Calisthenics

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Calisthenics-Übung: Die menschliche Flagge

Die Calisthenics (griechisch: καλός, kalos „schön“, „gut“ und σθένος, sthenos „Kraft“) bzw. Kalisthenie sind eine Form des körperlichen Trainings, das eine Reihe von einfachen, oft rhythmischen Bewegungen beinhaltet und für die nur das eigene Körpergewicht genutzt wird. Trainingsgeräte und Zubehör werden im Allgemeinen nicht benötigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden klassische Eigengewichtübungen abgewandelt und mit Elementen aus anderen Sportarten kombiniert. Ausgangspunkt des Ganzen war New York. Durch die dort vorhandenen Sportparks konnten die Menschen ohne Fitnessstudios ihrem Training nachgehen. Sport oder Workout Parks bestehen dabei meist aus diversen Klimmzugstangen, Barren und Hangelstrecken, so dass hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert wird.

Verschiedene Gruppen entwickelten ihren eigenen Stil, indem sie die klassischen Calisthenics mit Übungen aus dem Turnen, Breakdance, Hip Hop und Freerunning kombinierten oder sich selbst neue Bewegungen ausdachten. Diese Gruppen stellten Videos der neuartigen Form von Calisthenics ins Internet und lösten damit, vor allem in Osteuropa, einen regelrechten Boom aus.

2011 wurde die erste Weltmeisterschaft für Calisthenics/Street Workout in Riga abgehalten. Ausrichter ist die WSWCF (World Street Workout and Calisthenics Federation). Seitdem findet jedes Jahr eine Weltmeisterschaft statt.

Zu den bekanntesten Vertretern der modernen Calisthenics gehören unter anderem die Gruppen Bartendaz, Baristi, Barstarzz, Bar-Barians und Street Workout Ukraine und Einzelpersonen wie unter anderem Hannibal for King und Frank Medrano.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene, calisthenics-praktizierende Gruppen formten den Begriff „Street Workout“ oder auch „Ghetto Fitness“. Darüber hinaus wird auch der Begriff „Body Weight Exercises“ (deutsch Eigengewichtübung) für die Umschreibung der Calisthenics benutzt. Der Inhalt dieser Namen unterscheidet sich dabei nicht von der neu kreierten Form der Calisthenics, dient aber als neuer Begriff für die Kombination von klassischen Calisthenics mit anderen Elementen.

Calisthenics in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Eigengewichtübung

Der Begriff Calisthenics ist in Deutschland nicht sehr verbreitet. Die im Rahmen des Sportunterrichtes an Schulen benutzten Übungen werden weiterhin „Körpergewichtsübungen“ oder „Spannungsübungen“ genannt.

Im Gegensatz zu anderen Ländern besaß Deutschland lange Zeit keine Outdoor-Trainingsparks. Seit 2011/2012 entstanden dennoch in einigen Städten in Deutschland sowie in der Schweiz Mannschaften für diese Sportart.[1] Am 20. Juli 2013 wurde von Baristi Workout und der WSWCF in Offenburg der erste „Street Workout World Cup Deutschland“ organisiert, bei dem sich mehrere Sportler für das World Cup Finale in Moskau qualifizierten.[2] 2013 veröffentlichte das Magazin Fit for Fun einen der ersten Beiträge über Calisthenics in Deutschland.[3] Durch eine am 30. August 2013 ausgestrahlte Reportage bei Galileo wurde der Sport auch dem deutschen Fernsehpublikum vorgestellt.[4]

Seit einigen Jahren steigt auch in Deutschland die Verfügbarkeit sogenannter Calisthenics Parks.[5] Diese Outdoor-Fitness-Geräte im öffentlichen Raum finden sich meist an einem zentralen Platz im urbanen Raum und bieten Trainingsgeräte für Calisthenics-Sportler. Ähnlich einem zentralisierten Trimm Dich Pfad befinden sich dort im Wesentlichen funktionelle und vielfach einsetzbare Krafttrainingstationen an einem Platz. Neben Klimmzugstangen (Reckstangen), Parallelbarren, Sprossenwänden und Hangelstrecken finden sich hier häufig horizontale und vertikale Leitern sowie Abwandlungen dieser. Die Ausstattung ist in den meisten anderen Ländern jedoch schon fortgeschrittener. Auch die Anzahl der Parks ist bislang recht begrenzt, so gibt es in ganz Deutschland nur rund 694 Parks.[6][7]

Trainingsmethoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da beim Calisthenics[8], mit Ausnahme von Gewichtswesten, kaum zusätzliche Gewichte verwendet werden, ist das bei den Übungen bewegte Gewicht weitestgehend konstant. Um eine progressive Mehrbelastung zu gewährleisten, erschwert man beim Calisthenics das Training durch die Veränderung des Hebelarmes, Progressionen zu schwierigeren Übungen (z.B. vom Klimmzug zum einarmigen Klimmzug), explosive Übungsausführung oder Supersätze.

Gebräuchliche Übungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verzeichnis für deutsche Calisthenics Gruppen
  2. Offizielle Ergebnisse Street Workout World Cup Deutschland 2013
  3. Calisthenics vorgestellt
  4. Galileo Reportage: „Calisthenics – Street Workout“
  5. Calisthenics Parks – Street Workout Spots Map – Home of the bars. In: calisthenics-parks.com. Abgerufen am 10. November 2016.
  6. Calisthenics Parks - Street Workout Spots Map - Home of the bars. In: calisthenics-parks.com. Abgerufen am .
  7. Calisthenics Parks - Liste mit Spots in Deutschland. Abgerufen am 22. Oktober 2017.
  8. Calisthenics – Muskelaufbau im Freien. In: Fit mit Lena. 15. November 2016 (fitmitlena.de [abgerufen am 15. November 2016]).