Burg Schaaken

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Burg Schaaken
Reste

Reste

Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Ordensburg
Ort: Kurortnoje
Geographische Lage 54° 54′ 21″ N, 20° 40′ 8″ OKoordinaten: 54° 54′ 21″ N, 20° 40′ 8″ O
Burg Schaaken (Oblast Kaliningrad)
Burg Schaaken

Die Burg Schaaken war eine Ordensburg des Deutschen Ordens in dem damals ostpreußischen Dorf Liska-Schaaken, heute Nekrassowo in der russischen Oblast Kaliningrad.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vormalige Schaaken[1] entstand als Burg des Deutschen Ordens nordöstlich von Königsberg (Preußen), 3 km vom Kurischen Haff, und bestand[2] aus Liska-Schaaken mit Domäne Schaaken (heute unter dem Namen „Nekrassowo“ zusammengeführt) und Kirche Schaaken (russisch: Schemtschuschnoje). Schon zu prußischer Zeit befand sich hier ein Handelsplatz mit einer Befestigungsanlage, die der Deutsche Orden für seine Verteidigungszwecke nutzte. 1397 wurde Burg Schaaken von einem Pfleger verwaltet und der Komturei Königsberg unterstellt. Bis 1503 gab es 21 Pfleger; im Herzogtum Preußen wurde diese Funktion von einem Amtshauptmann ausgeführt. 1606 brannte die Burg durch ein Unglück ab. 1711 und 1717 hat Zar Peter der Große hier übernachtet. Im Siebenjährigen Krieg bezog Alexander Wassiljewitsch Suworow hier sein Hauptquartier. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg im Stil der Romantik umgestaltet. Nach 1945 ist die Burganlage stark verfallen. Es gibt Pläne, sie als ein deutsch-russisches Begegnungszentrum wiederaufzubauen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tomasz Torbus: Die Konventsburgen im Deutschordensland Preußen. Oldenbourg, München 1998, ISBN 3-486-56358-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nekrasowo Castle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Liska-Schaaken
  2. Geschichte von Nekrassowo Schaaken bei ostpreussen.net
  3. Ordensburg Schaaken im Samland (Ostpreußen): Wiederaufbau als deutsch-russische Begegnungsstätte.