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Brigitta Nickelsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Porträt von Brigitta Nickelsen, August 2020, sitzend vor einer Glasscheibe – im Hintergrund (unscharf) Kirchtürme und weitere Gebäude von Bremen
Brigitta Nickelsen, 2020

Brigitta Nickelsen (* 19. April 1965[1] in Neumünster) ist eine deutsche Medienmanagerin und Organisationsberaterin. Seit Mai 2010 ist sie Mitglied des Direktoriums von Radio Bremen, zunächst als Direktorin für Unternehmensentwicklung und Betrieb, seit Januar 2022 arbeitet sie im Top-Sharing mit 50 % als Direktorin des Bereichs "Unternehmensentwicklung und Menschen" und daneben freiberuflich als Business Coach und Unternehmensberaterin.

Nickelsen studierte nach ihrem Abitur in Quickborn Neuere Deutsche Geschichte, Politikwissenschaft und Amerikanische Literatur in Hamburg. Sie begann ihre journalistische Tätigkeit beim Hamburger Abendblatt, volontierte dann beim NDR und wurde 1987 Redakteurin beim NDR-Regionalfernsehen.

Seit 1990 arbeitet sie bei Radio Bremen, zunächst in der Fernsehredaktion des Regionalmagazins buten un binnen. Dort war sie in verschiedenen Funktionen, u. a. als Reporterin,[2] Moderatorin[3] (1991 bis 1998 und 2000 bis 2003), Chefin vom Dienst und zuletzt als stellvertretende Abteilungsleiterin tätig.[4] 2000 war sie Fellow beim USA-Austausch für deutsche Journalistinnen und Journalisten der RIAS Berlin Commission.[5]

2003 wurde sie vom Intendanten Heinz Glässgen mit der Leitung der Projektgruppe "Radio Bremen neu" beauftragt,[6] die das neue multimedial ausgerichtete Radio-Bremen-Funkhaus geplant und die Medientechnik sowie multimediale Arbeitsabläufe entwickelt hat.[7] Nach Abschluss des Projektes leitete sie von 2008 bis April 2010 die Online-Koordination von Radio Bremen.[8]

Parallel dazu hat sie sich zur Beraterin für Strategie- und Organisationsentwicklung fortgebildet.[9] Von 1993 bis 2004 hat Nickelsen als Trainerin für die ARD.ZDF medienakademie gearbeitet zu den Themen „Reportieren im On im TV“, „Kurzberichterstattung im On im TV“, „TV Moderation“ und „Crossmediales Zusammenarbeiten“.

Seit Mai 2010 ist sie Mitglied des Direktoriums bei Radio Bremen,[10] zunächst bis Ende 2021 als Direktorin für Unternehmensentwicklung und Betrieb mit den Bereichen der strategischen Unternehmens- und Organisationsentwicklung, Personal und Personalentwicklung, Finanzen sowie Technik- und Produktionskoordination.[11] Der Rundfunkrat von Radio Bremen wählte sie 2015 und 2019[12] erneut zur Direktorin.[13] Seit Januar 2022 ist sie in Top-Sharing mit noch 50 % Arbeitskapazität Mitglied der Geschäftsleitung von Radio Bremen und verantwortet die Direktion "Unternehmensentwicklung und Menschen".[14] In diesem Arbeitsmodell bestätigte sie der Rundfunkrat 2024[15] für eine vierte fünfjährige Amtsperiode. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist dabei die Förderung von New Work bei Radio Bremen,[16] worüber sie in der Zeitschrift OrganisationsEntwicklung[17] publizierte und die im Dezember 2024 mit dem HR Excellence Award der Quadriga Hochschule Berlin in der Kategorie Future of Work ausgezeichnet wurde.[18] Seit 2024 steuert sie im Auftrag der Intendantin Yvette Gerner den erstmalig partizipativ angelegten Strategie-Prozess von Radio Bremen.[19] Im Band Postbürokratisches Organisieren – Formen und Folgen agiler Arbeitsweisen[20] publizierte sie gemeinsam mit Tilman Lücke über ihre Erfahrungen mit agilem Projektmanagement im organisationalen Kontext.

Als Direktorin war Nickelsen 2011 bis 2019 Mitglied des Aufsichtsrates der Radio-Bremen-Produktionstochter Bremedia, ab 2015 stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates. Seit der vollständigen Übernahme der Gesellschafteranteile durch Radio Bremen 2019 berät sie im Aufsichtsrat als Vertreterin des Gesellschafters.[21] 2015 bis 2020 war sie Mitglied im Aufsichtsrat der Degeto Film, 2020 bis 2022 in deren Gesellschafterversammlung.

Auf internationaler Ebene war Nickelsen bei der Europäischen Rundfunkunion EBU 2016 bis 2023 Mitglied im Academy Commitee, dem Steuerungs- und Aufsichtsgremium für Trainings- und Entwicklungsthemen.[22] Insbesondere zu den Themen Personalentwicklung, Frauenförderung in technischen Bereichen sowie organisatorische und technische Weiterentwicklung von Medienunternehmen moderiert sie Veranstaltungen.[23]

Parallel arbeitet sie freiberuflich als Business Coach, Organisationsberaterin, Trainerin und Mentorin und publiziert zur Sichtbarkeit als Voraussetzung für erfolgreiche Personalentwicklung.[24] Nickelsen ist Mitglied der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte FidAR und im Deutschen Verband für Coaching und Training.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Michael Völkel: Das Lexikon der TV-Moderatoren. Anekdoten, Fakten und Sprüche aus 50 Jahren TV-Geschichte.Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89602-524-4, S. 382
  2. ↑ Susanne Gieffers: „Machen. Und es laut sagen!“ In: Die Tageszeitung: taz. 8. September 2001, ISSN 0931-9085, S. 28 (taz.de [abgerufen am 21. Februar 2019]).
  3. ↑ Corinna Laubach: "Buten un binnen": Ein Bekenntnis zum Zukunftswillen. 28. Dezember 2001 (welt.de [abgerufen am 21. Februar 2019]).
  4. ↑ Direktion für Unternehmensentwicklung und Betrieb - Organisation. Abgerufen am 10. Februar 2022 (deutsch).
  5. ↑ 1994-2003 – RIAS Berlin Commission. Abgerufen am 29. April 2025 (amerikanisches Englisch).
  6. ↑ Weser-Kurier vom 2. August 2003, Nr. 178, S. 5.
  7. ↑ PRODUKTION: Start in die trimediale Zukunft - mebucom. Abgerufen am 21. Februar 2019.
  8. ↑ Direktion für Unternehmensentwicklung und Betrieb - Organisation. Abgerufen am 10. Februar 2022 (deutsch).
  9. ↑ Jörg Jelden: 7 Fragen an Brigitta Nickelsen von Radio Bremen. 6. November 2015, abgerufen am 21. Februar 2019.
  10. ↑ Direktorin für Unternehmensentwicklung und Betrieb gewählt. In: radiobremen.de. Radio Bremen, abgerufen am 10. Februar 2022.
  11. ↑ Radio Bremen bekommt Direktorin für Unternehmensentwicklung und Betrieb. In: Chronik der ARD. 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2022; abgerufen am 21. Februar 2019.
  12. ↑ Rundfunkrat - Brigitta Nickelsen wiedergewählt, Wirtschaftsplan verabschiedet - Unternehmensmitteilungen. Abgerufen am 10. Februar 2022 (deutsch).
  13. ↑ Clea Buttgereit: Aus Einzelkämpfern werden Teamplayer - Kulturwandel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk am Beispiel von Radio Bremen. Coaching Magazin, abgerufen am 20. Mai 2019 (deutsch).
  14. ↑ Radio Bremen plant Top-Sharing auf oberster Führungsebene - Radio Bremen. Abgerufen am 27. Oktober 2021.
  15. ↑ Radio Bremen-Rundfunkrat wählt Verwaltungsrat und DUB - Radio Bremen. 12. September 2024, abgerufen am 2. Dezember 2024.
  16. ↑ Radio Bremen’s ‘New Work’ Project: Rethinking Work Through Trust and Participation. In: European Broadcasting Union Academy. EBU, 2025, abgerufen am 10. Juli 2025 (englisch).
  17. ↑ OrganisationsEntwicklung 04/23. Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management. Handelsblatt Media Group, 25. September 2023, S. 20–27, abgerufen am 2. Dezember 2024.
  18. ↑ Gewinner:innen | HR Excellence Awards. 16. Oktober 2024, abgerufen am 2. Dezember 2024.
  19. ↑ Brigitta Nickelsen und Johanna Polsfuß: Beteiligung als Erfolgsfaktor. Radio Bremen bindet Mitarbeitende in die Strategieentwicklung ein. In: OrganisationsEntwicklung - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management. dfv Mediengruppe, Februar 2026, abgerufen am 30. März 2026.
  20. ↑ Judith Muster, Finn-Rasmus Bull und Jens Kapitzky (Hrsg.): Postbürokratisches Organisieren. Formen und Folgen agiler Arbeitsweisen. Vahlen, München, ISBN 978-3-8006-6376-7, S. 76–101.
  21. ↑ Jürgen Hinrichs: Radio Bremen stellt sich neu auf. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  22. ↑ European Broadcasting Union (EBU): EBU Academy Committee. 11. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2019 (englisch).
  23. ↑ EBU New Building Managers met at Bayerischer Rundfunk in Munich. 29. November 2016, abgerufen am 21. Februar 2019 (englisch).
  24. ↑ Brigitta Nickelsen: "Mutig sein - und (aus-)sprechen, was frau will". In: Isabell Rathgeb (Hrsg.): Unübersehbar. Wie Du Deine Sichtbarkeit steigerst, ohne Dich selbst aus den Augen zu verlieren. Molino Verlag, Sindelfingen 2025, ISBN 978-3-948696-85-6, S. 205–216.