Butylselenomercaptan

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Strukturformel
Strukturformel von Butylselenomercaptan
Allgemeines
Name Butylselenomercaptan
Andere Namen

Butylselenol

Summenformel C4H10Se
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 16645-08-2
PubChem 5255143
Wikidata Q130175
Eigenschaften
Molare Masse 137,08 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,24 g·cm−3[1]

Siedepunkt

114 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 331​‐​301​‐​373​‐​410
P: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Butylselenomercaptan ist eine organische chemische Verbindung des Selens und das Selenanalogon des Butanols.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Butylselenomercaptan lässt sich durch Reaktion von Natriumhydrogenselenid-Lösung mit Butylchlorid oder -bromid gewinnen.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Butylselenomercaptan ist eine äußerst übelriechende Flüssigkeit. Der Geruch erinnert an eine Kombination aus verfaulendem Kohl, Knoblauch, Zwiebeln, verbranntem Toast und Faulgas. Wie fast alle Thiole und Selenole reagiert Butylselenol als sehr schwache Säure.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c L. Tschugaeff: Über Selenomercaptane und einige Derivate derselben. In: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 42, 1909, S. 49–54, doi:10.1002/cber.19090420107.
  2. Eintrag zu Selenverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Selenverbindungen mit Ausnahme von Cadmiumsulfoselenid, soweit in diesem Anhang nicht gesondert aufgeführt im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.