Brigitte Stefan & Meridian

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Brigitte Stefan & Meridian
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Neue Deutsche Welle
Gründung 1969
Auflösung 1990
Gründungsmitglieder
Brigitte Otto
Gesang, Gitarre
Heinz Putz
Michael Strauß
Gitarre
Erhard Kostka
Gitarre
Christian Knabe
Günther Leonhard
Letzte Besetzung
Gesang
Brigitte Stefan
Frank Zückmantel
Bass
Torsten Großmann
Schlagzeug
Arndt Schmidt
Stefan Schulze
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Michael Lehrmann
Gitarre
Bernd Fleischer
Gitarre
Christian Lohs
Gitarre
Jürgen Punkt
Bass
Matthias Langenfeld
Keyboard
Wolfgang Schweimer
Schlagzeug
Günther Putz
Schlagzeug
Rolf Epperlein
Jahreshitparade der DDR
Titel[1]
Wenn Du denkst, ich bin doof
  DDR 29 1982
Linie 6
  DDR 33 1982
Allein
  DDR 39 1984

Brigitte Stefan & Meridian, ursprünglich JTO Meridian, ist eine deutsche Band, die 1969 in der DDR gegründet wurde und bis 1990 bestand. Die Band wandte sich 1981 der Neuen Deutschen Welle zu und gelangte damit zu ihren größten Erfolgen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1969 wurde die Gruppe – damals noch als JTO Meridian – von Heinz Putz gegründet. Dabei stand die Abkürzung „JTO“ für „Jugend Tanz Orchester“, eine damals in der DDR-Musikszene verwendete Bezeichnung für Musikbands.

1976 wurde die Band in Brigitte Stefan & Meridian umbenannt. Mit dem Erlangen von Berufsausweisen, welches Voraussetzung für ein professionelles Arbeiten in der DDR war,[3] wechselte die Band in das Profilager. Die Band spielte nun regelmäßig Rundfunkaufnahmen ein. Eine erste Plattenveröffentlichung gab es 1976 mit dem Song Oh, war das ein Typ.[4]

Mit dem Erfolg der Neuen Deutschen Welle fand die Band ihre musikalische Rolle in der DDR-Unterhaltungsmusik. Linie 6 im Stil der West-Berliner Band Ideal wurde ein erster Hit. Es folgten weitere erfolgreiche Songs wie Wenn Du denkst, ich bin doof, Männer und Allein.[5]

1985 veröffentlichte die Band nach diversen Rundfunkproduktionen und Einsätzen auf Amiga-Samplern ihr erstes Album.[6]

Ende der 1980er Jahre nannte sich die Gruppe in Brigitte Stefan & Band um. Nach der Wende löste sich die Band im November 1990 auf.

Brigitte Stefan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brigitte Stefan wurde als Brigitte Otto 1952 in Chemnitz geboren. Nach ihrer Lehre als Friseurin absolvierte sie eine Gesangsausbildung im Studio für Unterhaltungskunst Dresden. Von 1975 bis 1977 studierte sie Gesang an der Musikhochschule Dresden.[7]

Ihren Künstlernamen Brigitte Stefan entlieh sie dem zweiten Vornamen ihres Ehemanns Heinz Stefan Putz.[8]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Brigitte Stefan & Meridian (Amiga)
  • 1996: Augenblicke (Noiseworks / BuschFunk)
  • 2007: Die grössten Hits (Amiga)

Sampler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979: Schlagersterne 1 ’79 (Amiga)
  • 1980: Kleeblatt (2/1980) (Amiga)
  • 1982: Das Album Rock-Bilanz 1982 (Amiga)
  • 1982: Linie 6 - Neue Tanzmusik (Amiga)
  • 1987: Jugendliebe Vol.4 CD 2 (Amiga)
  • 2003: Starke Frauen (BMG)
  • 2003: Dt-64 Story Vol.6 (BMG)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Allein (Amiga)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rocklexikon der DDR
  2. Porträt bei ostbeat.de (Memento vom 24. Oktober 2011 im Internet Archive), abgerufen am 3. März 2014
  3. Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-303-9, S. 43.
  4. Porträt bei deutsche-mugge.de
  5. Christian Hentschel, Peter Matzke: Als ich fortging … Das große DDR-Rock-Buch. Neues Leben, Berlin 2007, ISBN 978-3-355-01733-6, S. 157.
  6. Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-303-9, S. 296.
  7. Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-303-9, S. 295.
  8. Ostrocklexikon P70