Burg Zähringen (Gundelfingen)

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Burg Zähringen
Burg Zähringen

Burg Zähringen

Entstehungszeit: um 1000
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Fürsten
Ort: Zähringen
Geographische Lage 48° 1′ 31″ N, 7° 53′ 3″ OKoordinaten: 48° 1′ 31″ N, 7° 53′ 3″ O
Höhe: 478,3 m
Burg Zähringen (Gundelfingen) (Baden-Württemberg)
Burg Zähringen (Gundelfingen)
Die Zähringer Burg um 1500

Die Burg Zähringen ist die Ruine einer Höhenburg bei Freiburg im Breisgau oberhalb des Ortsteiles Zähringen auf 478,3 m ü. NN. Sie ist Namensgeber des Adelsgeschlechts der Zähringer und liegt auf einem Ausläufer des Roßkopfes auf heutigem Gemarkungsgebiet des Gundelfinger Ortsteils Wildtal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits aus der neolithischen Michelsberger Kultur finden sich anscheinend Siedlungsspuren auf dem Zähringer Burgberg, gefolgt von Kelten der Hallstattzeit, die den Gipfel durch eine Holz-Erde-Konstruktion befestigt hatten, und der Latènezeit etwa ab dem 7. Jh. v. Chr. Im 4./5. nachchristlichen Jahrhundert bestand dann eine alamannische Höhensiedlung, möglicherweise in Zusammenhang mit einem alamannischen Kleinkönig, für die der Burgberg großflächig planiert worden war.[1] Erste Erwähnungen des Ortsnamens Zähringen datieren von kurz nach dem Jahr 1000, es ist allerdings nicht klar, ob damit bereits eine Befestigung oder der heutige Freiburger Stadtteil Zähringen gemeint ist. Die erste sichere Erwähnung der Burg Zähringen erfolgte im Jahr 1128, als eine Urkunde im Rotulus Sanpetrinus apud castrum Zaringen ausgestellt wurde. Berthold II. zog 1091 aus der Burg aus und begann mit dem Bau der Burg Freiburg auf dem Schlossberg, da deren Lage aus militärischer und handelsstrategischer Sicht vorteilhafter erschien.

Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 zog Kaiser Friedrich II. die Zähringer Burg als Reichslehen ein. Zwischen 1275 und 1281 wurde die Burg in Besitzstreitigkeiten zwischen dem Reich und den Grafen von Urach und Freiburg mehrfach zerstört und wiederaufgebaut.

1327 wurde die Burg von den Freiburger Grafen für 303 Mark Silber an den Ritter Schnewlin Berenlapp verkauft[2], 1422 erwarben die Markgrafen von Baden einen Teil der Anlage, 1815 ging die bereits im Bauernkrieg 1525 endgültig zerstörte Burg vollständig in den Besitz des Hauses Baden über.

Seit 1851 feiert die Freiburger Burschenschaft Teutonia ihr Stiftungsfest auf der Zähringer Burg.[3][4]

Heute ist die Burganlage im Besitz der Stadt Freiburg; sie ist als Ruine mit großem zinnengekröntem Rundturm aus dem 13. Jahrhundert mit einer Aussichtsplattform erhalten.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur
  • Alfons Zettler, Thomas Zotz: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. I. Nördlicher Teil, Halbband A–K. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2003, ISBN 3-7995-7364-X, S. 160–174.
  • Peter Albert: Die Burg Zähringen und ihre Besitzer. Geschichte und Beschreibung, Freiburg im Breisgau 1912.
  • J. B. Fischer: Geschichtlicher Überblick. In: Badischer Architecten- und Ingenieur-Verein, Oberrheinischer Bezirk (Hrsg.): Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, S. 23 (Scan bei Wikisource).
  • Joseph Schlippe: Burg Zähringen, in: Badische Heimat, 44(1964), 1/2, S. 113–125.
Weblinks
 Commons: Burg Zähringen (Freiburg im Breisgau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
  1. Vasco Hachtmann, Die eisenzeitliche Keramik vom Zähringer Burgberg bei Freiburg im Breisgau. Verlag Marie Leidorf, Rahden/Westf. 2011. S. 5
  2. ZGORh. 12, S. 456
  3. Karl Schmid (Hrsg.): Die Zähringer. Band 1: Eine Tradition und ihre Erforschung.. Sigmaringen 1986, S. 228.
  4. Hans Schadek und Karl Schmid (Hrsg.): Die Zähringer. Band 2: Anstoß und Wirkung.. Sigmaringen 1986, S. 389.