Bronchospasmolytikum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Bronchospasmolytikum (oder Broncholytikum, Bronchodilatator) ist ein Arzneimittel, das den Tonus der Bronchialmuskulatur senkt und damit eine Weitung der Bronchien bewirkt. Bronchospasmolytika werden typischerweise zur Behandlung des Asthma bronchiale und der COPD eingesetzt.

Wirkstoffgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pharmakologisch werden drei Wirkstoffgruppen von Bronchospasmolytika unterschieden:

β-Adrenozeptoragonisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimulation des β2-Adrenozeptors durch β2-Sympathomimetika führt zur Entspannung der Bronchialmuskulatur und löst einen Bronchospasmus. Vertreter dieser Substanzgruppe sind beispielsweise Salbutamol, Salmeterol, Terbutalin, Fenoterol, Reproterol, Clenbuterol oder Formoterol.

Theophyllin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theophyllin ist ein Xanthinderivat, dessen Wirkmechanismus noch nicht vollständig geklärt ist. Zum einen hemmt es in hohen Dosen das Enzym Phosphodiesterase, wodurch die Konzentration des second Messenger cAMP in der bronchialen Muskelzelle erhöht wird. Zum anderen blockiert Theophyllin die Adenosinrezeptoren, die sonst eine Verengung der Bronchien und die Ausschüttung von Histamin bewirken.

Muskarinrezeptorantagonisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parasympatholytika (Anticholinergika) verhindern die Bindung des Neurotransmitters Acetylcholin an den Muskarinischen Acetylcholinrezeptor. Kurz wirksam ist Ipratropiumbromid, lang wirksam sind Tiotropiumbromid, Glycopyrroniumbromid, Aclidiniumbromid und Umeclidiniumbromid.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Mutschler u. a.: Arzneimittelwirkungen. 8. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. Stuttgart 2001. ISBN 3-8047-1763-2
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!