Burg Stallegg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Burg Stallegg
Burg Stallegg

Burg Stallegg

Alternativname(n): Stahlegg, Stacheleck
Entstehungszeit: 1200 bis 1300
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Löffingen-Göschweiler
Geographische Lage 47° 51′ 20,2″ N, 8° 17′ 16,8″ OKoordinaten: 47° 51′ 20,2″ N, 8° 17′ 16,8″ O
Höhe: 776 m ü. NN
Burg Stallegg (Baden-Württemberg)
Burg Stallegg

Die Burg Stallegg, auch Stahlegg oder Stacheleck genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf 776 m ü. NN beim Ortsteil Göschweiler der Stadt Löffingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Ein auch Räuberschlößle genanntes Bauwerk[1] befindet sich dort in der Nähe auf 720 m ü. NN. Es soll sich dabei jedoch nicht um eine Burg gehandelt haben, eher ein Gebäude als Versteck. Eventuell sind die beiden überlieferten Bauwerke identisch.

Mit Sicherheit wurde die Burg Neu-Blumberg weder Räuberschlößle genannt, noch lag diese bei Göschweiler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde von den Rittern von Stallegg erbaut. Diese werden erstmals um 1240 genannt und kommen bis Ende des 14. Jahrhunderts vor. In einigen Quellen wird Heinrich III. von Stahleck, Bischof von Straßburg, als ein Mitglied dieses Geschlechtes genannt.[2] Dies ist jedoch als nicht korrekt zu bezeichnen, er stammte von Burg Stahleck bei Bacharach.[3] 1292 wird ein Mitglied der Familie bzw. einer Seitenlinie der Herren von Blumberg als Besitzer genannt. Später teilten sie sich die Burg mit den Herren von Allmendshofen und den Herren von Bern. Mitte des 15. Jahrhunderts sind die von Allmendshofen alleinige Besitzer, am Anfang des 16. Jahrhunderts die Herren von Roggenbach. 1564 fiel die Burg an die Grafen von Fürstenberg. 1509 wird sie als Burgstall genannt, 1593 heißt es Schloss und Burgstall. Zu der Burg gehörte das naheliegende, noch bestehende Hofgut Stallegg. Von der ehemaligen Burganlage ist eine Mauer erhalten.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geringen Mauerreste stehen an einem Steilhang unweit der Wutachschlucht. In der Nähe befindet sich das Flusskraftwerk Stallegg und die über 300 Jahre alte Stallegger Tanne, ein geschütztes Naturdenkmal.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arthur Hauptmann: Burgen einst und jetzt. Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Verlag Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1, S. 276.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aufstieg zum Räuberschlössle. suedschwarzwald.biz, abgerufen am 29. März 2017.
  2. Eduard Schuster: Die Burgen und Schlösser Badens, S. 116.
  3. Josef Heinzelmann: Heinrich von Stahleck, Bischof von Straßburg 1245−1260. Seine Nepoten und seine Herkunft. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte. 35 (2009), S. 25−72. ISSN 0170-2025