Centre Démocrate Humaniste

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Centre Démocrate Humaniste
Logo
Partei­vorsitzender Benoît Lutgen
General­sekretär Eric Poncin
Stell­vertretender Vorsitzender André Antoine
Melchior Wathelet
Gründung 1945 als PSC-CVP
1972 als PSC
2002 als cdH
Gründungs­ort Brüssel
Haupt­sitz Rue des Deux Eglises 41
1000 Brüssel
Aus­richtung christdemokratisch
Farbe(n) orange
Europapartei EVP
EP-Fraktion EVP
Website www.lecdh.be

cdH (centre démocrate Humaniste) ist eine Partei im französischsprachigen Teil Belgiens. Im deutschsprachigen Teil Belgiens trägt sie auch den Namen Christlich Soziale Partei (CSP). Von 1972 bis zum Jahr 2002 hieß die Partei Parti Social Chrétien (PSC).

Die Regierungspartei ist die drittgrößte französischsprachige Partei des Landes. Nach Ansicht von Dieter Nohlen hat die Partei durch Säkularisierung und Abwendung vom Konservativismus in der Bevölkerung seit etwa 2000 einige Verluste hinnehmen müssen. 2003 erhielt sie 5,5 und 2007 6,1 Prozent aller belgischen Stimmen für das Abgeordnetenhaus, 2010 erreichte sie 5,7 %.[1] Mittlerweile steht cdH als Reaktion auf diese gesellschaftlichen Veränderungen im frankophonen Süden im politischen Spektrum mitte-links;[2] vor allem setzt die Partei sich für einen starken Sozialstaat ein, der dem im Vergleich zu Flandern weniger wohlhabenden und stärker von Arbeitslosigkeit betroffenen Wallonien zugutekommen würde.

Ihr flämisches Pendant heißt Christen-Democratisch en Vlaams (CD&V) und ist deutlich konservativer ausgerichtet. 2003 kam diese auf 13,3 und 2008 auf 18,5 Prozent der landesweiten Stimmen, 2010 auf 10,9.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Dieter Nohlen, Philip Stöver (Hrsg.): Elections in Europe: A Data Handbook. Nomos, Baden-Baden 2010, S. 301.
  2. Claus Hecking: Das Parteiensystem Belgiens. In: Oskar Niedermayer u.a. (Hrsg.): Die Parteiensysteme Westeuropas. Wiesbaden 2006, S. 41–67, hier 53 f.
  3. Dieter Nohlen, Philip Stöver (Hrsg.): Elections in Europe: A Data Handbook. Nomos, Baden-Baden 2010, S. 301.