Cemil Bayık

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Cemil Bayık (* im Dorf Aşağı Çakmak in der Provinz Elazığ) ist ein Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans und Co-Vorsitzender des Exekutivrats der Koma Civakên Kurdistan, der Dachorganisation der PKK. Sein Kampf- und Deckname lautet Cuma.[1]

Über das Leben Bayıks ist wenig bekannt. Er wurde als Sohn von Mustafa Bayık geboren. Cemil Bayık hat drei Brüder und eine Schwester. Sein Vater verstieß ihn 1976.[2] Bayık beherrschte zunächst nur die türkische Sprache, bevor er sich seiner kurdischen Herkunft zuwandte. Über seinen Freund Kemal Pir kam Bayık mit dem Vorsitzenden Apo, Abdullah Öcalan, in Kontakt.[1]

Bayık schloss sich 1976 der Gruppierung um Öcalan an. Er war an der Parteigründung beteiligt und gemeinsam mit Şahin Dönmez und Öcalan Mitglied im ersten „Zentralkomitee“ der Partei. Er führte den militärischen Flügel der Organisation, die Artêşa Rizgariya Gelê Kurdistan(ARGK, übersetzt etwa „Volksbefreiungsarmee Kurdistans“).[3] Bayık galt lange Jahre als die Nummer zwei innerhalb der PKK.[4] Nach der Ergreifung Öcalans übernahm er kurzfristig die Führung der Organisation.[5] Er überlebte diverse Machtkämpfe innerhalb der PKK-Führung.

Bayık wurde im Juli 2013 als Co-Vorsitzender im Exekutivrat der Koma Civakên Kurdistan (KCK) gewählt. Im April 2015 äußerte er in einem Interview „Wir möchten nicht mehr gegen die Türkei kämpfen. Wir sagen: Es reicht mit dem Kämpfen.“ Seine Organisation strebe inzwischen keinen eigenen Staat mehr an, sondern eine politische Lösung.[6] Zuvor hatte Öcalan die PKK dazu aufgerufen, einen Kongress abzuhalten und die Niederlegung der Waffen zu beschließen.[7]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b welt.de 23. August 2015: "Ja, es gab interne Hinrichtungen"
  2. [1]
  3. Martin van Bruinessen: Kurdish Ethno-nationalism Versus Nation-building States. University of Michigan 2000, S. 286
  4. Michael M. Gunter: The Kurds and the Future of Turkey. New York 1997, S. 26
  5. Paul J. White: Primitive Rebels Or Revolutionary Modernisers? Zed Books 2001, S. 189
  6. wdr.de 9. April 2015: PKK entschuldigt sich bei Deutschland
  7. Deutsche Welle / Baha Güngör 21. März 2015: Erdogan verspielt Vertrauen (Kommentar)