht Belzig.

Von 1900 bis 1949[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lungenheilstätte (heute Reha-Klinik) wurde 1900 fertiggestellt. Die Einrichtung für kranke Kinder konnte im Januar 1903 eröffnet werden.[7] Elektrifiziert wurde Belzig im Juli 1909.[8] Das Dorf Sandberg unterhalb der Burg bis Jaegers Hintermühle (Kirchhofstraße) wurde im Jahre 1914 eingemeindet. Im Jahre 1934 wurde die Munitionsfabrik Roederhof errichtet. Dazu kam mit Kriegsbeginn südlich der Lübnitzer Straße ein Zwangsarbeitslager für 1500 Frauen und Männer vorwiegend aus Osteuropa. 1943 wurde ein KZ-Außenlager des KZ Ravensbrück mit 750 weiblichen Häftlingen errichtet, die in der örtlichen Munitionsfabrik arbeiten mussten. Kranke wurden zur Ermordung nach Ravensbrück zurückgebracht. Von 1939 bis 1945 wurde die Stadt Sitz der größten deutschen Funkstation für drahtlose Nachrichtenübertragung.

In der Nacht zum 1. Mai 1945 floh Bürgermeister Otto Witte (NSDAP) mit seinem Anhang nach Westen. Danach gelang unter Leitung des Lehrers Arthur Krause, auf einer Bürgerversammlung von mehreren Hundert Einwohnern am 2. Mai das Hissen weißer Fahnen sowie die Entwaffnung der HJ­ler zu beschließen. In der Nacht zum 3. Mai zogen die letzten Soldaten der Wehrmacht von der Burg ab. Tagsüber erreichten die ersten sowjetischen Soldaten die Stadt und zogen weiter, erst am 4. Mai gelang Arthur Krause die offizielle Übergabe der Stadt an den sowjetischen Kommandanten.[9]

Von 1950 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1952 war Belzig Kreisstadt des Kreises Belzig im neugebildeten DDR-Bezirk Potsdam. Im April 1953 konnte die zuvor anderweitig untergebrachte Stadtverwaltung das Rathaus wieder beziehen[9]. Im Jahr 1959 wurde Weitzgrund ein Gemeindeteil von Belzig. 1972 brannte durch Fahrlässigkeit das Rathaus.

In Bad Belzig war zu DDR-Zeiten die „Zentralschule der Gesellschaft für Sport und Technik Etkar André“ ansässig. Dort wurden hauptamtliche Mitarbeiter der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) für Tätigkeiten im westlichen Ausland ausgebildet. Hierzu gehörte auch das Anwerben weiblicher Spione („Romeo-Schule“).[10]

Im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg schlossen sich zunächst 14 Gemeinden (Borne, Bergholz, Dippmannsdorf, Fredersdorf, Groß Briesen, Hagelberg, Kuhlowitz, Lübnitz, Lüsse, Lütte, Neschholz, Ragösen, Schwanebeck und die Stadt Belzig) aus dem damaligen Kreis Belzig zu einer Verwaltungsgemeinschaft, dem Amt Belzig, zusammen. Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 24. Juni 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Belzig.[11] Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 30. Juni 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Belzig (heute Bad Belzig). Am 20. Oktober 1992 wurde zudem noch die Gemeinde Werbig dem Amt Belzig zugeordnet.[12] Im Jahre 1993 wurde durch Fusion dreier Kreise der Landkreis Potsdam-Mittelmark gebildet und Belzig Kreisstadt. Am 31. Dezember 2002 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Bergholz, Borne, Dippmannsdorf, Fredersdorf, Groß Briesen, Kuhlowitz, Lübnitz, Lüsse, Lütte, Neschholz, Ragösen und Werbig in die Stadt Belzig.[13] Zum 23. Oktober 2003 wurden schließlich auch die Gemeinden Hagelberg und Schwanebeck per Gesetz in die Stadt Belzig eingegliedert und das Amt Belzig aufgelöst.[14] Die Gemeinde Hagelberg erhob Kommunalverfassungsbeschwerde beim Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, die teils verworfen, im Übrigen zurückgewiesen wurde.[15] Die Stadt Belzig wurde amtsfrei. Die ehemaligen amtsangehörigen Gemeinden sind heute Ortsteile der Stadt Bad Belzig.[4]

Seit dem Jahr 1995 ist Belzig staatlich anerkannter Luftkurort und wurde mit der 2002 eröffneten SteinTherme (2009 rekonstruiert) ein Thermal-Solebad. Am 18. Mai 2005 wurde das Hofgarten-Kino und am 12. September 2005 eine Umgehungsstraße (B 102 bzw. B 246) östlich der Stadt eröffnet. Seit dem 5. Dezember 2009 ist Belzig ein staatlich anerkanntes Heilbad. Mit Wirkung vom 1. März 2010 trägt die Stadt den Namen Bad Belzig.[2]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Egelinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Fidicin bezeichnete in seinen Fortsetzungen zu dem Landbuch Kaiser Karls IV. Mitte des 19. Jahrhunderts für 1440 die Schreibweise Egelinge, 2 Meilen südöstlich von Ziesar, dann eingepfarrt nach Werben, gehörend dem Achim Segeser zu Neuendorf bei Brück.[16] Seit 1330[17] soll Egelinde bereits der Familie von Oppen gehört haben. Auf der Gemarkung von Egelinde wurde 1646 namentlich ein gutsherrliches Vorwerk der in der Region mittlerweile reich begüterten Adelsfamilie von Oppen erwähnt.[18] Johann Gottlieb Heineccius bezeichnet 1785 Egelinde als ein adeliches dem Herrn von Oppen gehöriges Vorwerk mit acht Feuerstellen. Hinzu erwähnt er eine Egelingsmühle, eine Wasser-Schneidemühle im Besitz der genannten Adelsfamilie.[19] Für 1820 ist die Einwohnerzahl von 40 Personen in acht Wohnhäusern bestätigt.[20] Noch 1821 fand es als kleiner Gutshof in offiziellen Statistiken amtlich Erwähnung.[21] 1844 wurde der Familie von Oppen auch für Egelinde die Patrimonialgerichtsbarkeit bestätigt.[22] 1873 gehörte Egelinde der anverwandten Familie der Freiherren von Oppen-Huldenberg, die 1840 die preußische Erlaubnis zur Namensvereinigung bekamen und 1859 in Form der Erstgeburt den Freiherrentitel.[23] Vertreter auf Fredersdorf, Weitzgrund und Egelinde war Albert Freiherr von Oppen-Huldenberg.[24] Egelinde gehörte zu jener Zeit zur preußischen Provinz Sachsen, Kreis Jerichow I.[25] Erben wurde zunächst der ältere Sohn, Freiherr von Oppen-Huldenberg, dann sein Bruder der gut situierte Oberst[26] Hans Matthias Freiherr von Oppen-Huldenberg (1852–1918), als Herr eines inzwischen gestifteten Familienfideikommiss. Seine Frau war Emmy von Schack, Tochter des Generalleutnants Karl von Schack. Egelinde gehörte 1929 weiterhin zum Gutskomplex Fredersdorf.[27] 1922 umfasste das Rittergut Egerlinde für sich genommen 1340 ha Land, davon 1263 ha Forsten unter Leitung von Oberförster Flechsig als Verwalter.[28] Letzter Grundbesitzer wurde der Oberleutnant d. R. Hans-Carl Freiherr von Oppen-Huldenberg, geboren 1919 in Berlin, vermisst 1943. Nach den Forschungen der Genealogen Hans Friedrich von Ehrenkrook und Friedrich Wilhelm Euler mit Stand von 1963 stirbt mit ihm die männliche Linie seiner Familie aus. Freiherr von Oppen war seit 1940 mit Elsita Gräfin Reichenbach verheiratet und hatte mit ihr zwei Töchter, beide in Dresden geboren, die auf Wunsch der Mutter katholisch wurden. Der Reserveoffizier war Herr auf Fredersdorf mit Weitzgrund und Egelinde, welches immer noch zum Kreis Jerichow gehörte. Des Weiteren hatte Oppen-Huldenberg altererbte Besitzungen[29] in Neukirch in der sächsischen Oberlausitz. Das Fideikommiss Fredersdorf-Egerlinde war einst in 1884 gegründet worden und wurde 1934 freies allodiales Eigentum[30] des Gutsbesitzers, bis 1945.

Lübnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortshistorie ist insbesondere geprägt durch das gleinamige Rittergut Lübnitz. Von 1467 bis 1601 gehörte es der heute unbekannten Familie von Ziegesar.[31] 1601 erstand das Gut Hans Jürgen von Lochow-Nennhausen aus der Familie von Lochow. Nach den Gothaischen Genealogischen Taschenbüchern ist noch Sigmund von Lochow 1463 auf Lübnitz ersterwähnt, verheiratet mit Anna von der Gröben. Haus Lübnitz ist heute genealogisch Haus III des Adelsgeschlechts. Die gesicherte Stammreihe geht dann weiter über Hans George von Lochow (um 1614–1671). Er war Besitzer des so genannten Unteren Teils Gut Lübnitz. In Lübnitz bestanden also teils zwei Rittergüter. Ihm folgten Johann August von Lochow, August Haubold von Lochow sowie dann Friedrich von Lochow (1748–1796). Nachfahre Ferdinand Karl Wilhelm von Lochow (1786–1852)[32] leitet Lübnitz und erwirbt das Gut Petkus, respektive erbt es über die Verwandtschaft mit denen von Thümen. Von-Lochow-Lübnitz ist also auch das Stammhaus[33] der Familienlinie von Lochow-Petkus, denn Ferdinand I. von Lochow (1818–1865) stammte als Begründer der Linie Petkus aus Lübnitz; deren bekanntester Vertreter wurde der später der weltweit namhafte Saatzüchter Ferdinand III. von Lochow. Laut den Genealogischen Handbüchern des Adels waren die letzten Gutsbesitzer auf Lübnitz der Leutnant Karl von Lochow-Lübnitz (1790–1852), verheiratet mit der Schwestern Charlotte und Auguste von Freyberg. Erbe war Karl Heinrich Ferdinand von Lochow (1823–1882), liiert mit Elise von Blücher, dann deren Sohn der Ehrenritter des Johanniterordens Kunz[34] sen. von Lochow (1864–1922), respektive als Gutsherrin seine Ehefrau Editha von Lochow-Lübnitz geborene von Brösigke-Cammer (1876–1955). Sie lebte zuletzt in Belzig, die Nachfahren in Mainz, Wiesbaden, Hildesheim. Als Erben vorbestimmt waren die Kinder, der diplomierte Landwirt Kunz, Sibylle, der Hauptmann Arend (1909–1941) und Ilse-Renate von Lochow-Lübnitz. Durch die Bodenreform wurden die Lochows 1945 enteignet. Kunz sen. von Lochow, einst Zögling[35] auf der Ritterakademie am Dom zu Brandenburg, ist in der Nähe des Gutsparks mit einem schlichten Feldstein bestattet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 3.783
1890 3.674
1910 3.998
1925 4.268
1933 4.512
1939 5.664
Jahr Einwohner
1946 7.597
1950 7.694
1964 7.166
1971 7.089
1981 7.473
1985 7.521
Jahr Einwohner
1990 07.848
1995 07.769
2000 07.914
2005 11.772
2010 11.248
2015 11.120
Jahr Einwohner
2016 11.113
2017 11.126
2018 11.144
2019 11.141
2020 11.096
2021 11.053

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[36][37][38], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Das starke Bevölkerungswachstum im Jahr 2005 ist auf die Eingemeindung von 14 ehemals selbstständigen Gemeinden in den Jahren 2002 und 2003 zurückzuführen (siehe oben im Abschnitt "Geschichte"). Das Jahr 2003 markiert den Höchststand der Bevölkerungszahl Bad Belzigs mit knapp 12.000 Einwohnern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus
Rathausplatz
Freiwillige Feuerwehr

Zur Stadtverordnetenversammlung von Bad Belzig gehören 22 Mitglieder und der hauptamtliche Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 61,9 % zu folgendem Ergebnis:[39]

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
SPD 23,2 % 5
Wir vom Dorf 14,2 % 3
CDU 13,9 % 3
Bündnis 90/Die Grünen 11,5 % 3
Die Linke 09,4 % 2
Freie Wählergemeinschaft Bad Belzig 07,2 % 2
AfD 06,0 % 1
Gewerbeverein für Belzig 04,3 % 1
Bürgerbündnis Bad Belzig 04,1 % 1
NPD 03,2 % 1
FDP 02,3 %
Piratenpartei 00,9 %
Insgesamt 100 % 22

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990–2008: Peter Kiep (SPD), gelernter Rundfunkmechaniker, wurde als Parteiloser auf der SPD-Liste bei der ersten freien Kommunalwahl mit großer Mehrheit gewählt. Er konnte sein Amt krankheitsbedingt nur bis 2006 ausüben und erlag am 3. Oktober 2013 einer schweren Krankheit.[40]
  • 2008–2016: Hannelore Klabunde-Quast (parteilos)[41] hatte bereits ab 2006 die Vertretung Kieps übernommen. Sie wurde am 28. September 2008 als erste Frau in das Bürgermeisteramt der Stadt gewählt.
  • seit 1. Dezember 2016: Roland Leisegang (parteilos) wurde am 9. Oktober 2016 in einer Stichwahl mit 65,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren[42] zum Bürgermeister der Stadt gewählt.[43] Er war von 1980 bis 2012 Schlagzeuger der Rockband Keimzeit.[44]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 4. November 1992 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein silberner, runder Turm mit zwei Zinnenkränzen, zwischen denen ein schwarzes Kreuz sichtbar ist, mit einer goldbeknauften grünen Kuppel und mit einer offenen Pforte rechts unten. Davon rechts gelehnt ein neunfach schwarz-golden geteilter und mit grünem Rautenkranz schrägrechts belegter Schild.“[45]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Belzig unterhält eine Städtepartnerschaft zur niedersächsischen Gemeinde Ritterhude im Landkreis Osterholz.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Springbachmühle

In der Liste der Baudenkmale in Bad Belzig und in der Liste der Bodendenkmale in Bad Belzig stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burg Eisenhardt mit imposantem Bergfried („Butterturm“, der kurz nach der Burg Eisenhardt gebaut wurde, begehbar, Aussicht) und Museum
  • Sankt-Briccius-Kirche, Saalkirche aus dem 12. Jahrhundert im Bereich der Vorburg der Burg Eisenhardt. Sie ist dem heiligen Brictius von Tours geweiht. Im Innern befinden sich ein Altarretabel sowie eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Der Turm befindet sich nicht, wie üblich, im Westen des Bauwerks, sondern über dem Altarraum im Osten.
  • Historischer Stadtkern mit
    • Marienkirche: romanisch als kreuzförmige Saalkirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, im Süden zwei spätgotische Anbauten und eine zweistöckige Sakristei. Der Schlussstein über dem Westeingang besagt, dass Luther am 14. Januar 1530 in der Kirche predigte. In der Marienkirche befindet sich auch das Brandenburgische Orgelmuseum.[46]
    • Rathaus: Im 16. Jahrhundert als Verwaltungsgebäude errichtet, 1636 abgebrannt, 1671 einfach aufgebaut, 1912 repräsentativ geschweifter Giebel im Renaissancestil angebaut, 1972 abgebrannt und Ruine abgetragen, 1988 bis 1991 in Anlehnung an die historische Form neu erbaut
    • Reißigerhaus: 1728 am Kirchplatz als Schulhaus mit Lehrer- und Kantorenwohnung erbaut, Geburtshaus des Hofkapellmeisters Carl Gottlieb Reißiger
    • Superintendentur: 1678 am Kirchplatz über einem mittelalterlichen Keller erbaut
    • Kursächsische Postmeilensäule im ehemaligen Ortsteil Sandberg (Standort Bahnhofsstraße 16, Originalteile im Burgmuseum)
  • Roger Loewig Haus – Museum und Gedenkstätte
  • Fläming-Gymnasium, denkmalgeschützt
  • Historischer Gertraudenfriedhof mit Gertraudenkapelle, einem spätgotischen Feldsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die zunächst als Herberge für Kranke und Bedürftige diente. Sie wird im 21. Jahrhundert als Friedhofskapelle genutzt. Im Innern befinden sich einige Reste der Wandmalereien aus der Bauzeit der Kirche.
  • Belziger Teufelsstein mit „des Teufels Handabdruck“ an der Kirchhofstraße vor dem Gertraudenfriedhof
  • Hofgarten-Belzig (Kino und Veranstaltungsort)
  • SteinTherme
  • Gutshaus Glien in Hagelberg
  • Bockwindmühle in Borne
  • Denkmäler auf dem Hagelberg zur Erinnerung an die Schlacht bei Hagelberg 1813
  • Kunstwanderweg Hoher Fläming, 2007 eröffnet
  • Rummel „Steile Kieten“ unweit des Bahnhofes

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Belziger Mühlen spiegeln eine lange Tradition wider.[47] Der Belziger Lumpenbach führte seine Wasser an der Obermühle (Kleesen) vorbei, bevor er in den Belziger/Fredersdorfer Bach mündete. Am Belziger Bach standen fünf Mühlen: die Schlossmühle (Dorno), die Mittelmühle (Engemann), die Hintermühle (Jaeger) in der Nähe des Mühlenhölzchens, die Walkmühle und die Neue Ratsmühle (heute Finsterwalder). In der Hintermühle befinden sich heute die Mischfutterwerke Belzig. Durch den Springbach wurden zwei Mühlen angetrieben, die Springbachmühle (Hannemanns Mühle) und Oelschlägers Mühle. Die Springbachmühle wurde 1998 nach altem Vorbild restauriert. Gelände und Mühlteich wurden ebenfalls wiederhergestellt.

Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kurpark liegt am Rande von Bad Belzig und schließt die Steintherme ein. Unterhalb findet man den Anglerteich. Im Sommer finden hier Veranstaltungen statt.
„Protection“ by Gianfranco Mancini, Steine ohne Grenzen 2004, am Kreiskrankenhaus

Mahnmale und Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gedenkstätte für das KZ-Außenlager, seit 1965 mit Gedenkstein, seit 1980 mit detaillierter Informationstafel zu den beiden Lagern (siehe Geschichte)
  • Mahnmal auf dem Gertraudenfriedhof (1965) zum Gedenken an 98 umgekommene Zwangsarbeiterinnen und ihre 38 Kinder (die tatsächlichen Zahlen liegen wahrscheinlich höher)
  • Gedenkstein für die italienischen Opfer der Zwangsarbeit (1994) auf dem Gertraudenfriedhof
  • Denkmal für antifaschistische Widerstandskämpfer vor dem Postamt
  • Gedenkstein für die Geschwister Scholl vor der Grundschule „Geschwister Scholl“ am Weitzgrunder Weg
  • Findling zum Gedenken an den ermordeten Widerstandskämpfer Bruno Kühn in einer Grünanlage unterhalb der Gesamtschule
  • Gedenkstein für Belaid Baylal (Todesopfer rechtsextremer Gewalt) in der Lübnitzer Straße[48]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jeden Sonntag 11 Uhr Stadt- und Burgführung ab Tourist-Information Bad Belzig, Marktplatz 1 (ganzjährig)
  • Konzert der Gruppe Keimzeit auf dem Hof der Burg Eisenhardt im Juli
  • Burgfestwoche mit Altstadtfest in der letzten Augustwoche
  • Jugendkulturwoche der Städte und Gemeinden Bad Belzig, Wiesenburg/Mark, Brück, Niemegk und Ziesar
  • Burgenlauf am zweiten Sonntag im Oktober (seit 1977)[49]
  • Monatliche Veranstaltungen von April bis Dezember im Kleinkunstwerk Bad Belzig.[50]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark in der Niemöllerstraße (altes Landratsgebäude) und am Papendorfer Weg (Erweiterungsbauten) ist der große Arbeitgeber in dem ehemaligen Ackerbürgerstädtchen. Schon als Sitz der Kreise Zauch-Belzig (1818–1952) und Belzig (1952–1993) war daher die Verwaltung wichtig für die ansonsten eher ländlich geprägte Umgebung.

Ansonsten prägen Handwerk und mittelständische Betriebe die Wirtschaftsstruktur. Der Einzelhandel ist bis auf wenige Ausnahmen in der Stadt Bad Belzig konzentriert. Super-, Discount- und Baumärkte sind eher an den Ausfahrtsstraßen zu finden. Kleinteiliger Einzelhandel prägt nach wie vor die historische Altstadt. In wenigen Ortsteilen befinden sich noch kleine Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Fleischereien. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber in der Stadt ist das Kreiskrankenhaus Bad Belzig.

Der Gewerbepark Seedoche an der B 246 am Ortsausgang in Richtung Brück ist mit ca. 17 Hektar der einzige der Stadt. Die Auslastung ist bis heute (mit ca. 7 ha) nicht zufriedenstellend. Das seit 1993 bestehende Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) „Fläming“ soll hinsichtlich Existenzgründung, Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung neue Impulse in die Region bringen oder diese dort halten.

Als wirtschaftliches und soziales Modellprojekt versteht sich das ZEGG (Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung), das sich 1991 im Norden der Stadt angesiedelt hat.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Bad Belzig und Bahnhof in den Naturpark Hoher Fläming

„Bad Belzig“ hieß das Ziel der seit 1990 forcierten Stadtentwicklungspolitik. Somit spielen der Tourismus und die Entwicklung von Gastronomie und Hotellerie eine zunehmende Rolle für die Wirtschaft der Stadt und ihrer Umgebung. Die Burg "Eisenhardt", das Heimatmuseum der Burg, die SteinTherme und der Kurpark, das Freizeitzentrum mit Freibad im Sommer, der Kurpark und die Reha-Klinik bilden die Eckpfeiler dieser Infrastruktur. Eine Tochtergesellschaft der Stadt, die Kur- und Freizeit GmbH, betreibt die SteinTherme. Die Touristinformation am Marktplatz wird seit 2013 wieder von der Stadtverwaltung betrieben (vorher Kur- und Freizeit GmbH). Im Jahr 2012 war der Fläming mit Bad Belzig als zentralem Ort Austragungsort des Deutschen Wandertages.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Bad Belzig

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Bad Belzig liegt an der Bahnstrecke Berlin–Dessau. Stündlich verkehren Regional-Express-Züge der Linie RE 7 (Airport-Express) von Dessau über die Berliner Stadtbahn und den Bahnhof Flughafen BER – Terminal 1-2 nach Wünsdorf-Waldstadt.

Bis 2003 endeten die Züge der Brandenburgischen Städtebahn von Neustadt (Dosse) über Rathenow und Brandenburg an der Havel an einem Bahnsteig mit eigenem Empfangsgebäude auf der Südseite des Bahnhofs. Bis 1962 fuhren die Personenzüge (nach Richtungswechsel) noch weiter nach Treuenbrietzen.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sowie dem Landesnetz Sachsen-Anhalt erbracht. Folgende Verbindungen führen ab Bad Belzig:

Weiterhin ist Bad Belzig ein zentraler Knotenpunkt des Busverkehrs im Südwesten des Kreises Potsdam-Mittelmark. Die Stadt verfügt über einen Busbahnhof, von dem Linien die kleinen Orte des Hohen Flämings erschließen. Stadtbus- und Regionalbuslinien werden von der Regiobus Potsdam-Mittelmark betrieben.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Belzig liegt an der Bundesstraße B 102 zwischen Brandenburg und Jüterbog sowie an der B 246 zwischen Wiesenburg und Beelitz. Die B 102 führt als Ortsumgehungsstraße an der Stadt vorbei. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle (AS 5) ist Niemegk an der A 9 (Berlin–München). Sie befindet sich etwa neun Kilometer südöstlich.

Radwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Bad Belzig verlaufen der Europäische Fernwanderweg E11 (NiederlandeMasuren), die Deutsche Alleenstraße und der Europaradweg Euroroute R1 (CalaisSankt Petersburg).

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Ortsteils Lüsse gibt es den Segelflugplatz Lüsse und östlich des Dorfs Mörz (Teil der Gemeinde Planetal) einen kleinen Sportflugplatz.

Presse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Potsdam erscheinende Märkische Allgemeine unterhält in Bad Belzig die für den südwestlichen Landkreis Potsdam-Mittelmark zuständige Lokalredaktion „Fläming-Echo“.

Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weitzgrund steht ein Sendemast der Deutschen Telekom.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fläming-Gymnasium
  • Grundschule „Geschwister Scholl“
  • kleine Grundschule Dippmannsdorf
  • Krause-Tschetschog-Oberschule Belzig
  • Fläming-Gymnasium
  • Schule am grünen Grund: Förderschule für geistig und körperlich Behinderte
  • Musikschule
  • Kreisvolkshochschule
  • Freie Schule Fläming
Schwengelpumpe, Schlossstraße
Geburtshaus von Carl Gottlieb Reißiger

Öffentliche Einrichtungen der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum Burg Eisenhardt
  • Stadtbibliothek Bad Belzig
  • Turnhalle „Karl Liebknecht“
  • Puschkin-Turnhalle
  • Albert-Baur-Mehrzweckhalle
  • Heinrich-Rau-Stadion
  • Freibad Bad Belzig
  • Steintherme Bad Belzig

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arthur Krause, Lehrer (seit 4. Mai 1965)
  • Erich Tschetschog (1899–1973), katholischer Pfarrer (seit 4. Mai 1965)
  • Věra Koldová, tschechische Widerstandskämpferin im KZ-Außenlager Belzig[51] (seit 23. Januar 1985)
  • Helga Kroening (1915–2004), Direktorin und Chefärztin der Chirurgie des Belziger Kreiskrankenhauses (seit 3. Oktober 1990)
  • Gerhard Dorbritz (1926–2015), Bürgermeister 1960–1970, Ortschronist (seit 2006)
  • Thea Labes (1937–2011), Kantorin der Belziger Marienkirche (seit 2007)
  • Günter Kästner (1932–2022), Heimatforscher und Fotograf (seit 2020)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bad Belzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Bad Belzig – Quellen und Volltexte
Wikivoyage: Bad Belzig – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung und Flächen der kreisfreien Städte, Landkreise und Gemeinden im Land Brandenburg 2021 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, bezogen auf den aktuellen Gebietsstand) (Hilfe dazu).
  2. a b Änderung des Namens der Stadt Belzig. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 12. Februar 2010. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 21. Jahrgang, Nummer 8, 3. März 2010, S. 375 PDF (Memento vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive)
  3. Bad Belzig Wetter. Jahresübersichten. In: badbelzig-wetter.de. Abgerufen am 11. Juni 2022.
  4. a b Hauptsatzung der Stadt Bad Belzig vom 22. November 2010 (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)
  5. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Stadt Bad Belzig (Memento des Originals vom 1. April 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/service.brandenburg.de
  6. Manfred Niemeyer (Hrsg.): Deutsches Ortsnamenbuch. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-018908-7, S. 56.
  7. Linke Spalte, 5. Absatz: Kinder-Heilstätte für tuberkulöse Kinder Belzig, Vossische Zeitung, 6. Januar 1903.
  8. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.maerkischeallgemeine.de „Mit Strom wurde es hell“ Märkische Allgemeine Zeitung, 13. Juni 2009
  9. a b Kriegsende 1945, aus der Broschüre Belzig - 150 Jahre Kreisstadt, veröffentlicht 1965 vom Rat der Kreisstadt Belzig, Redaktion Gerhard Dorbritz, Erwin Krüger, Walter Gellert und Fritz Lindner; zitiert nach Helga und Günter Kästner: Chronik der Stadt Bad Belzig 1934-1945, Treibgut Verlag 2016, S. 246–252.
  10. Andreas Austilat: Sein Deckname war Wolfi. In: Der Tagesspiegel Online. 30. März 2017, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 29. September 2018]).
  11. Bildung der Ämter Brück, Belzig und Wiesenburg. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 24. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 52, 24. Juli 1992, S. 950
  12. Zuordnung der Gemeinde Werbig zum Amt Belzig. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 12. Oktober 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 84, 2. November 1992, S. 1944
  13. Eingliederung der Gemeinden Bergholz, Borne, Dippmannsdorf, Fredersdorf, Groß Briesen, Kuhlowitz, Lübnitz, Lüsse, Lütte, Neschholz, Ragösen und Werbig in die Stadt Belzig. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 13. Juni 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 28, 10. Juli 2002, S. 646 PDF
  14. Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 5, S. 73
  15. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren der Gemeinde Hagelberg wegen Eingemeindung der Gemeinde Hagelberg (Amt Belzig) in die Stadt Belzig, VfGBbg: 162/03, Beschluss vom 24. Juni 2004, S-Nr.:1103
  16. Ernst Fidicin: Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise, Städte, Rittergüter, Stiftungen und der Dörfer in derselben, als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karls IV. 1860. III. Kreis West-Havelland. Kries Ost-Havelland, Kreis Zauche, Der Zauchische Kreis. II. Ortschaften. 15. Egelinde. Selbstverlag, Berlin 1860, S. 75 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  17. Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1882. In: "Der Gotha". 7. Auflage. Oppen. Justus Perthes, Gotha 11. November 1881, S. 376 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  18. George Adalbert von Mülverstedt (Hrsg.): Urkundenbuch zur Geschichte des altadeligen Geschlechts von Oppen. 1. Von 1207 bis 1648, 1058). 1646 ff. E. Baensch jun., Magdeburg 1893, S. 695–698 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  19. Johann Gottlieb Heineccius: Ausführliche topographische Beschreibung des Herzogthums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld, Magdeburgischen Antheils. 1785. Ziesarscher Kreis, Plattes Land. Georg Jacob Decker, Berlin 1785, S. 313 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  20. Karl von Seydlitz: Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher bewohnter und benamter Ortschaften im Regierungs-Bezirk Magdeburg. 1820. In: Geographisches Statistisches Handbuch. Selbstverlag, Magdeburg 1820, S. 50 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  21. Leopold Krug, Alexander August Mutzell: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staats. 1821. In: Öffentliche Bekanntmachungen. Band 1. Karl August Kümmel, Halle 1821, S. 319 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  22. Oeffentlicher Anzeiger der Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin. 6. September 1844. In: Öffentliche Bekanntmachungen. Amtsblatt der Regierung in Potsdam. 1844-09-06 Auflage. Nr. 36. Selbstverlag, Potsdam 18. August 1844, S. 334 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  23. Rudolf von Stillfried-Rattonitz: Verzeichniss der seit dem Bestehen des Kgl. Preuss. Heroldamtes (1855) erfolgten Standeserhöhungen, Adelsbestätigungen und Namensvereinigungen nebst Beschreibung der verliehenen Wappen. In: Herold Verein zu Berlin (Hrsg.): Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. Separat-Ausgabe Auflage. C. Freiherren, Oppen von Huldenberg. Mitscher & Röstell, Berlin 1875, S. 9 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  24. Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. 1893. Band 2, Oppen-Huldenberg. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1893, S. 464–465 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  25. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1878. In: "Der Gotha". 28. Auflage. Oppen-Huldenberg. Justus Perthes, Gotha 28. November 1877, S. 530–531 (google.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  26. Albert Johannesson (Hrsg.): Deutsches Millionär-Adressbuch. Oppen von Huldenberg, Freih. Hans, Oberst, Dresden, Königsstr. 3. Alb. Johannesson (Inh. Paul Grund). Selbstverlag des Ersten Berliner Reclame-Bureau, Centralstelle für die Verbreitung von Drucksachen, Berlin 1894, S. 142 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  27. Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe: Niekammer’s Landwirtschaftliches Güter-Adreßbücher. Band VII. Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg 1929. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. Kreis Zauch-Belzig. In: Mit Unterstützung von Staats-und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. 4. Auflage. Letzte Ausgabe-Niekammer-Reihe. Verlag Niekammer’s Adreßbücher GmbH, Leipzig 1929, S. 172 (martin-opitz-bibliothek.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  28. Oskar Köhler, Gustav Wesche, H. Krahmer: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Band V, Provinz Sachsen. 1922. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter und Güter von ungefähr 20 ha herab mit Angabe der Gutseigenschaft, des Grundsteuerertrages, der Gesamtfläche und des Flächeninhalts der einzelnen Kulturen. In: Mit Unterstützung der Landwirtschaftskammer zu Halle a. S. (Hrsg.): Verzeichnis der für die Landwirtschaft wichtigen Behörden und Körperschaften. 3. Auflage. V der Reihe von Paul Niekammer, Kreis Jerichow I. Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1922, S. 24–25 (slub-dresden.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  29. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1874. In: "Der Gotha". 24. Auflage. Oppen-Huldenberg, Neukirch/Lausitz. Justus Perthes, Gotha 6. November 1873, S. 488–491 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  30. Freiherrlich Oppen von Huldenbergisches Familienfideikommiß \ (Rittergut Fredersdorf mit Weitzgrund, Kreis Zauch-Belzig und Rittergut Egelinde, Kreis Jerichow I). 1884-1891 (Akte). In: Brandenburgisches Landeshauptarchiv (Hrsg.): BLHA. 1884, 1891, 1934 Auflage. Rep., 53A ML Gen 975. 2A III F 18607. Eigenverlag, Fredersdorf, Potsdam 1884, S. 1 f. (brandenburg.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  31. Brandenburgisches Landeshauptarchiv, BLHA (Hrsg.): Lübnitz; Rep. 37 Gut Lübnitz, Kr. Zauch-Belzig; 1602–1994 (Bestand). BLHA Rep. 37 Lübnitz. Lübnitz 1602, S. 1 f. (brandenburg.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  32. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1903. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). In: "Der Gotha". 4. Auflage. Lochow, Lübnitz, Petkus. Justus Perthes, Gotha 10. November 1902, S. 522–523 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  33. Jost von Lochow: Geschichte des Geschlechts von Lochow. In: Familienchronik 2. erweiterte Auflage. Eigenverlag, Wörrstadt 1997, S. 136 (d-nb.info [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  34. Walter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705 – 1913. In: Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. (Hrsg.): Alumnatsverzeichnis. Band I, Zögling von Lochow, Kunz-No.: 1424. 1881. Selbstverlag. Druck P. Riemann, Belzig, Ludwigslust 1913, S. 325 (staatsbibliothek-berlin.de [abgerufen am 22. Juli 2022]).
  35. Ernst Siegfried Köpke: Ritter-Akademie zu Brandenburg a. H. XXVII. Zu der am 21. März 1883 vormittags um 9 Uhr in der Aula der Ritter-Akademie stattfindenden Vorfeier des Allerhöchsten Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers und Königs ladet mit dem Bericht über das Schuljahr von Ostern 1882 bis Ostern 1883 ein der Direktor. 1883. Progr. No. 67 Auflage. C. Statistische Übersicht, 2. Schüler. Unter-Sekunda. Gustav Matthes, Brandenburg a. d. Havel 1883, S. 16 (uni-duesseldorf.de [abgerufen am 9. Juli 2022]).
  36. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 14–17
  37. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  38. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. (Memento des Originals vom 5. Juli 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-berlin-brandenburg.de Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  39. Ergebnisse der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  40. Bad Belzig trauert um Peter Kiep In: Märkische Allgemeine, 4. Oktober 2013
  41. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 11
  42. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  43. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 9. Oktober 2016
  44. Bad Belzig: Ex-Keimzeit-Drummer Leisegang neuer Bürgermeister. In: MAZ-online, 10. Oktober 2016
  45. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  46. Einzigartige Kostbarkeiten. In: Märkische Oderzeitung. 2. Juli 2012, archiviert vom Original;.
  47. Geschichte der Belziger Mühlen
  48. Belaid Baylal. 08. Mai 1993 auf www.todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de
  49. Website des Belziger Burgenlaufes
  50. Website des Kleinkunstwerkes Bad Belzig
  51. Belzig - Eine Station unseres Leidensweges.