Bremspunkt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bremspunkt vor der Senke im Streckenabschnitt „Fuchsröhre“ auf der Nordschleife. Der im Bereich der Ideallinie gut sichtbare Reifenabrieb auf dem Asphalt verdeutlicht die an dieser Stelle auf das Fahrzeug und die Bereifung einwirkenden Kräfte.

Als Bremspunkt wird eine Stelle auf einer Rennstrecke bezeichnet, an der ein Bremsvorgang eingeleitet wird. Dieser Punkt befindet sich in der Regel vor einer Kurve oder Biegung und variiert je nach Streckenbeschaffenheit, Fahrzeug und Fahrer. Häufig liegt ein Bremspunkt zwischen 50 und 150 Meter vor dem Einlenkpunkt einer Kurve. Ziel eines Rennfahrers ist, sich an die spätestmöglichen Bremspunkte einer Rennstrecke heranzutasten, um möglichst wenig Zeit durch die Bremsung zu verlieren oder um Konkurrenten ausbremsen zu können.

Als Orientierungshilfe dienen dabei die vor der Kurve beginnenden Curbs oder „Rattersteine“ am Kurven-Außenrand und Distanzangaben auf kleinen Schildern am Streckenrand vor der Kurve (in Mitteleuropa häufig beginnend bei 200 Metern und dann in 50-Meter-Abständen rückwärtszählend). Auf einer Rennstrecke gibt es allerdings nicht unbedingt genau so viele Bremspunkte wie Kurven. So genannte Doppelkurven (wie etwa die Südkurve des Hockenheimring-Motodroms) können zwei Bremspunkte haben, Kurven mit großem Radius können zum Teil ohne vorherige Bremsung durchfahren werden (wie der schnelle Rechtsknick vor der Mercedes-Tribüne des Hockenheimrings).

Als Bremspunkt wird häufig fälschlicherweise auch der Druckpunkt des Bremspedals bezeichnet, also der Punkt (oder besser der Bereich) des Pedalwegs, an dem der Bremsdruck spürbar aufgebaut wird.