Bregalnica

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Bregalnica
Брегалница
Das Einzugsgebiet der Bregalnica, gemäß Bregalnica River Basin Management Projekt, 2013

Das Einzugsgebiet der Bregalnica, gemäß Bregalnica River Basin Management Projekt, 2013

Daten
Lage Ostmazedonien
Flusssystem Vardar
Quelle Maleševo-Massiv in der Nähe von Berovo
Quellhöhe 1690 m
Mündung VardarKoordinaten: 41° 36′ 21″ N, 21° 55′ 13″ O
41° 36′ 21″ N, 21° 55′ 13″ O
Mündungshöhe 137 m
Höhenunterschied 1553 m
Sohlgefälle 6,9 ‰
Länge 225 km
Linke Nebenflüsse Ratevska, Osojnica, Zrnovska, Kozjacka, Otinja, Lakavica
Rechte Nebenflüsse Zelevica, Kamenicka, Orizarska, Kocanska, Zletovica, Svetinikolska
Durchflossene Stauseen Kalimancisee
Gemeinden Berovo, Cesinovo–Oblesevo, Delcevo, Karbinci, Konce, Kratovo, Lozovo, Makedonska Kamenica, Kočani, Pehcevo, Probistip, Štip, Sveti Nikole, Vinica, Zrnovci
Die Bregalnica in der Nähe von Vinica

Die Bregalnica in der Nähe von Vinica

Die Bregalnica bei der Stadt Štip, mit Sicht auf die Ortschaft Novo Selo

Die Bregalnica bei der Stadt Štip, mit Sicht auf die Ortschaft Novo Selo

Die Bregalnica in der Nähe der Ortschaft Todorovci, in der Nähe des Kalimanci-Stausees

Die Bregalnica in der Nähe der Ortschaft Todorovci, in der Nähe des Kalimanci-Stausees

Die Bregalnica ist der zweitgrößte Fluss in Mazedonien. Ihre Quelle liegt in den Wäldern des Maleševo-Bergmassivs, in der Nähe der Stadt Berovo. Der Fluss fließt durch die Orte Makedonska Kamenica, Kočani, Vinica und Štip, bevor er bei der Ortschaft Gradsko in den Fluss Vardar, den größten Fluss in Mazedonien fließt. Der Vardar mündet letztlich in die Ägäis. Die Wasserqualität des Flusses ist problematisch, aufgrund der Industrie, der Minen und der landwirtschaftlichen Betriebe (Hühner- und Schweinefarmen, Reis etc.), die im Einzugsgebiet liegen. Es gibt nur eine funktionierende Kläranlage. Das „Bregalnica River Basin Management Project“ versucht seit 2012, Lösungen für eine bessere Einzugsgebietsplanung zu erarbeiten.[1][2] Das Gebiet war auch Schauplatz der Schlacht von Bregalnica.

Bregalnica River Basin Management Project [3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mazedonisches Wassergesetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2004 hat Mazedonien den Antrag gestellt, Mitglied der EU zu werden. Um die Mitgliedschaft vorzubereiten muss Mazedonien Gesetze anpassen, damit diese mit der EU kompatibel sind. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war die Genehmigung des Mazedonischen Wassergesetzes im Jahr 2008. Dieses sieht den „River Basin Management RBM“ Ansatz zur Planung der Flusseinzugsgebiete vor und orientiert sich an der EU Water Framework Directive (WFD). Um die Implementierung des Gesetzes und den RBM-Ansatz voranzutreiben, haben das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium im Jahr 2012 unterstützt vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein Projekt gestartet.

Akteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mazedonische Umweltministerium, das Landwirtschaftsministerium und das SECO haben das Einzugsgebiet der Bregalnica als Pilotprojekt für den RBm_Ansatz in Mazedonien gewählt. Das Projekt startete im Juli 2012 und wird vom Mazedonischen Staat, vom SECO und von den Gemeinden in der Bregalnica-Region finanziert. Es wird von einem Team von nationalen und internationalen Experten umgesetzt, das unter der Leitung eines „Steering Committee“ steht und von einem „Advisory Council“ und einer „Bregalnica Basin Planning Group“ unterstützt wird. Die Planning Gorup wird als regelmäßige Reihe von Workshops in drei Unterregionen durchgeführt.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptziel des Projekts ist die nachhaltige Planung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen im Einzugsgebiet der Bregalnica. So soll auch die wirtschaftliche Entwicklung (Industrie, Landwirtschaft, Tourismus) gefördert werden. Die Umsetzung des Mazedonischen Wassergesetzes sollte eine Verbesserung der Wasserversorgung und des Abwassersystems mit sich bringen.

Das Projekt ist in zwei Komponenten aufgeteilt:

  • Der Bregalnica River Basin Management (RBM) Plan enthält eine Analyse der existierenden Wasserressourcen sowie der Wassernachfrage in der Region. Es werden potenzielle Konflikte analysiert und Verbesserungsmassnahmen vorgeschlagen. Zudem werden Organisationsstrukturen definiert, um den Plan in die Realität umzusetzen.
  • Die Small Water Infrastructure (SWI) Projects basieren auf einer Investition in kleine Infrastrukturprojekte in der ganzen region. Auch die öffentliche Ausschreibung von Aufträgen zur Realisierung der Projekt wird vom Projekt begleitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Soros MK: Water Pollution. Soros MK. 8. April 2007. Abgerufen am 27. August 2007.
  2. Ministry of Urban Planning, Construction and Environment: Statement of Environment Report. Ministry of Urban Planning, Construction and Environment. 8. April 2007. Archiviert vom Original am 27. September 2007. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moe.gov.mk Abgerufen am 27. August 2007.
  3. Bregalnica River Basin Management Project (BRBMP): Bregalnica River Basin Management Plan. BRBMP. 1. April 2014. Abgerufen am 25. Juli 2014.