Bubon

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Koordinaten: 36° 58′ N, 29° 24′ O

Karte: Türkei
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Bubon
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Türkei

Bubon (griechisch Βουβών) war eine antike Stadt in Kleinasien im nördlichen Lykien; seine Ruinen sind auf dem Dikmen Tepe beim heutigen Ort İbecik in der Türkei lokalisiert.

Als mythischer Gründer der Stadt galt der lykische Räuber Bubon. Bubon gehörte in späthellenistischer Zeit zu einem Vierstädtebund unter Führung Kibyras, der etwa 84–82 v. Chr. von den Römern aufgelöst wurde. Die Stadt war danach Mitglied des Lykischen Bundes und wurde mit diesem ein Teil der Provinz Lycia et Pamphylia.

Es sind nur noch wenige Baureste erhalten, darunter ein Theater. Im Zentrum der Stadt liegt ein antiker Bau, der wahrscheinlich dem Kaiserkult diente. Hier wurden in den frühen 1960er Jahren bei Raubgrabungen zahlreiche Bronzestatuen von Kaisern und Kaiserinnen gefunden, die heute über zahlreiche Sammlungen der Welt verstreut sind. Von 2004 bis 2006 fanden epigraphische und archäologische Feldforschungen unter der Leitung von Christina Kokkinia (Institute of Greek and Roman Studies, Athen) in Bubon und seinem Umland statt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • George Ewart BeanBubon (Ibecik) Lycia, Turkey. In: Richard Stillwell u. a. (Hrsg.): The Princeton Encyclopedia of Classical Sites. Princeton University Press, Princeton NJ 1976, ISBN 0-691-03542-3.
  • H. A. Ekinci: Boubon kurtarma kazısı 1993 [Rettungsgrabungen in Bubon 1993]. In: V. Müze Kurtarma Kazıları Semineri, Didim 25 - 28 nisan 1994. Ankara 1995, S. 333–343.
  • Hansgerd Hellenkemper, Friedrich Hild: Lykien und Pamphylien. Tabula Imperii Byzantini 8. Wien 2004, S. 487–489.
  • Jale İnan: Der Bronzetorso im Burdur-Museum aus Bubon und der Bronzekopf im J. Paul Getty Museum. In: Istanbuler Mitteilungen 27–28, 1977–78, S. 267–287.
  • Jale İnan: Der Bronzetorso im Typ des Diskophoros von Polyklet im Burdur-Museum. In: Polykletforschungen. Berlin 1993, S. 41–56.
  • Jale İnan: Neue Forschungen zum Sebasteion von Boubon und seinen Statuen. In: Akten des II. Internationalen Lykien-Symposions, Wien 6.-12. Mai 1990. Bd. 1, Wien 1993, S. 213–239.
  • Jale İnan: Boubon sebasteionu ve heykelleri üzerine son araştırmalar. [Letzte Untersuchungen am Sebasteion und den Statuen von Bubon] Arkeoloji ve Sanat Yayınları, İstanbul 1994.
  • Christopher P. Jones: Some new inscriptions from Bubon. In: Istanbuler Mitteilungen 27–28, 1977–78, S. 288–296.
  • Christina Kokkinia (Hrsg.): (Boubon. The Inscriptions and Archaeological Remains: A Survey 2004-2006. Athens 2008") (Rezension von N. P. Milner).
  • A. P. Kozloff: Bubon. A re-assessment of the provenance. In: Bulletin of the Cleveland Museum of Art 74, 1987, S. 131–143.
  • N. Milner: An inscription from Bubon. In: Studies in the history and topography of Lycia and Pisidia. In memoriam A. S. Hall. London 1994, S. 93–94.
  • Friedrich Schindler: Die Inschriften von Bubon (Nordlykien). Wien 1972 (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte 278, 3; Text der Inschriften).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]