Cândido Godói

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Cândido Godói
-27.95-54.766666666667322Koordinaten: 27° 57′ S, 54° 46′ W
Karte: Brasilien
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Cândido Godói

Cândido Godói auf der Karte von Brasilien

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio Grande do Sul
Stadtgründung 10. September 1963
Einwohner 6535 (2010 Volkszählung[1])
Detaildaten
Fläche 246'275 km²
Bevölkerungsdichte 26,5 Ew./km²
Höhe 322 m
Stadtvorsitz Valdi Luis Goldschmidt
Portico Candido Godoi.jpg

Cândido Godói ist eine brasilianische Kleinstadt im Distrikt Rio Grande do Sul nahe der Grenze zu Argentinien.

Durch die 1963 gegründete Stadt führt die Straße RS-165 in Nord-Süd-Richtung, die im Norden auf die Straße RS-307 trifft, welche in Ost-West-Richtung vorbeiführt. Die Einwohnerzahl beträgt 6.762 (Stand 2008) auf einer Fläche von 246.275 km². Den Stadtvorsitz hat Valdi Luis Goldschmidt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich auf dem Gebiet, wo früher einheimische Indianer aus dem Tapes-Stamm angesiedelt waren. Die ersten europäischen Kolonisatoren waren Spanier. Das Gebiet ging später durch einen zwischen den Kolonialmächten Portugal und Spanien ausgehandelten Vertrag (Vertrag von Tordesillas) an Portugal über. Obwohl ursprünglich von Spaniern bewohnt, stellen heute deutsch- und polnischstämmige Einwohner die Mehrheit. Der Ortsname erinnert an den bei der Gründung im Amt gewesenen brasilianischen Minister für öffentliche Arbeiten José Cândido Godói.[2]

„Welthauptstadt der Zwillinge“[Bearbeiten]

In Cândido Godói werden überdurchschnittlich häufig Zwillinge geboren.[3] Die Ortschaft bezeichnet sich daher selbst auch als „Welthauptstadt der Zwillinge“ oder als „Land der Zwillinge“ (Original: Capital Mundial dos Gêmeos bzw. Terra dos Gêmeos).[4] Dem Zwillingsphänomen ist im örtlichen Museum eine Ausstellung gewidmet,[5] seit 2003 findet alljährlich ein Zwillingsfest statt.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ibge.gov.br (PDF; 51 kB) Bevölkerungsdaten der Volkszählung 2010 des IBGE, 2010 (portugiesisch), abgerufen am 5. März 2011
  2. Ortsgeschichte auf der offiziellen Website von Candido Godoj
  3. Studie von 1996, PMID 9181177
  4. offizielle Website von Candido Godoj
  5. offizielle Website von Candido Godoj, Museu Municipal
  6. Festa celebra gêmeos de Cândido Godói. In: Zero Hora, 18. April 2008