Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit

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Das Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit (ehemaliger Name: Nordelbisches Missionszentrum (NMZ)) ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gehört. Der Hauptsitz der Einrichtung befindet sich in der nordfriesischen Gemeinde Breklum im Gebäude der ehemaligen Missionsanstalt (Kirchenstraße 4). Die Geschäftsstelle ist in Hamburg-Othmarschen (Agathe Lasch-Weg 16).[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1876 gründete der Pastor Christian Jensen im nordfriesischen Breklum die Schleswig-Holsteinische Evangelisch-Lutherische Missionsgesellschaft. Die ersten Missionare der Gesellschaft gingen nach Indien und in die USA, dann folgten Tansania, China und Papua-Neuguinea. Die Arbeit der Breklumer Mission war seit ihrem Bestehen mit einem hohen Maß an sozialer Verantwortung verbunden. Aus dem damaligen Nordelbischen Missionszentrum gingen Schulen, Krankenhäuser und Waisenhäuser hervor.

1971 wurde die Missionsgesellschaft zu einem selbständiges Werk der Nordelbischen Kirche und erhielt den Namen Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst – Kurzform: Nordelbisches Missionszentrum (NMZ). Nach der Fusion der Nordelbischen Kirche in die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland („Nordkirche“) kam es zur Umbenennung in Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit.[3]

Seither vermittelt das Zentrum die Erfahrungen und Impulse aus der internationalen Gemeinschaft der Kirchen, insbesondere aus seinen Partnerkirchen. Das Zentrum vertritt ein dialogisches Missionsverständnis und verpflichtet sich, mit seiner Arbeit zur Versöhnung, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung beizutragen.

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine international arbeitende Institution unterhält das Zentrum weltweite Kontakte zu Kirchen, ökumenischen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen in Asien, Afrika, Europa, Lateinamerika, im Nahen Osten und im Pazifikraum. Das Zentrum informiert über Länder und Projekte, fördert den Jugendaustausch und ist Ansprechpartner für Mission, interreligiösen Dialog, Ökumene und Entwicklungsthemen. Es unterstützt Projekte, welche die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Partner fördern. Dazu zählen Begegnungen mit anderen Traditionen und Kulturen, ökumenische Partnerschaften, Erneuerung des kirchlichen Lebens, Anwaltschaft für die Armen und Parteinahme für soziale Randgruppen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 125 Jahre Breklumer Mission – 30 Jahre NMZ. Eine Festschrift. Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst (NMZ), Breklum 2001.
  • Otto Waack u. Mitarbeiter: Indische Kirche und Indien-Mission. Die Geschichte der Jeypore-Kirche u. der Breklumer Mission (1914-1939). Erlanger Monographien aus Mission u. Ökumene, Band 21. Verlag der Ev.-Luth. Mission, Erlangen 1996, ISBN 3-87214-321-2.
  • Joachim Wietzke: Die Weite des Evangeliums. Eine theologiegeschichtliche Regionalstudie zur Missionsbewegung in Schleswig-Holstein (Studien zur Geschichte der Mission und Ökumene im Bereich der Nordkirche, Bd. 1: Von der Reformation bis zum Ende des Ersten Weltkriegs), Husum: Matthiesen 2018, ISBN 978-3-7868-5411-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Jensen Kolleg: Unsere Geschichte.
  2. Impressum des Zentrums.
  3. Satzung des Zentrums. (Memento des Originals vom 1. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nordkirche.de (PDF; 69 kB)