Abdullah Öcalan

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Abdullah Öcalan (1997)

Abdullah Öcalan (auch Apo genannt; * 4. April 1949 in Ömerli, Şanlıurfa, Türkei) ist einer der Führer der unter anderem in den USA, in den Staaten der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuften PKK, deren Vorsitzender er von ihrer Gründung 1978 bis zu ihrer Umbenennung 2002 war.

Laut Gründungsvertrag der jüngsten, aus der PKK hervorgegangenen Organisation, der KCK, obliegt Öcalan weiterhin die Führung. Er wird daher von seinen Anhängern „Serok“ (Führer) genannt und genießt bei diesen eine kultartige Verehrung.

Leben

Abdullah Öcalan ist Sohn einer Türkin und eines Kurden.[1]

Persönliches

Ende der 1970er Jahre heiratete Öcalan die Studentin Kesire Yıldırım (* 21. Oktober 1951[2]). Innerhalb der Organisation gab es starke Vorbehalte gegen die Ehe als Institution und gegen die Herkunft seiner Frau. Bereits 1980 trennten sich die beiden. Zwischenzeitlich spielten einige von Öcalans Anhängern mit dem Gedanken, Yıldırım zu ermorden. 1984 ließ Öcalan sie festsetzen.[3] Es wurde ein Todesurteil verhängt, Öcalan verhinderte jedoch die Ausführung.[4] Später wurde sie begnadigt und damit beauftragt, die Parteiarbeit in Athen zu organisieren. 1988 unternahm Yıldırım in Athen schließlich einen innerparteilichen Putschversuch gegen Öcalan, scheiterte aber dabei.[5] Dilek Öcalan, seit der Parlamentswahl in der Türkei 2015 Abgeordnete der HDP, ist Öcalans Nichte.[6]

Studium und Anfänge des politischen Engagements

Anhänger Öcalans in London 2003

Anfang der 1970er Jahre begann Öcalan in Ankara Politikwissenschaft zu studieren. Dort kam er mit sozialistischen Ideen in Kontakt und entwickelte Sympathie für die THKP-C. Der politische Einfluss der THKP-C stieg in der damaligen Zeit sowohl bei der türkischen als auch der kurdischen Bevölkerung. Öcalan sympathisierte mit der Untergrundorganisation, weil sie die einzige Organisation war, die sich öffentlich für die Rechte der Kurden einsetzte und die Probleme im Süd-Osten der Türkei thematisierte.

Wegen der Teilnahme an einer Protestaktion gegen die Erschießung von Mahir Çayan und anderen führenden Personen der THKP-C wurde er im April 1972 verhaftet. Im Gefängnis Mamak wurde er Zeuge der Hinrichtungen des Führungskaders der THKO (Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin Inan).[7]

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Oktober 1972[7] gründete Öcalan zusammen mit den beiden türkischen Sozialisten Haki Karer und Kemal Pir eine Gruppe, die ideologisch von sozialistischen Ideen und nationalen sowie antikolonialen Befreiungskämpfen beeinflusst war. Die Gruppe propagierte einen nationalen Befreiungskampf in Kurdistan. Als Gegner wurden zunächst die kurdischen Großgrundbesitzer ausgemacht, da diese aus der Sicht der Gruppe die Bauern ausbeuteten und unterdrückten.

Rolle als PKK-Vorsitzender

Die PKK wurde am 27. November 1978 gegründet und Öcalan zum Vorsitzenden gewählt. Mitglieder des Zentralkomitees wurden Şahin Dönmez und Cemil Bayık. Ziel war die kommunistische Revolution und die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates. Das Mittel zum Ziel war der Guerillakrieg. Im Juli 1979, als nach der Verhaftung und Befragung von Dönmez eine Verhaftungswelle gegen die Organisation einsetzte, suchte Öcalan und mit ihm die PKK Zuflucht in Syrien.[8] Erst reiste er nach Beirut, Libanon, wo ihm Adel Murad von der PUK ihm bei der Reorganisation der PKK im Ausland half und 3 Monate bei ihm wohnen ließ. Murad beschaffte ihm einen Reisepass und Kontakte bei der DFLP, welche die PKK mit den ersten Waffen belieferte und auch bald einwilligte Kämpfer der PKK zu trainieren.[9] Später wohnte Öcalan in Damaskus und dirigierte von dort aus die Ausbildung der Kämpfer in der damals von Syrien kontrollierten libanesischen Bekaa-Ebene, die am 15. August 1984 in einem „großen Vorstoß“ (büyük atılım) den bewaffneten Kampf wieder aufnahmen. In seiner Damaszener Zeit führte Öcalan den bewaffneten Kampf der PKK und verfasste eine große Anzahl von Schriften, die den Kadern der PKK an der Mahsum-Korkmaz-Akademie in der Bekaa-Ebene als Schulungsmaterial dienten. Auch die Funkgespräche Öcalans mit den Feldkommandanten der Guerilla wurden unter dem Namen Telsiz Konuşmaları als Bücher veröffentlicht. In diese Zeit fällt auch die Entwicklung des Personenkults um Öcalan.

Öcalan beherrschte die PKK autoritär, ging brutal gegen Dissidenten vor und ließ viele vermeintliche Rivalen oder Verräter hinrichten.

Strafverfolgung, Prozesse und Haft

Haftbefehl und Festnahme

Nach einem Mord an einem Dissidenten im Jahr 1984 in Rüsselsheim wurde 1990 von Deutschland ein internationaler Haftbefehl gegen Öcalan erlassen.[10]

Am 9. Oktober 1998 wurde Öcalan aus Syrien ausgewiesen, nachdem die Türkei Syrien mit Krieg gedroht hatte.[11] Syrien ließ ihn nach Zypern ausreisen, von wo er nach Griechenland und Moskau weiterreiste.[12] In Russland wurde ihm zwar vom Parlament politisches Asyl gewährt, aber die Regierung suchte nach einer anderen Lösung. Am 12. November reiste er in Begleitung eines italienischen Abgeordneten weiter nach Italien,[12] wo er aufgrund eines deutschen Haftbefehls festgenommen wurde.[13] Italien setzte ihn unter Hausarrest,[14] den er in einer Villa in Infernetto bei Rom verbrachte.[15] Nachdem die Bundesregierung am 23. November aber erklärt hat, dass auf ein Auslieferungsgesuch verzichtet wird,[16] wurde er im Dezember 1998 aus dem Hausarrest entlassen.[17] Versuche Öcalans, in Europa politisches Asyl und Unterstützung für eine politische Lösung zu erhalten, schlugen fehl. Im Januar 1999 verließ der PKK-Führer Rom.[13]

Er hielt bei verschiedenen Ländern um Asyl an (u. a. Italien und Griechenland), dieses wurde ihm jedoch verweigert. Am 15. Februar 1999 wurde er in Kenia nach dem Verlassen der griechischen Botschaft vom türkischen Geheimdienst aufgegriffen und in die Türkei gebracht. Er trug einen zyprischen Pass bei sich, der auf den Namen „Lazaros Mavros“ ausgestellt war. Die seitens der Türkei aufgestellte Behauptung, Öcalan habe diesen von der Republik Zypern erhalten, bezeichnete letztere als „völlig haltlos[e]“ Propaganda („[...] Turkish propaganda [...] is totally baseless“).[18]

Nach Ansicht Öcalans steckten „die Juden“ hinter seiner Ergreifung. Der Mossad habe nach langer Vorbereitung mit Hillary Clinton und Monica Lewinsky zwei jüdischstämmige Agentinnen in das Weiße Haus platziert und den Skandal inszeniert. Clinton habe „um billig davonzukommen“ dann seine Ergreifung angeordnet.[19]

Nach der Festnahme besetzten Kurden in einer organisierten Aktion in vielen europäischen Ländern vornehmlich griechische, aber auch kenianische und nigerianische diplomatische Vertretungen. Über ein Dutzend griechische Einrichtungen wurden besetzt, teilweise wurden für kurze Zeit Geiseln genommen.[20] Beispielsweise erstürmten 400–500 Kurden das griechische Generalkonsulat in Frankfurt, die gesamte Einrichtung der denkmalgeschützten Villa wurde zerstört. Ein am 17. Februar 1999 erfolgter Versuch von kurdischen Demonstranten, das damalige israelische Generalkonsulat in Berlin einzunehmen, wurde durch die israelischen Sicherheitskräfte unter Gebrauch der Schusswaffe verhindert. Dabei starben vier Demonstranten.[21] In Genf wurde die Schweizer Armee eingesetzt, um die zahlreichen diplomatischen Einrichtungen zu schützen, nachdem es zu kurdischen Besetzungen von UNO-Gebäuden kam.[22] Für Anhänger von Öcalan gilt der 15. Februar als ein Trauertag (Schwarzer Tag) und wird jährlich mit Demonstrationen begangen.

Urteile

Am 29. Juni 1999 wurde Öcalan vor dem Staatssicherheitsgericht Ankara № 2 wegen Hochverrats gemäß Art. 125 tStGB a.F. zum Tode verurteilt.[23] Das Urteil wurde unter anderem auf europäischen Druck hin nicht vollstreckt und 2002 mit der Abschaffung der Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt.[24]

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in letzter Instanz am 12. Mai 2005 das Verfahren gegen Öcalan als unfair bezeichnet. Die Türkei wird verpflichtet, die Kosten seiner Anwälte in Höhe von 120.000 Euro zu tragen. Die Wiederaufnahme des innerstaatlichen Strafverfahrens anzuordnen, wurde dagegen abgelehnt. Der EGMR entschied, dass die Feststellung einer Verletzung der Art. 3, 5 und 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) eine hinreichende gerechte Entschädigung für sämtlichen erlittenen Schaden darstellt.[25]

Haftbedingungen

Öcalan ist seit dem 15. Februar 1999 auf der Gefängnisinsel İmralı im Marmarameer in Einzelhaft inhaftiert. Seit dem 15. November 2009 befand sich Öcalan nicht mehr in Einzelhaft, sondern war mit fünf weiteren Häftlingen inhaftiert.[26][27] Er soll die anderen Gefangenen 10 Stunden pro Woche sehen dürfen.[27] Von dort meldete er sich mit Hilfe seiner Anwälte in Form von Gesprächsprotokollen (görüşme notları) zu Wort. In der Haft hat er darüber hinaus bisher zahlreiche Bücher verfasst. Vom 6. Oktober 2014 bis im September 2016 durfte Öcalan keinen Besuch empfangen. Am 12. September 2016 bekam er Besuch von seinem Bruder Mehmet Öcalan.[28][29] Das war sein letzter bekannter Besuch bis Juli 2018. Die Anwälte haben Öcalan seit dem 27. Juli 2011 nicht mehr gesehen.[30] Laut ANF haben die Anwälte von Öcalan bis Oktober 2018 757 Anträge auf Besuch ihres Klienten gestellt. Alle seien laut ANF mit verschiedenen Begründungen wie "schlechtes Wetter" oder "technische Probleme mit dem Boot" abgelehnt worden.[31]

Angebliche Vergiftung Öcalans

Am 1. März 2007 erklärten die Anwälte Öcalans, dass ihr Mandant vergiftet werde. Die PKK organisierte Demonstrationen, Aktionen und Hungerstreiks, an denen zehntausende Menschen teilnahmen. Ende März 2007 untersuchte eine unabhängige Ärztedelegation des CPT Öcalans Gesundheitssituation. Am 6. März 2008 gab das CPT bekannt, dass bei Abdullah Öcalan keine Anzeichen einer Vergiftung gefunden werden konnten.[32][33]

Verdacht auf physische Folter Öcalans

Am 16. Oktober 2008 teilten die Anwälte Öcalans in einer Pressemitteilung mit, dass gegen ihn (nebst psychischer Folter in Form von jahrelanger Isolationshaft) nun auch „physische Folter“ angewandt worden sei. In den darauffolgenden Tagen gingen zehntausende Kurden landesweit auf die Straßen, um für Öcalan und gegen seine angebliche Folterung zu demonstrieren. In einigen Städten Südostanatoliens wurden zahlreiche Geschäfte geschlossen. Bei den meisten Demonstrationen kam es zu gewaltsamen Straßenschlachten zwischen jugendlichen Demonstranten und der Polizei. In Europa verliefen die Demonstrationen friedlich.[34]

Friedensinitiative

Trotz seiner bis November 2009 geltenden Einzel- und Isolationshaft galt Öcalan nach wie vor als eine Schlüsselfigur bei der Lösung der Kurdenfrage und agierte aus dem Gefängnis heraus über seine Anwälte. Während sich der türkisch-kurdische Konflikt in den Jahren 2011 und 2012 verschärfte, rief Öcalan im November 2012 erfolgreich dazu auf, einen zweimonatigen Hungerstreik von ca. 1700 kurdischen Gefangenen und Politikern (darunter Leyla Zana) zu beenden. Der irakische Staatspräsident Dschalal Talabani setzte sich währenddessen diplomatisch für einen Friedensplan ein, der zu Verbesserungen von Öcalans Haftbedingungen und einer späterer Amnestie führen könnte. Während sich die türkische Regierung, Öcalan und die PKK-Führung gesprächsbereit zeigten, durften am 3. Januar 2013 erstmals zwei Abgeordnete der kurdischen Partei Barış ve Demokrasi Partisi (BDP) Öcalan besuchen.[35] Mitte Februar 2013 reichte die BDP offiziell beim türkischen Justizministerium in Ankara eine Erlaubnis für den Besuch einer Delegation kurdischer Politiker beim inhaftierten PKK-Führer ein; der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor im Grundsatz seine Zustimmung zu einem Besuch gegeben.[36]

Im März 2013 ließ Öcalan in Diyarbakır durch BDP-Politiker einen Aufruf zu einer Waffenruhe verkünden. Alle kurdischen Kämpfer sollten sich aus der Türkei zurückziehen. „Unser Ziel ist eine Demokratisierung auf dem Gebiet der ganzen Türkei“, wurde Öcalan zitiert. In den Wochen zuvor hatte die PKK acht in den Nordirak verschleppte Türken freigelassen.[37] Anfang Mai desselben Jahres begann die PKK mit dem Abzug ihrer Kämpfer aus der Türkei.[38] Im September 2013 unterbrach die PKK den Abzug der Kämpfer bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Waffenruhe.[39] Im März 2015 hat Öcalan erneut zu einem Friedensprozess zwischen der Türkei und der PKK aufgerufen, in dessen Verlauf die PKK den bewaffneten Kampf einstellen würde.[40] Der Aufruf von Öcalan hat nicht zu Friedensverhandlungen zwischen der Türkei und der PKK geführt. Im Juli 2015 hat Erdogan den Friedensprozess offiziell beendet.[41]

Positionen

Religion

Öcalan ist Atheist und erklärt, die PKK sei tolerant gegenüber allen Glaubensrichtungen.[42]

Politik

Öcalans Schriften und Reden aus den 1970er-Jahren sind geprägt von einem relativ klassischen Marxismus, gepaart mit Ideen nationaler Befreiungsbewegungen wie der vietnamesischen oder der algerischen im Sinne von Frantz Fanon. Ab Mitte der 1980er-Jahre übte Öcalan Kritik am Realsozialismus.

Im Jahre 1999 erklärte Öcalan in der Serxwebûn Nr. 207, auf sexuelle Vergehen innerhalb der Partei stehe die Todesstrafe. Sexuelle Verführung durch Mann oder Frau verstoße gegen grundlegende Prinzipien und sei der Tod des Kriegertums.[43]

In den letzten Jahren lässt er sich durch Murray Bookchins Konzept des confederalism zum sogenannten Demokratischen Konföderalismus inspirieren. Weitere Inspirationsquellen sind Immanuel Wallerstein, Fernand Braudel, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno.

Im Rahmen des Verfassungsreferendums in der Türkei 2017 unterstützte Abdullah Öcalan bei einem Gespräch mit der Delegation unter Beteiligung von Altan Tan und Sırrı Sakık die Einführung des Präsidialsystems und eine Kandidatur von Recep Tayyip Erdoğan. Er brachte auch ein Wahlbündnis mit der Adalet ve Kalkınma Partisi in dieser Frage ins Spiel. Er habe der AKP die Macht quasi auf einem goldenen Tablett präsentiert.[44]

Frauenpolitik

Seit den 1990er-Jahren gibt er der Frauenbefreiung in seinen Schriften breiten Raum. Ein erster Frauenkongress der PKK wurde Ende 1992 durchgeführt. Unter anderem wurde das Recht zu heiraten eingefordert. Der Kongress wurde von Abdullah Öcalan als Versuch, die PKK zu beseitigen (Tasfiyecilik), gewertet und annulliert.[45] Auf ihn geht auch die Gründung der Frauenarmee und später der „Partei der freien Frau“ (PJAK), einer Unterorganisation der PKK, zurück. Er steht auch dafür ein dass die Frauen mehr Verantwortung in der Politik übernehmen. Es gibt mir der HDP und der BDP in der Türkei sowie der PYD in Syrien drei politische Parteien welche die Ideen Öcalans in Bezug zu den Frauen anwenden möchten und das zum Teil auch tun. So werden bei allen 3 Parteien die Spitzenämter bei Parteipräsidien, Bürgermeisterämter oder Parteibüros auf regionaler und kommunaler Ebene von jeweils einem Mann und einer Frau zusammen geführt.

Öcalan ist auch Begründer der Jineologie, auch bekannt als Wissenschaft der Frau oder kurdischer Feminismus[46].

Der kurdische Autor und ehemalige Bürgermeister und Mitglied im kurdischen Exilparlament Nejdet Buldan, dessen Bruder vom türkischen Militär getötet wurde, interviewte in seinem Buch PKK'de Kadın Olmak (2004) ehemalige Kämpferinnen der PKK, darunter auch ein weibliches Gründungsmitglied der Organisation. Die ehemaligen Kämpferinnen berichteten von sexuellen Übergriffen durch Öcalan, die sei entweder selbst durchlebt, deren Zeuginnen sie geworden waren oder von denen sie vernommen hatten. Öcalan charakterisierte in seinem Buch Nasıl Yaşamalı die kurdische Frau folgendermaßen:

„Kürt kadınlarının çoğunun bedenleri ölü, kokuşmuş, soğuk ve çok kabadır. Fizikleri biraz böyledir, ruhları donuktur. Fikir düzeyi hiç yoktur.“

„Die Körper der meisten kurdischen Frauen sind tot, übelriechend, kalt und sehr grobschlächtig. Ihre Physis ist so und ihre Psyche ist gefroren. Geistiges Niveau fehlt ihnen völlig.“

Abdullah Öcalan: Nasıl Yaşamalı, Bnd 1, Seite 91

In seiner Verteidigungsschrift „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ (2010) auf Seite 144 äußert sich Öcalan bezüglich der Lage der Frau folgendermaßen: „Die Problematik entsteht nicht aus einer simplen Schwäche oder einem biologischen Unterschied der Geschlechter. Sie rührt daher, dass die hierarchisch-etatistische Gesellschaft die Frau als erstes Objekt einer Stratifikation auf die unterste Stufe gestellt hat. Dass es sich hierbei um das fundamentalste Problem der Gesellschaft handelt, liegt an den Eigenschaften des Status, der ihr in der Gesellschaft zugewiesen wurde.“

Weiterhin erfährt man auf Seite 144 bis 145 des selbigen Buches folgendes über die Ansichten Öcalans: „Das, was man „Ehre der Familie“ oder „Ehre der Ehe“ nennt, bedeutet im Grunde nichts anderes, als ständig unter dem „kleinen Imperator“ zu leiden. So wie der große Imperator es als casus belli (Kriegsgrund) auffasst, wenn seinem Staatsbesitz etwas zustößt, so hält auch der kleine Imperator es für einen großen Angriff auf seine Ehre und daher einen Grund zu kämpfen, wenn mit seiner Frau, die er zu seinem Besitz zählt, etwas passiert. Noch merkwürdiger ist, wie die Frau völlig seelenlos gemacht und äußerlich in einen extrem femininen, geschmückten „Käfigvogel“ mit hübscher Stimme verwandelt wird. Stimme und Make-up haben mit der natürlichen Frau fast nichts mehr gemein und beruhen auf einer starken Selbstverleugnung, die vernichtend für die Persönlichkeit wirkt. Insbesondere die Schürzenjägerei beraubt die Frau ihrer Persönlichkeit. Sie ist eine Erfindung des Mannes, er besteht darauf.“

Weiter unten auf Seite 145 versucht Öcalan die heutige Situation der Frau folgendermaßen zu erklären: „Das weibliche Geschlecht, durch Pornographie jeder Heiligkeit beraubt, wird im Kapitalismus wieder auf die Stufe der Menschenaffen reduziert. Dass im Laufe der Zivilisationsgeschichte die Frau aus der Gesellschaft ausgelöscht wurde, hängt sowohl mit der Entwicklung von Hierarchie und Klassen als auch mit dem Aufstieg der patriarchalen Gesellschaft zusammen.“

Öcalans Selbstbild

In seinem Buch Özgür İnsan Savunması (Die Verteidigung des freien Menschen) (S. 52) versucht Öcalan, seine Stellung als politischer Führer zu interpretieren:

„Als Jesus ans Kreuz genagelt wurde, weinten die Menschen seiner Umgebung lediglich. Beim Tode Mohammeds diskutierte man im Angesicht seines Leichnams drei Tage über die Nachfolge. Als Lenin starb, beging niemand Selbstmord. Aber als ich verhaftet und ausgeliefert wurde, übergaben sich die Kinder, Söhne und Töchter des kurdischen Volkes gleich zu Hunderten lichterloh brennend den Flammen. Was wollten sie damit zum Ausdruck bringen? Wogegen richtete sich die Wut derjenigen, die sich selbst zur Bombe machten und in die Luft sprengten? Welche Realitäten brachten sie dazu, das zu tun? Wenn ich es nicht persönlich verhindert hätte, Tausende wären bereit gewesen.“

Özgür İnsan Savunması[47]

Öcalan erklärt in seinem Buch Partileşme Sorunları ve Görevlerimiz 2 (Probleme bei der Parteiwerdung und unsere Aufgaben):

„Ich hatte stets mit schweren Problemen zu kämpfen. Trotz allem bin ich ein unerschöpflicher Quell des Lebens. Ich führe den Kampf mit unglaublichen Mühen. Ich schaue euch an und sage: Wer und was sind diese Leute? […] Passt auf, auf dieser Welt gibt es niemanden sonst, der die Lösung der Probleme und die Befreiung der Menschen auf einem dermaßen unglaublichen Niveau betreibt. Aber das reicht euch nicht. Ohnehin habt ihr euch vielleicht aus diesem Grunde angeschlossen. Ihr tut mir leid. […] Ich bemühe mich in unglaublichem Maße, euch zu einem Bewusstsein zu führen. Passt auf, meine Methode zu erleuchten und zu organisieren ist makellos. Aber wenn ich sehe, wie ihr euch einbringt. Ihr gebt euch den Anschein, zu einem Komplott zu stoßen, so als ob ihr verwaltet würdet. Natürlich liegt der Fehler bei euch. […] Die Sachen, an denen ihr euch erfreut, sind rein individualistische Sachen. Ich sage es nicht umsonst, wenn ich von Zigarettenabhängigkeit spreche. Da es ein Beispiel ist, wiederhole ich es beharrlich. Die meisten eurer Freuden gleichen der Freude, die ihr dem Zigarettenrauch abgewinnt. Eure Interessen gelten nur einfachen Sachen. Ihr habt keine umfassende Liebe, keine wahre Loyalität, ihr führt keinen großen Krieg, habt keine großen Reaktionen, keine großen Empfindungen. Die Persönlichkeit des Führers zeigt wahre Größe angesichts dieser Themen. Sie wendet sie umfassend an und hegt große Empfindungen. […] Wenn das Problem meine Entwicklung wäre, wüsste ich genau, wie ich mich antreiben könnte. Jeder soll wissen: Es ist unmöglich, dass ich stoppe oder gestoppt werde. Auf der Grundlage der Führung kann weder jemand mich stoppen, der Sache eines ganzen Volkes die Möglichkeit zum Erfolg zu verleihen, noch werde ich mich verzetteln wie ihr. Die Art und Weise der Führung ist nun einmal so. Und was ist mit euch? Was bewegt euch zum Beharren? Habt ihr in der Vergangenheit eine Welt verloren oder erwarten euch andere Lebensmöglichkeiten? Das glaube ich nicht. Trotzdem seid ihr unbeweglich. […] Versteht ihr, warum ich so leben muss? Wenn ihr euch fragen würdet: ‚Wie lebt dieser Mann?‘, wenn ihr mich prüfen und verstehen würdet, würde ich mich freuen. […] Menschen wie ich, die sich [auf das Wesentliche] konzentrieren, finden sich nur selten.“

Partileşme Sorunları ve Görevlerimiz 2[48]

Geschichtsverständnis

Folgender Ausschnitt aus einem Gesprächsprotokoll Öcalans mag Öcalans Geschichtsverständnis verdeutlichen:[49]

„Die Templer sind eine sehr geheime Organisation. Später enthaupten sie sogar den französischen König. Dies ist eine Organisation der Freimaurer. Die Quelle all dessen bildet die Idee und das Ideal des Zionismus. Das soll aber hier nicht bedeuten, dass ich etwas gegen Juden hätte oder Antisemit bin. Ich bin dafür, dass die Juden ihren Platz im Nahen Osten in demokratischer Weise einnehmen. Der Zionismus ist jedoch eine andere Mentalität. Der Zionismus schafft sich stets seine Gegner. Der Baath-Nationalismus entstand in Gegnerschaft zu ihm. Auch die Schia wurde als Gegner des Zionismus gestärkt. Die Probleme in Palästina und Libanon sind das Ergebnis der Gegnerschaft zum Zionismus. Diese zionistischen Organisationen oder Freimaurer mühten sich ab, Sultan Abdülhamid II. von ihren Idealen zu überzeugen. Sie boten Abdülhamid 150.000.000 in Gold für Saloniki und Palästina, um sich dort Land zu erwerben. Sultan Abdülhamid erkannte jedoch ihre Absicht und lehnte ab. Deshalb gründeten diese Organisationen das Komitee für Einheit und Fortschritt, in dem sich kaum ein türkisches Element befand. Und was das Komitee für Einheit und Fortschritt tat, ist bekannt. […] Durch die Hand der ‚Einheit und Fortschritt‘ wurden die Armenier ermordet.“

Antisemitismus

Bereits Ende der 1980er-Jahre verbreitete Abdullah Öcalan, die Ansicht, dass die Juden ein Grundübel seien.[50] Abdullah Öcalan vertritt die Ansicht, der türkische Nationalismus sei nicht von Türken, sondern von englischen und jüdischen Kapital geschaffen worden. Die Kreise des jüdischen und englischen Kapitals seien alarmiert, weil er die Wahrheit sage. Das jüdische und englische Kapital versuche, die Türkei unter seine Kontrolle zu bekommen. Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli habe dies bemerkt und versucht gegenzusteuern. Allerdings habe das jüdische Kapital ihn nicht gelassen.[51] Abdullah Öcalan betrachtet ferner in dem ersten Band seines Manifestes der Demokratischen Zivilisation, dem Buch “Maskeli Tanrılar Ve Örtük Krallar Çağı”, die Juden seit Abrahams Zeiten als Meister auf dem Gebiet des Handels und des Geldes [52] und schreibt ihnen ein weltweites ideologisches Führertum zu. Die Juden hätten die materialistische Kultur geprägt.[53] Ferner stimmt Öcalan der Einschätzung Hitlers über die Juden zu. Wörtlich schrieb Öcalan: “Hitler machte die Juden für die Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlich. Er hatte völlig richtig erkannt, dass die Überlegenheit Londons mit der jüdischen Ideologie und dem jüdischen Nationalismus zusammenhing. Deutschland war verraten worden. Verantwortlich waren die Juden.”[54]

In den sogenannten Gesprächsnotizen vom 1. März 2008, die in der Yeni Özgür Politika veröffentlicht wurden, vertrat Öcalan die Ansicht, die Juden steckten hinter den Morden im Zirve-Verlag. Ferner würden die Juden der AKP Geld zustecken, damit diese Wahlgeschenke verteilen könne.[55] Am 4. April 2008 vertrat er die Ansicht, Juden hätten 1926 den Turkismus entwickelt. Sie hätten den Satz „Wie glücklich der, der sagt, ich bin Türke“ geprägt. Atatürk habe so etwas nie gesagt. Sogar Hitler hätten die Juden diese Gedanken eingeimpft. Es seien die Juden gewesen, die Hitler geschaffen hätten. Später hätten die Juden dann Saddam geschaffen, um ihre Pläne zu verwirklichen.[56]

Ehrenbürgerschaften und Auszeichnungen

Folgende Ortschaften haben Abdullah Öcalan zum Ehrenbürger ernannt.

Auswahlbibliographie

Übersetzungen

Türkisch

  • Din Sorununa Devrimci Yaklaşım. 1991 (Revolutionäre Betrachtung der Religionsfrage)
  • 12 Eylül Faşizmi ve PKK Direnişi. 1995 (Der Faschismus des 12. Septembers und der Widerstand der PKK)
  • Kürdistan’da Halk Savaşı ve Gerilla. 1991 (Der Volkskrieg und die Guerilla in Kurdistan)
  • Önderlik Gerçeği ve PKK Deneyimi. 1992 (Die Realität des Führers [Öcalans] und die Erfahrung der PKK)
  • Kürdistan Yurtseverliği ve Ulusal Kurtuluş Cephesi. 1992 (Der Patriotismus Kurdistans und die nationale Befreiungsfront)
  • Kürdistan’da İşbirlikçilik ve İhanet (Kollaboration und Verrat in Kurdistan)
  • PKK’ya Dayatılan Tasfiyecilik ve Tasfiyeciliğin Tasfiyesi. 1993 (Die der PKK aufgezwungene Ausmerzungspolitik und die Ausmerzung der Ausmerzungspolitik)
  • Kürdistan’da Kadın ve Aile. 1993 (Frau und Familie in Kurdistan)
  • Halk Savaşında Militan Kişilik. 1994 (Die militante Persönlichkeit im Volkskrieg)
  • Bir Muhatap Arıyorum – Ateşkes Konuşmaları. 1994 (Ich suche einen Ansprechpartner – Reden zur Waffenruhe)
  • Nasıl Yaşamalı. 1996 (Wie muss man leben?)
  • Sosyalizm’de Israr İnsan Olmakta Isrardır. 1998 (Das Beharren auf den Sozialismus ist das Beharren auf das Menschsein)
  • Kürt Sorununda Demokratik Çözüm Bildirgesi. (Die Verkündung einer demokratischen Lösung der Kurdenfrage)
  • Sümer Rahip Devletinden Halk Cumhuriyetine. 2002 (Vom Priesterstaat der Sumerer zur Volksrepublik)
  • Bir Halkı Savunmak. 2004 (Die Verteidigung eines Volkes)
  • Özgür İnsan Savunması. Istanbul 2005 (Die Verteidigung des freien Menschen)

Siehe auch

Literatur

  • Ali Kemal Özcan:Turkey’s Kurds: A Theoretical Analysis of the PKK and Abdullah Ocalan. New York 2006

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Öcalan und die Kurdenfrage, Arte-Sendung vom 10. Februar 2015
  2. Michael M. Gunter: Historical Dictionary of the Kurds, Lanham, MD and Oxford: Scarecrow Press 2004
  3. Aliza Marcus: Blood and Belief. New York 2007, S. 110
  4. Hürriyet vom 2. Juni 1999
  5. Aliza Marcus: Blood and Belief. New York 2007, S. 42f.
  6. http://www.tagesspiegel.de/politik/nach-einzug-der-kurdenpartei-ins-tuerkische-parlament-erdogan-ruft-parteien-zu-verantwortungsvollem-verhalten-auf/11885290.html
  7. a b Ali Kemal Özcan: Turkeys Kurds. Routledge, 2006, ISBN 978-0-415-36687-8, S. 89–90.
  8. Aliza Marcus:Blood and Belief. New York 2007, S. 48f.
  9. Hannes Černy: Iraqi Kurdistan, the PKK and International Relations: Theory and Ethnic Conflict. Routledge, ISBN 978-1-138-67617-6, S. 154–155.
  10. Michael Lüders: Angst vor Öcalan. In: Die Zeit, Nr. 49/1998
  11. Hannes Černy: Iraqi Kurdistan, the PKK and International Relations: Theory and Ethnic Conflict. Routledge, 2018, ISBN 978-1-138-67617-6, S. 193.
  12. a b Andrew Mango: Turkey and the War on Terror: For Forty Years We Fought Alone. Taylor & Francis, 2005, ISBN 978-0-415-35002-0 (google.ch [abgerufen am 17. Oktober 2018]).
  13. a b Ali Kemal Özcan: Turkey's Kurds: A Theoretical Analysis of the PKK and Abdullah Ocalan. Routledge, 2012, ISBN 978-1-134-21130-2, S. 12.
  14. Zürcher; Erik J: Turkey: A Modern History, 4th Edition. I.B.Tauris, 2017, ISBN 978-1-78672-183-9 (google.ch [abgerufen am 17. Oktober 2018]).
  15. Italian court sets Kurd leader free. In: The Independent. (independent.co.uk [abgerufen am 17. Oktober 2018]).
  16. Ali Kemal Özcan: Turkey's Kurds: A Theoretical Analysis of the PKK and Abdullah Ocalan. Routledge, 2012, ISBN 978-1-134-21130-2, S. 10.
  17. Alessandra Stanley: Italy Ending House Arrest Of Rebel Chief Of the Kurds. (nytimes.com [abgerufen am 17. Oktober 2018]).
  18. un.int (Memento vom 1. März 2012 im Internet Archive)
  19. Abdullah Öcalan: Sümer Rahip Devletinden Demokratik Uygarlığa, Bd. 2. Köln 2001, S. 291.
  20. Und Ausland fort Sie erreichten mit der Erstürmung des israelischen Generalkonsulats zu deren Verhinderung. edumagazin.de. Archiviert vom Original am 19. Februar 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.edumagazin.de Abgerufen am 30. Januar 2014.
  21. Israel baute eine alte Villa für den Botschafter um. Berliner Zeitung. 9. Mai 2001. Abgerufen am 19. April 2014.
  22. Interpellation Grobet
  23. E. 1999/21, K. 1999/73.
  24. Gerichtsentscheidung: Lebenslange Haftstrafe für Öcalan. In: Spiegel Online. 3. Oktober 2002 (spiegel.de [abgerufen am 21. Juli 2018]).
  25. EuGRZ: www.eugrz.info (Memento vom 6. April 2008 im Internet Archive) im web.archive. 6. April 2008.
  26. Öcalan nicht mehr allein, derStandard.
  27. a b Abdullah Öcalan: Türkei beendet Einzelhaft. (handelsblatt.com [abgerufen am 21. Juli 2018]).
  28. Elke Dangeleit: Türkei: Öcalan darf wieder Besuch empfangen. Abgerufen am 21. Juli 2018 (deutsch).
  29. RP ONLINE: PKK-Chef Öcalan bekommt ersten Familienbesuch seit zwei Jahren. Abgerufen am 21. Juli 2018.
  30. Lawyers published report on Kurdish leader Öcalan - Global Rights. In: Global Rights. 25. August 2017 (globalrights.info [abgerufen am 14. November 2018]).
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  43. Der Wortlaut der Passage: Sen partinin yetkisiyle, partinin olanaklarıyla gelen kızı düşürürsen veya kız da kendi basit kadınlığıyla bizim fukara, zavallı erkeğimizi düşürürse, bu en büyük suçtur. Bunun cezası idamdır. Çünkü en temel ilkeleri, en temel savaşçılığı öldürüyor.
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  47. Originaltext auf abdullah-ocalan.com İsa çarmıha gerildiğinde etrafındakiler sadece ağlayabildi… (Memento des Originals vom 17. August 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abdullah-ocalan.com
  48. Originaltext auf Partileşme Sorunları Ve Görevlerimiz 2.CİLT - Abdullah Öcalan (PDF)
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  55. Öcalan: Operasyonlarla sorun çözülmez
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