Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bunsen-Gesellschaft)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie
Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie Logo.svg
Zweck: Fachverband
Vorsitz: Joachim Sauer[1]
Gründungsdatum: 1894
Mitgliederzahl: 1700
Sitz: Frankfurt am Main

Die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie wurde 1894 in Kassel als Deutsche Elektrochemische Gesellschaft gegründet. Gründungsmitglieder waren Jacobus Henricus van ’t Hoff, Wilhelm Ostwald und Walther Nernst. Die Gesellschaft wurde 1902 zu Ehren von Robert Bunsen umbenannt in Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Angewandte Physikalische Chemie. Seit 1936 führt sie den heutigen Namen.

Der Sitz der Bunsen-Gesellschaft befindet sich in der Varrentrappstraße in Frankfurt am Main, benannt nach dem Chemiker Franz Varrentrapp. Das Archiv befindet sich im Gebäude des Liebig-Museums in Gießen.

Bunsen-Tagung, Mai 1928 in München

Jährlich findet seit 1894 an wechselnden Orten in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland die Bunsen-Tagung mit etwa 700 Teilnehmern statt.

Bunsen-Denkmünze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft zeichnet Wissenschaftler mit der Bunsen-Denkmünze aus, die 1907 von Henry Theodor von Böttinger gestiftet wurde. Preisträger sind[2]:

Nernst-Haber-Bodenstein-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nernst-Haber-Bodenstein-Preis wird zur Anerkennung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen in der Physikalischen Chemie im Gedächtnis an Max Bodenstein, Fritz Haber und Walther Nernst von der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie an jüngere Wissenschaftler bis zu etwa 40 Jahren verliehen.

van't Hoff Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der van't Hoff Preis wird seit 2009 in jedem dritten Jahr an herausragende aktive Forscher in der Physikalischen Chemie verliehen. Der Preis wurde 2008 vom Nobelpreisträger Gerhard Ertl zu Ehren des ersten Nobelpreisträgers in Chemie Jacobus Henricus van ’t Hoff gestiftet; er besteht aus einer Silbermedaille, einer Urkunde und einem Preisgeld von 20000 Euro. Preisträger sind[3]:

Wilhelm Ostwald Nachwuchspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wird gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft verliehen für eine Dissertation oder gleichwertige Arbeit, die Brücken zwischen verschiedenen Disziplinen herstellt. Der Preisträger darf nicht älter als 33 Jahre sein, die Arbeit nicht mehr als zwei Jahre zurückliegen und der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt sind Hochschullehrer. Der Preisträger kann seine Arbeit auf einer Tagung der drei Gesellschaften vorstellen.[4]

Preisträger waren:[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walther Jaenicke: 100 Jahre Bunsen-Gesellschaft 1894–1994. Steinkopff, Darmstadt 1994, ISBN 3-7985-0979-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorstand der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie
  2. Inhaber der Bunsen-Denkmünze
  3. Inhaber des van't Hoff Preises
  4. Zum Preis bei der Ostwald Gesellschaft (PDF)
  5. Bunsengesellschaft