Burg Staufen (Breisgau)

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Burg Staufen
Ruine der Burg Staufen im Breisgau

Ruine der Burg Staufen im Breisgau

Entstehungszeit: 1100 bis 1200
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Staufen im Breisgau
Geographische Lage 47° 53′ 10,2″ N, 7° 43′ 53,9″ OKoordinaten: 47° 53′ 10,2″ N, 7° 43′ 53,9″ O
Höhe: 375 m ü. NHN
Burg Staufen (Breisgau) (Baden-Württemberg)
Burg Staufen (Breisgau)

Die Burg Staufen ist die Ruine einer Höhenburg in exponierter Lage auf einem 375 m ü. NHN[1] hohen Hügel im Norden der Stadt Staufen im Breisgau im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde und Ausgrabungen weisen darauf hin, dass bereits in der Römerzeit auf dem Hügel an der Stelle der heutigen Burgruine ein Wachturm stand.

Die Burg stammt wahrscheinlich aus dem frühen 12. Jahrhundert und wurde von den Herren von Staufen errichtet. Adalbert von Staufen errichtete das Burghaus um 1100.

In einer Urkunde des Jahres 1248 wurde die Burg Staufen erstmals ausdrücklich erwähnt. Geldknappheit und erfolglose Fehden der Herren von Staufen mit der nahen Stadt Freiburg führten im 14. Jahrhundert dazu, dass sich Freiburg Einfluss auf der Burg Staufen verschaffen konnte.[2]

In den Jahren 1327 und 1337 konnte die Stadt Anteile an der Burg erwerben und ein so genanntes Öffnungsrecht durchsetzen. Damit war es den übrigen Burgbesitzern verboten, von der Burg aus etwas gegen die Stadt Freiburg zu unternehmen. Im Gegenzug mussten Aktionen der Stadt unterstützt werden und die Burg den Truppen stets offenstehen.

Mit Georg Leo von Staufen erlosch 1602 das Geschlecht der Herren von Staufen. Seit 1607 war die Burg nicht mehr bewohnt. Die unverteidigte Burg Staufen wurde im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen besetzt, die sie 1632 niederbrannten und zerstörten.

1896 erwarb die Stadt Staufen die Ruine und ließ sie renovieren. 1954 und 1960 erfolgte erneut eine Renovierung der Burgruine. Von der Burg sind noch die Umfassungsmauern erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon. Würzburg 1998.
  • Max Miller, Gerhard Taddey: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6. Baden-Württemberg. Stuttgart 1965
  • Klaus Jebens: Die Burg Staufen und ihre Bewohner. Lavori-Verlag, Freiburg (Breisgau) 2001, ISBN 3-935737-40-3.
  • Boris Bigott: Die Herren von Staufen - ihre Burg und ihre Stadt. In: Das Markgräflerland. Band 2/2003, S. 92–111.
  • Josef Bader: Dingrotel von S. Trudbert im Breisgau. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Band 21, Karlsruhe 1868, S. 432–465.
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden. Tübingen/ Leipzig 1904, Sechster Band, Erste Abtheilung - Kreis Freiburg, S. 478–480 (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Staufen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. s. Bader, ZGORh. Bd. 21, S. 439.