Bußgottesdienst

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Bußgottesdienste sind eine gemeinschaftliche Form der Gewissenserforschung und des Sündenbekenntnisses. Die Römisch-katholische Kirche bietet sie besonders seit dem 2. Vatikanischen Konzil vor allem in den Vorbereitungszeiten auf die beiden höchsten Feste Ostern und Weihnachten an. Öffentliche Bußgottesdienste dienen lediglich einer gemeinsamen Vorbereitung auf die sakramentale Einzelbeichte. Der Bußgottedienst ersetzt die Beichte nicht. Daher darf, außer im Notfall (etwa in Todesgefahr), im Bußgottesdienst keine Absolution erteilt werden.

Die liturgische Form eines Bußgottesdienstes ist frei, da er nicht Teil der offiziellen Liturgie und nicht an bestimmte liturgische Zeiten gebunden ist. In der Regel handelt es sich um eine Wort-Gottes-Feier mit einem besonderen Bußteil, der z. B. aus einer Gewissenserforschung, einem gemeinsamen Gebet, einem Bußpsalm und/oder einem Lied bestehen kann. In der Regel folgt das Schuldbekenntnis mit der Vergebungsbitte.