Bucket-Fundament

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Ein Bucket-Fundament ist eine Gründungsart für Offshore-Konstruktionen. Es wurde von der dänischen Firma Marine Business Development Offshore Power entwickelt.

Neben herkömmlichen See-Installationen wird es auch für Windenergieanlagen eingesetzt. Erstmals 2002 wurde eine Vestas V90 (3 MW) auf einem derartigen Fundament im Hafen von Frederikshavn an der Nordspitze Jütlands errichtet.[1][2] Im Windpark Borkum Riffgrund 1 steht seit August 2016 eine Siemens SWT-4.0-120 auf einem Jacket mit drei Suction Buckets. Erstmals in größerer Stückzahl in einem Windpark eingesetzt werden solche Bucket-Fundamente im OWP Borkum Riffgrund 2, wo sie für 20 der 56 Vestas V164-8.0 Windenergieanlagen vorgesehen sind, und zwar an den Standorten mit größerer Wassertiefe.[3][4]

Das Fundament besteht aus einem nach unten geöffneten Stahlzylinder, der auch zur Namensgebung beigetragen hat (bucket= engl. für Eimer). Dieser Zylinder wird auf den Meeresboden gesetzt und anschließend leergepumpt. Der oben auflastende hydrostatische Druck presst dabei das Fundament in den Meeresboden. Dafür sind Wassertiefen ab 30 m ausreichend. Das Bodenmaterial im Inneren des Zylinders stützt das Fundament und verankert es im Meeresgrund.[5]

Diese Gründungsart eignet sich nur für Sedimentböden. Sie ist jedoch einfach, leise und schnell ausführbar und lässt sich nach Ablauf der Lebensdauer der Anlage leicht wieder entfernen, indem Wasser in den Zylinder gepresst wird, und er sich so wieder aus dem Boden hebt.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frederikshavn Offshore Wind Farm. 4C Offshore, abgerufen am 23. November 2013 (englisch).
  2. Frederikshavn Offshore Wind Farm. LORC Knowledge, abgerufen am 23. November 2013 (englisch).
  3. Drei Offshore-Konzepte für die Zukunft. Erneuerbare Energien, April 2014.
  4. DONG, NGI install suction anchor at Borkum Riffgrund 2. Offshore Engineer, 1. Juli 2016.
  5. a b Fundamente und Gründungsstrukturen. offshore-windenergie.net, abgerufen am 21. November 2013.