Buchmaler

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Ein Buchmaler ist ein Künstler, der Manuskripte und Bücher mit Bildern, Ornamentin und Initialen illustriert. Gemeinsam mit Vergoldern und anderen Personen, die an der Ausschmückung eines Buches beteiligt sind, werden sie auch als Illuminatoren bezeichnet. Das Versehen der Texte mit farbigen Gliederungs- und Ordnungs- sowie einfachen Schmuckelementen, beispielsweise bei Anfangsbuchstaben und Absatzmarkierungen, war hingegen Aufgabe der Rubrikatoren.

Von der Spätantike bis zur Renaissance war die Buchmalerei eine der bedeutendsten Kunstgattungen, verlor jedoch mit der Ausbreitung des Buchdrucks und der Druckgraphik im 15. Jahrhundert stark an Bedeutung.

Als Illumination oder Illuminierung wird die Gesamtheit der in der Buchmalerei verwendeten Schmuckelemente bezeichnet, die somit neben den textbezogenen Illustrationen alle Auszeichnungen des Textes sowie die Gestaltung der Seitenränder umfasst. Zwar ist für die mittelalterlichen Buchillustrationen die Bezeichnung Malerei üblich, doch handelt es sich in der Regel um kolorierte Zeichnungen, bei deren Erstellung der Zeichner (Adumbrator) und der Maler nacheinander die Illustration gefertigt haben. Die verschiedenen Arbeitsschritte lagen entweder in der Hand eines Künstlers oder wurden arbeitsteilig in einer Werkstatt organisiert. Um ein gleichmäßiges Aussehen wiederkehrender Illuminationen z. B. innerhalb einer Auflage von Büchern zu gewährleisten, bediente man häufig sich eines Musterbuches.

Die ersten Buchmaler des frühen Mittelalters gab es in Klöstern, wo Mönche unter anderem als Schreiber, Maler und Buchbinder tätig waren. Als künstlerisch überragend gelten die Buchmaler der ottonischen Zeit um etwa 1000.[1] Bis ins 13. Jahrhundert blieben die meisten Buchmaler anonym, aber die Namen einiger dieser frühen Künstler sind überliefert. Namentlich sind solche Künstler erst seit dem 13. Jahrhundert in größerer Zahl bekannt. Im 15. Jahrhundert waren berühmte Künstler Leiter großer Werkstätten.

Zu den bekannten Buchmalern des 16. Jahrhunderts zählt Georg Hoefnagel.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Horst Wolf: Deutsche Buchmalerei des Frühmittelalters. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1989, ISBN 3-374-00843-7, S. 16–19 (Visionen der ottonischen Bildsprache) und 47.
  2. Dagmar Thoss: Georg Hoefnagel und seine Beziehungen zur Gent-Brügger Buchmalerei. In: Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen in Wien. Band 82/83, 1986/87, S. 199–211.