Captain Gips

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Captain Gips beim Wilwarin Festival 2014

Captain Gips (* in Hamburg, bürgerlicher Name Arne Ihlenfeld[1]) ist ein deutscher Rapper.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1990er begann Captain Gips eigene Texte zu schreiben und gründete die Rap-Crew Diebe der Zeit, die 1998 ein Demo veröffentlichten und diverse Shows in ganz Deutschland eröffnen. 2002 nimmt Captain Gips ein erstes Solotape auf. Nach der EP Schluss mit lustig lösen sich die Diebe der Zeit auf. Captain Gips macht alleine weiter und veröffentlicht 2006 das Album Transformer und das Mixtape Von oben herab.[2]

2009 gründet er ein Projekt namens Optimus Prime, bei dem er neben Captain Gips die drei unterschiedlichen Charaktere King Fuck (Gangster-Rap), MC Fresh (Backpackrapper) und den Funrapper Florida Klaus verkörpert.[3]

2010 folgt das Album Neonschwarz, ein Download-Album mit Johnny Mauser. Auf dem Album findet sich das Lied Flora bleibt, einem Lied das zur Unterstützung der Roten Flora geschrieben wurde. Kurz nach der Veröffentlichung wurde das Lied und damit der ganze Tonträger von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Die Jugendschützer sahen in dem Lied einen Aufruf zur Gewalt.[4]

Captain Gips gründet danach mit Johnny Mauser und der Sängerin Marie Curry das Projekt Neonschwarz, das bei Audiolith Records unterschreibt. Die erste Veröffentlichung ist das Video zu On a Journey, noch aus dem Neonschwarz-Album. Es folgt 2012 die EP Unter’m Asphalt der Strand. Parallel veröffentlichte Captain Gips die Singles Was ihr liebt und Bettman. 2013 folgt eine Split-Single von Neonschwarz mit Kobito.

Sein drittes Solo-Album heißt 20.000 Meilen unter dem Yeah und ist im November 2013 erschienen. Als Gäste wirken Marie Curry, Ira Atari, Kolya und B-Low von Digger Dance mit. Als offizielle Single wurde Faust in der Tasche mit dem Bonusstück Pennen veröffentlicht.[5]

Am 14. Dezember 2014 gab Captain Gips bekannt, dass das Landeskriminalamt Hamburg gegen ihn wegen Volksverhetzung ermittelt. Grund ist der Text des Songs NaziFreieZone, den er zusammen mit Johnny Mauser 2012 als Aufruf zu einer Gegendemonstration gegen einen Neonazi-Aufmarsch verfasst hat.[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Diebe der Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Demotape
  • 2002: Schluss mit lustig (EP)

Mit Neonschwarz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Unter’m Asphalt der Strand (EP, Audiolith Records)
  • 2013: In deiner Stadt/Fangen spielen (Split-Single mit Kobito, Audiolith Records)
  • 2014: Fliegende Fische (Album, Audiolith Records)
  • 2016: Metropolis (Album, Audiolith Records)

Kollaborationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Neonschwarz (Downloadalbum mit Johnny Mauser, indiziert)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Captain Gips. Abgerufen am 17. Oktober 2017 (englisch).
  2. Biografie. Laut.de; abgerufen am 3. Mai 2013.
  3. Dani Fromm: Mit Schmackes zwischen alle Stühle. Laut.de; abgerufen am 3. Mai 2013.
  4. Ilrike Schmidt: Osnabrücker Verwaltung gesteht Fehler ein und nimmt Bescheid zurück. Osnabrücker Zeitung, 10. November 2012; abgerufen am 15. Oktober 2015.
  5. Popshot: Albumkritik zu "20.000 Meilen unter dem Yeah". 20. November 2013; abgerufen am 20. November 2013.
  6. Ayke Süthoff: Pegida, Ausländerhass und die rechte Klagewelle gegen Musiker wie Antilopen Gang und Captain Gips. Vice, 15. Dezember 2014; abgerufen am 17. Dezember 2014.
  7. Captain Gips - Hug Life. auf audiolith.net. Abgerufen am 22. Februar 2014.