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Säkularisierung

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Säkularisierung (von lateinisch saeculum Zeit, ‚Zeitalter‘; auch: ‚Jahrhundert‘) bezeichnet die Loslösung von religiösen Normen und den Rückgang religiöser Überzeugungen sowie, damit verbunden, die Zuordnung von Religion zur privaten und nicht mehr zur öffentlichen Sphäre.[1]

Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff die Annahme, dass durch Humanismus und Aufklärung ausgelöste Prozesse Bindungen an Religion gelockert oder gelöst und Fragen der Lebensführung dem Bereich der autonomen menschlichen Vernunft zugeordnet haben. Soziologisch wird dieser Prozess als „sozialer Bedeutungsverlust von Religion“ interpretiert. In der jüngeren Geschichte wird Säkularisierung vor allem in „westlichen“ Gesellschaften diagnostiziert und häufig – nicht unwidersprochen – mit Entchristlichung gleichgesetzt.

Der Begriff und insbesondere die daran anknüpfende soziologische Säkularisierungsthese gehören zu den am intensivsten diskutierten Deutungsmustern der Religionssoziologie; seit den 1990er Jahren gilt die klassische Form der These in der Fachwissenschaft weithin als überholt bzw. modifikationsbedürftig, während einzelne Teilaspekte – insbesondere die Differenzierungstheorie – weiterhin als tragfähig gelten.

Das lateinische Wort saeculum bedeutete ursprünglich ‚Zeitalter‘, ‚Jahrhundert‘, im Kirchenlatein dann ‚die zeitliche Welt‘ und damit das Irdische im Gegensatz zum Ewigen. Das Adjektiv „säkular“ (lateinisch saecularis) hat von daher die Bedeutung „weltlich“, „profan“; das davon abgeleitete Verb „säkularisieren“ die Bedeutung „etwas weltlich/profan machen“. Der Begriff Säkularisation bzw. Säkularisierung wurde daher zunächst zur Bezeichnung des Übergangs einer Sache aus dem Eigentum der Kirche (Bistümer und Klöster) in das von (nicht fürstbischöflich regierten) Staaten verwendet (zu dieser Begriffsbedeutung siehe Säkularisation). Die erste dokumentierte Begriffsverwendung in diesem Sinn einer Überführung von Kirchbesitz in weltliche Hände erfolgte durch Henri d’Orléans bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Münster 1648.[2] Seit der Wende zum 19. Jahrhundert fächerten sich die Bedeutungen weiter auf.

Der Religionswissenschaftler und interkulturelle Theologe Michael Bergunder gibt an, dass die Bezeichnung Säkularisierung heute vornehmlich in drei Aspekten gebraucht wird:

  1. für die Loslösung „weltlicher“ Bereiche von religiösen Normen und Institutionen,
  2. für den Rückgang als traditionell religiös verstandener Überzeugungen und Verhaltensformen,
  3. für eine Zuordnung von Religion zu einer privaten Sphäre, die als von einer öffentlichen Sphäre getrennt betrachtet wird.[1]

Diesen Prozess charakterisiert Ernst-Wolfgang Böckenförde als „Ablösung der politischen Ordnung als solcher von ihrer geistlich-religiösen Bestimmung und Durchformung“ (Trennung zwischen Religion und Staat).[3]

In der Soziologie wird Säkularisierung im Rahmen der Theorie des sozialen Wandels begrifflich enger, thematisch aber allgemeiner als sozialer Prozess verstanden, der gegenläufig zur Magisierung steht. Insbesondere Max Weber, der Klassiker der soziologischen Säkularisierungstheorie, hat den Begriff als „Entzauberung der Welt“ bestimmt. Unterschieden wird dabei zwischen der Säkularisierung (Begriff für den Prozess) und der Säkularität (Begriff für den Zustand) einer Gesellschaft. In der statistischen Umfrageforschung wird der Begriff aus Operationalisierungszwängen oft nur formal und negativ bestimmt, als Prozess eines sozialen Bedeutungsverlustes von Religion in modernen Gesellschaften. Die von Weber begründete Tradition eines materialen Säkularisierungsbegriffs untersucht demgegenüber konkrete Transformationsprozesse kultureller Deutungsmuster im Sinne einer auch inhaltlich fortschreitenden Entzauberung von Weltbildern und Lebensentwürfen.[4] Der Soziologe Manuel Franzmann vertritt in dieser Traditionslinie die Auffassung, dass Säkularisierung material zu einer fortschreitenden Artikulation des strukturellen Autonomiepotenzials menschlicher Praxis führe, wie bereits der Übergang vom religiösen Gottesgnadentum zur Volkssouveränität (kollektive Autonomie) als Prinzip der Herrschaftslegitimation im Zuge der Französischen Revolution zeige. Dies gelte ebenso für die individuelle Lebensführung, auch wenn sich diese historisch erst sehr viel später, in Deutschland erst seit den 1960er-Jahren, massenhaft entfaltete.

Mit Säkularisierung wird – denkerisch – auch der Übergang von Begriffen und Vorstellungen aus einem primär religiösen in einen allgemeineren Kontext von Philosophie und Zeitgeist bezeichnet (z. B. Paradies, Sünde, Erlösung, Heilsgeschichte, Apokalypse u. v. a.).

Säkularisierung in der Geschichte

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Säkularisierung vollzieht sich in vielen historischen Gesellschaften als eine Form und Begleiterscheinung des sozialen Wandels. So kann man das 5. und 4. vorchristliche Jahrhundert des antiken Griechenlands als klassische Periode einer Säkularisierung auffassen, in dem sich z. B. das Theater von seinem ursprünglich kultisch-religiösen Inhalt trennte und zu einer autonomen Kunstgattung wurde.

Säkularisierung in der ersten Bedeutung ist die Abschaffung der Staatsreligion und hat einen erheblichen Machtverlust der religiösen Institutionen, vor allem der Kirchen, zugunsten des Staates zur Folge.

Säkularisierung in modernen Gesellschaften

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In der westlichen Welt gilt die Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen für weite Teile der Gesellschaft als erstrebenswerte und notwendige Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaftsform. In der säkularen Demokratie sind nicht religiös fundierte Glaubenssätze, sondern der Wille der Wähler, das Gemeinwohl sowie bürgerliche Werte wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität die Richtschnur des politischen Handelns.

In den aktuellen Diskussionen wird Säkularisierung als ein umfassender Prozess verstanden, der eng mit der Modernisierung verbunden ist – eine Verknüpfung, die selbst nicht wertfrei ist und in der Forschung diskutiert wird.[5] Als der am ehesten konsensfähige Kern dieses Prozesses gilt die funktionale Differenzierungstheorie: die Ausdifferenzierung eigenständiger gesellschaftlicher Teilbereiche (Politik, Recht, Wirtschaft, Wissenschaft, Erziehungssystem), die sich zunehmend von religiösen Deutungsmustern lösen.[6] Damit verbunden werden ein Rückgang des religiösen Einflusses auf das öffentliche Leben sowie ein Rückgang der Mitgliederzahlen von Kirchen und der Zahl religiöser Menschen diskutiert. Steve Bruce zählt zu den Verteidigern der These eines fortschreitenden, differenzierungs- und pluralismusbedingten Bedeutungsverlusts von Religion.[7]

Die häufig kritisierte Annahme einer linearen, universellen Säkularisierung wurde in jüngeren Arbeiten relativiert. Pippa Norris und Ronald Inglehart entwickelten mit ihrer Theorie der existenziellen Sicherheit (2004) ein Erklärungsmodell, wonach Säkularisierung vor allem dort voranschreitet, wo soziale und materielle Sicherheit hoch ist, während anhaltende Unsicherheit und hohe Fertilitätsraten Religiosität stabilisieren – wodurch weltweit trotz Säkularisierung in vielen Industriegesellschaften die absolute Zahl religiöser Menschen zunimmt.[8]

Detlef Pollack und sein Schüler Gert Pickel ergänzten die Debatte um das Konzept der kulturellen und institutionellen Pfadabhängigkeit von Säkularisierungsverläufen, das erklärt, warum sich Säkularisierungsprozesse in unterschiedlichen europäischen Ländern trotz ähnlicher Modernisierungsniveaus unterschiedlich stark und unterschiedlich schnell vollziehen.[9]

Vor diesem Hintergrund unterscheidet die aktuelle Religionssoziologie im Wesentlichen drei konkurrierende, teils auch als komplementär verstandene Modelle:

1) Die Säkularisierungsthese geht von einer Grundspannung zwischen Moderne und Religion sowie von einem anhaltenden Abwärtstrend der Religion aus, nachdem die moderne Wissenschaft die Welt „entzaubert“ habe. Frühe Vertreter sind Émile Durkheim und Georg Simmel; auch Peter L. Berger vertrat die These zunächst in dieser klassischen Form und prognostizierte 1968 in der New York Times, religiöse Gläubige würden im 21. Jahrhundert vermutlich nur noch in kleinen, sich gegen eine weltweite säkulare Kultur behauptenden Gruppen anzutreffen sein. Berger revidierte diese Position jedoch ab den 1990er-Jahren grundlegend: Die Annahme, die Welt lebe in einem säkularisierten Zustand, sei falsch, die Welt sei – mit Ausnahme West- und Zentraleuropas sowie einer internationalen säkularen Intelligenz – so religiös wie je zuvor.[10]

2) Die Individualisierungsthese (Privatisierungsthese) geht von einer konstanten anthropologischen Grundfunktion von Religiosität aus und beschreibt vor allem eine Verschiebung von der institutionellen zur persönlich-individuellen Ebene („Privatisierung der Religion“). Vertreter sind Thomas Luckmann und Grace Davie; Letztere prägte für den europäischen Befund, dass institutionelle Kirchenbindung stärker zurückgeht als religiöser Glaube im weiteren Sinn, die vielzitierte Formel „Believing without Belonging“.[11]

3) Das Marktmodell geht ebenfalls von einer konstanten Grundfunktion von Religion aus, sieht darin aber einen positiven Effekt der Konkurrenz verschiedener religiöser Angebote – religiöser Gemeinschaften, Glaubensüberzeugungen und Praktiken.[12] Das Modell orientiert sich am US-amerikanischen religiösen Pluralismus.[13] Ein einflussreiches ökonomisches Religionsmodell in dieser Tradition stammt von Rodney Stark.[14]

Entgegen gängigen Säkularisierungstheorien, die Säkularisierung primär als Auflösung vorgegebener Werteordnungen deuten, hat Charles Taylor den Aspekt der Optionalisierung von Verhaltensweisen und Weltanschauungen, auch der Religiosität, als Charakteristikum der Säkularisierung herausgestellt.[15] Taylor unterscheidet dabei drei Bedeutungen von „säkular“: den Rückzug der Religion aus öffentlichen Bereichen wie Politik, Recht und Wirtschaft; den Rückgang religiöser Praxis und Kirchenbindung; und – als für ihn entscheidenden dritten Aspekt – den Übergang von einer Gesellschaft, in der Gottesglaube die unhinterfragte Normalvoraussetzung war, zu einer Gesellschaft, in der Glaube nur noch eine unter mehreren gleichberechtigten Optionen der Sinn- und Transzendenzerfahrung darstellt.[16] Da er den Ursprung dieser Säkularität im lateinischen Christentum verortet, versteht Taylor seine Theorie ausdrücklich nur als auf Europa und Nordamerika anwendbar.[17] Er wendet sich dabei ausdrücklich gegen sogenannte „Subtraktionserzählungen“, die Säkularisierung als bloßes Verschwinden religiöser Deutungen durch fortschreitende rationale Erkenntnis erklären.[18]

Ergänzend zu diesen soziologischen und religionsphilosophischen Positionen wird seit Jürgen Habermas’ Rede von der „postsäkularen Gesellschaft“ diskutiert, ob religiöse Akteure im öffentlichen Raum pluralistischer Gesellschaften nicht nur fortbestehen, sondern unter bestimmten Bedingungen auch an öffentlicher Legitimität und Sichtbarkeit gewinnen können – ein Gedanke, der sich mit José Casanovas These einer „Deprivatisierung“ von Religion in der Moderne berührt.[19]

In der Gesamtschau gilt die klassische, universalistische Säkularisierungsthese in der aktuellen Fachdiskussion als überholt; unstrittig bleibt dagegen die funktionale Ausdifferenzierung moderner Gesellschaften, während Ausmaß, Tempo und Linearität eines Bedeutungsverlusts von Religion im engeren Sinn kontrovers diskutiert werden.[5]

Säkularisierung im internationalen Vergleich

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Obwohl Religionen global gesehen an Einfluss verlieren (s. Tabelle), vollzieht sich dieser Prozess in den einzelnen Ländern mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Tatsächlich gibt es noch etliche Länder, in denen die Religiosität der Bevölkerung bei nahezu 100 % liegt (z. B. Indien).[20] Allerdings zeigen auch diese Länder einen altersabhängigen Rückgang der Religiosität: Je jünger die Befragten, desto geringer war die Bedeutung der Religion für sie. Die einzige Ausnahme hierbei scheint Israel zu sein, wo der Einfluss der Religion auch bei Jüngeren zugenommen hat.[20]

Land 2005 2012 Abnahme in %-Punkten
Vietnam53 %30 %23 %
Irland69 %47 %22 %
Schweiz71 %50 %21 %
Frankreich58 %37 %21 %
Südafrika83 %64 %19 %
Island74 %57 %17 %
Ecuador85 %70 %15 %
USA73 %60 %13 %
Kanada58 %46 %12 %
Österreich51 %42 %10 %
Durchschnitt weltweit77 %68 %9 %

Tabelle: Zehn Länder, in denen die Religiosität seit 2005 deutlich abgenommen hat. Die Prozentzahlen geben den Anteil der erwachsenen Bevölkerung an, die sich selbst als „religiös“ bezeichnen. Der globale Durchschnitt wurde unter Berücksichtigung der relativen nationalen Anteile an der erwachsenen Bevölkerung errechnet.

Nach einer Studie des Pew Research Centers wird der Anteil der konfessionslosen Weltbevölkerung innerhalb der nächsten 30 Jahre von 15,6 % (2020) auf 13,2 % (2050) sinken.[21]

In Europa begann die Säkularisierung mit der Aufklärung und erreichte in der Französischen Revolution und im Sozialismus mit der angestrebten völligen Abschaffung der Religion vorläufige Höhepunkte (Beispiele: Einführung eines Revolutionskalenders ab dem „Jahr der Revolution“, Abschaffung der nichtrevolutionären Feste, radikale Enteignung der Klöster und Ordensgemeinschaften). Allerdings ist dieser Prozess voraussichtlich noch nicht abgeschlossen, zumal in vielen Ländern die Kirchen noch einen großen Einfluss ausüben. Jedoch zeigen praktisch alle europäischen Länder einen zurückgehenden Einfluss der Religion, wie man an der Mitgliederentwicklung in den Religionsgemeinschaften sehen kann.

Wie die meisten anderen europäischen Länder wurde auch Deutschland in den letzten Jahrzehnten säkularer. Im Jahr 1950 waren nur 3,6 % aller Deutschen konfessionslos. Im Jahr 1990 (nach der Wiedervereinigung) waren es 22,4 %, im Jahr 2021 bereits 42,0 %.[22][23]

Somit haben die Kirchen in Deutschland einen schrumpfenden Einfluss. So gibt es zwar in Deutschland die staatlich eingezogene Kirchensteuer, Religionsunterricht, die staatliche Alimentierung von Bischöfen,[24] Privilegien für Tendenzbetriebe und das Tanzverbot zu bestimmten christlichen Feiertagen, aber in Ostdeutschland (außer im Eichsfeld) ist inzwischen die statistisch niedrigste Kirchenzugehörigkeit in Europa zu verzeichnen. Für eine vollständige Trennung von Kirche und Staat setzt sich in Deutschland unter anderem die Partei der Humanisten ein.

Die Säkularisierung in den USA schreitet rasch voran. Von 2008 bis 2015 nahm die Zahl der Amerikaner ohne religiöse Zugehörigkeit von 16 % auf knapp 23 % zu.[25]

Vor der Aufklärung entzogen sich viele Europäer der Monarchie „von Gottes Gnaden“ durch Auswanderung in die Neue Welt. Die USA sind seit ihrer Konstitution 1776 ein säkularer Staat. Im Gegensatz zu der Verbreitung des Atheismus in Europa behielt hier die Religiosität einen hohen Stellenwert und führte zur Gründung einer Vielzahl reformierter Kirchengemeinden. Weitgehender Konsens bestand und besteht in der gesellschaftlichen Bedeutung des Christentums, allerdings waren viele der damaligen Führungselite des amerikanischen Staates keine Christen, sondern Deisten. Durch die Zersplitterung in einzelne christliche Konfessionen und die allgemein anerkannte Toleranz gegenüber dieser Entwicklung konnte sich jedoch keine monolithische kirchliche Institution mit politischer Macht herausbilden, wie sie bis dahin aus Europa bekannt war. Religiosität und Religionsfreiheit werden heute in den USA als gleichwertig betrachtet.

Durch nachfolgende Einwanderungswellen gelangten weitere Religionsgruppen aus der arabischen und ostasiatischen Welt in die USA, die sich durch die Tradition der religiösen Toleranz im neuen Umfeld etablieren konnten und selten vom weiterhin vorherrschenden Christentum assimiliert wurden. Einzige Ausnahmen sind die indigenen Religionen der Ureinwohner und der afrikanischen Sklaven, die durch die Christianisierung zurückgedrängt wurden.

Obwohl kleinere Religionen in Kanada prozentual zunehmen (so wuchs der muslimische Anteil der Bevölkerung von 0,9 % im Jahr 1991 auf 3,2 % im Jahr 2011), hat die Rolle der Religion insgesamt spürbar abgenommen. Nach Angaben der kanadischen Statistikbehörde nahm die Zahl der Kanadier „ohne religiöse Zugehörigkeit“ (no religious affiliation) in den Jahren von 1991 bis 2011 von 12,6 % auf 23,9 % zu.[26] Diese Zahlen scheinen im Widerspruch zu den WIN-Gallup-Zahlen (obige Tabelle) zu stehen. Viele Kanadier scheinen jedoch wie viele Europäer zwar getauft und dadurch Mitglied einer Kirche zu sein, bezeichnen sich aber selbst als „nicht religiös“. 51 % der Kanadier waren 2017 der Meinung, dass Religion mehr Schaden in der Welt anrichte als Gutes zu tun. 34 % der Kanadier waren 2017 der Meinung, dass Religion eine wichtige Rolle in der Politik spielen solle. Im Jahr 2011 hatten noch 45 % der Kanadier dieser Aussage zugestimmt.[27]

Islamische Welt

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Die fundamentalistischen Bewegungen, die seit den 1970er Jahren in den meisten islamischen Ländern erstarkt sind, sind zum Teil eine Reaktion auf einen fortschreitenden Säkularisierungsprozess, den sie rückgängig machen möchten. Zum Teil sind die fundamentalistischen Bewegungen aber auch eine Reaktion auf die – meist korrupten – diktatorischen Regierungen ihrer Länder. Für die Stärkung der Theokratie wird oftmals mit der „Untrennbarkeit von Religion und Staat“ im Islam argumentiert, aber auch damit, wieder einen gerechten Staat – nach Regeln des Islam – schaffen zu wollen.[28] Gleichwohl gibt es in vielen muslimischen Ländern einen Trend zur Säkularisierung, vor allem angetrieben durch das Internet.

Zu einer besonders radikalen Entwicklung kam es nach dem Zweiten Weltkrieg in Albanien, unmittelbar beeinflusst durch den Stalinismus und die maoistische Kulturrevolution, beides entschieden säkularistische Bewegungen. Unter dem Diktator Enver Hoxha wurde eine gewaltsame Säkularisierung vorangetrieben, die immer radikalere Formen annahm. Sie mündete schließlich 1967 in ein totales Religionsverbot, das die Praktizierung jedweder Religion unter Strafe stellte. Hoxha erklärte das Land zum „ersten atheistischen Staat der Welt“, Moscheen und Kirchen wurden systematisch zerstört. Siehe dazu auch: Religiöse Verfolgung.

Obwohl eine gewaltsame Forcierung der Säkularisierung in der Geschichte durchaus nicht ungewöhnlich ist, ist dieser Fall besonders bemerkenswert. War Säkularisierung von Befürwortern oft als ein Prozess der „Befreiung“ verstanden worden, verkehrte sie sich hier besonders drastisch in ein Mittel zu Repression und ideologischer Indoktrination. Albanien von 1967 bis 1990 kann sogar in gewisser Hinsicht als das atheistische Gegenstück zu einem religiösen Gottesstaat angesehen werden.

Ein Beispiel für die Säkularisierung ist die Türkische Republik. Seit 1923 herrscht in der Türkei mit der Republikgründung der Laizismus, d. h. die Trennung von Staat und Religion. Der Laizismus ist eines von sechs Grundprinzipien des Kemalismus (nach Mustafa Kemal). Zu den wichtigsten Akten auf dem Weg der Säkularisierung in der Türkei zählen die Abschaffung des Kalifats, die Einführung des Gregorianischen Kalenders anstelle der islamischen Jahreszählung nach dem Mondzyklus und die Einführung der Schulpflicht.

Ein Indikator für die Säkularisierung in der Türkei ist die Anerkennung der Evolutionstheorie (mittlerweile von 30 % der Bevölkerung anerkannt, 50 % lehnen sie nach wie vor ab, 20 % sind unentschlossen).[29]

Obwohl Saudi-Arabien als Theokratie betrachtet wird, gibt es zunehmende Anzeichen für eine Säkularisierung in der Bevölkerung. Daten des Meinungsforschungsinstitutes Gallup zeigen, dass bis zu 5 % der saudischen Bevölkerung Atheisten sein könnten,[30][31] auch wenn diese dort offiziell als „Terroristen“ betrachtet werden[32] und Abfall vom muslimischen Glauben mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

Säkularisierung und Demografie

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Auf eine weitreichende Konsequenz der Säkularisierung haben u. a. die US-Politikwissenschaftler Ronald Inglehart und Pippa Norris auf Basis des World Values Survey hingewiesen: In säkularisierten Gesellschaften sinkt die Geburtenrate unter die Bestandserhaltungsgrenze (siehe Demografie). Weltweit wachsen religiöse Populationen, während säkulare schrumpfen – was einen wichtigen Faktor auch gegenwärtiger Konflikte abbildet.

Religionswissenschaftler haben diesen Zusammenhang zwischen abnehmender Religiosität bzw. Säkularisierung und Demografie auch anhand von ALLBUS-Daten[33] innerhalb Deutschlands und einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft empirisch bestätigt gefunden. Auch in Deutschland haben Menschen, die sich als nicht religiös einschätzen, durchschnittlich weniger Kinder als religiöse Menschen.[34]

Säkularität und Gender

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Die Historikerin und Gendertheoretikern Joan Wallach Scott macht auf den Gender-Aspekt der Säkularisierungsdebatte aufmerksam. Sie nimmt exemplarisch auf das Konzept der französischen Laizität Bezug und zeigt diachron wie synchron auf, wie sich die Säkularisierungsdebatte mit Fragen der Geschlechtlichkeit und Sexualität verbindet. Im antiklerikalen Diskurs des Frankreichs des 19. Jahrhunderts wurde Frauen ein ihrem Wesen eignender Hang zu „Leichtgläubigkeit“ und „Aberglauben“ zugeschrieben[35], weshalb ihnen aus Sorge vor einem potentiellen Machtzuwachs für den Klerus das politische Stimmrecht verwehrt wurde.[36] Scott zeigt auf, wie im Sinne eines Vorantreibens der Säkularisierung in Gestalt der Zurückdrängung des öffentlichen Einflusses der katholischen Kirche der postulierte Gegensatz zwischen Vernunft und Religion mit einem so dargestellten wesenhaften Gegensatz zwischen Männern und Frauen verbunden wurde. In jüngst und aktuell geführten Debatten um Laizität verbindet sich die Einforderung von umfassender Freiheit und Gleichheit für alle Menschen mit einem antimuslimischen Impuls.[37] So werden vor allem muslimische Frauen, die ihre religiöse Zugehörigkeit äußerlich kenntlich machen, zum diskursiven Ort, an dem ein Kulturkampf zwischen christlichem Säkularismus und Islamfeindlichkeit ausgetragen wird. Eine Gesetzgebung, die öffentlich getragene religiöse Symbole verbietet, betrifft de facto nur Musliminnen und Muslime. Im Zuge der sog. „Kopftuchdebatte“ wird in der Folge an muslimischen Frauen im Namen der Laizität, Freiheit und Gleichheit, ein Exempel für die behauptete nicht vorhandene Modernefähigkeit des Islam statuiert.[38] Kritisch ist zu konstatieren, dass die Betroffenen-Perspektive in Scotts Beitrag weitgehend unberücksichtigt bleibt. Ebenso wird auch die Einordnung in die übergeordnete Debatte um den Eurozentrismus der klassischen Säkularisierungstheorie zu wenig diskutiert.

Kritik der Säkularisierungstheorie

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Kritik richtet sich heute gegen die Behauptung des Bedeutungsrückganges von Religion in der Moderne. Kritiker verweisen auf Entwicklungen in Südkorea, Russland oder den USA. Immer dort, wo sich Religionen mit anderen wirtschaftlichen oder politischen Interessen verbinden, stärkt das die Religionen. Jedoch gebe es auch Faktoren, die die Bedeutung von Religion schwinden lasse. Dieses sei der Haupttrend in Westeuropa.[39] Andere Autoren weisen auf das permanente Wechselspiel zwischen Säkularisierung und (Re-)Sakralisierung in westlichen Gesellschaften hin. So seien nach den ersten demokratischen Revolutionen im 18. und 19. Jahrhundert die religiösen Traditionen rasch wieder erstarkt.[40] Häufig wurde auch bestritten, dass in den USA – einem Land, das von vielen religiösen Sektierern, die in ihren Heimatländern ausgewiesen wurden, mitbegründet wurde und in dem noch 1692 Hexen verfolgt wurden – jemals eine Säkularisierung stattgefunden habe. Etwa 60 Prozent der US-Amerikaner bekennen sich dazu, immer gläubig gewesen zu sein. Detlef Pollack argumentiert dagegen, dass die höhere Religiosität der Amerikaner im Vergleich zu den Europäern mit den Annahmen der Säkularisierungstheorie gut vereinbar sei: Sie erkläre sich unter anderem aus dem ungewöhnlich hohen Grad an existentieller Unsicherheit und sozialer Ungleichheit in den USA und aus der millionenfachen Zuwanderung gläubiger Menschen aus Lateinamerika. Jedoch gingen liberale Amerikaner aufgrund der zunehmenden Verschmelzung von evangelikalen und konservativen Positionen zunehmend auf Distanz zu Kirche und Religion.[41]

Ein weiterer Kritikpunkt an dem Diskurs um Säkularisierung ist die unzureichende Auseinandersetzung mit seinen eurozentristischen Allgemeinbegriffen, wie beispielsweise der Religionswissenschaftler und interkulturelle Theologe Michael Bergunder kritisch ausführt.[42] Allgemeinbegriffe fungieren im Diskurs als Vergleichspunkte. Als solche gehen sie dem Vergleich voraus, werden im Vergleich selbst nicht hinterfragt und sind von einem Prototyp her gebildet. Im Falle der für den Säkularisierungsdiskurs zentralen Allgemeinbegriffe „Religion“, „Esoterik“ und „Säkularisierung“ ist die europäische Geschichte dieser Prototyp. In diesem Sinne ist den Begriffen ein Eurozentrismus inhärent. Dem entspricht die Legitimation durch ein regionalisiertes Ursprungsdenken. Ein „Rückzug in westliche Begriffe“ im Sinne einer Anwendung der Begriffe nur auf den Prototyp „Europa“ oder „Westen“ ist aber nicht möglich, da der Status als Allgemeinbegriff mit universalem Anspruch dennoch erhalten bliebe, und die Begriffe heute zudem global verwendet werden. Alternativ plädiert Bergunder für eine Historisierung der Allgemeinbegriffe nach dem genealogischen Ansatz Foucaults. Dabei richtet sich der Blick von der Gegenwart her auf die Vergangenheit und fragt nach der Vor-Geschichte gegenwärtiger Positionierungen. Die Vor-Geschichte der heute global verwendeten Begriffe ist von daher (entgegen der Tendenz des regionalisierten Ursprungsdenkens) auch im globalen Diskurs zu suchen.[42] So sollen verschleierte Zusammenhänge und die wesentliche Prägung heutiger Verständnisse von Religion und Esoterik im 19. Jahrhundert offengelegt werden.[42]

  • Hans Blumenberg: Säkularisierung und Selbstbehauptung. Erweiterte und überarbeitete Neuausgabe von „Die Legitimität der Neuzeit“, erster und zweiter Teil. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974.
  • Horst Dreier: Staat ohne Gott. Religion in der säkularen Moderne. Beck, München 2018.
  • Alexander Flores: Säkularisierung und Säkularismus im Islam? In: I. Lübbers, M. Rösler, J. Stüben (Hrsg.): Säkularisierung – ein weltgeschichtlicher Prozess in Hamburg. Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-631-67547-2, S. 83–99.
  • Manuel Franzmann: Säkularisierter Glaube. Fallrekonstruktionen zur fortgeschrittenen Säkularisierung des Subjekts. Beltz, Weinheim 2017, ISBN 978-3-7799-2939-0.
  • Christiane Frey, Uwe Hebekus, David Martyn: Säkularisierung. Grundlagentexte zur Theoriegeschichte. Suhrkamp, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-29803-9.
  • Karl Gabriel, Christel Gärtner, Detlef Pollack (Hg.): Umstrittene Säkularisierung. Soziologische und historische Analysen zur Differenzierung von Religion und Politik. Berlin University Press, Berlin 2012.
  • Jürgen Habermas, Joseph Ratzinger: Dialektik der Säkularisierung. Über Vernunft und Religion. Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1. Auflage 2018, ISBN 978-3-451-03119-9. [Kartonierte Neuausgabe des vergriffenen geb. Buches]
  • Ronald Inglehart, Pippa Norris: Sacred and Secular. Religion and Politics Worldwide. Cambridge University Press, Cambridge 2004, ISBN 0-521-54872-1.
  • Hartmut Lehmann: Säkularisierung. Der europäische Sonderweg in Sachen Religion. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-820-5.
  • Hermann Lübbe: Säkularisierung. Geschichte eines ideenpolitischen Begriffs. 3. Auflage. Alber, Freiburg 2003.
  • Arul Lourdu: Verlorener Glaube? Warum der christliche Glaube in Europa schwindet. Ein theologischer, philosophischer und anthropologischer Deutungsersuch. Words by G2, o. O., ISBN 978-8-19956744-3.
  • Hans-Heinrich Nolte: Säkularisierungen und Säkularisationen in der Weltgeschichte. In: I. Lübbers, M. Rösler, J. Stüben (Hrsg.): Säkularisierung – ein weltgeschichtlicher Prozess in Hamburg. Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-631-67547-2, S. 51–81.
  • Ulrich Oevermann, Manuel Franzmann: Strukturelle Religiosität auf dem Wege zur religiösen Indifferenz. In: Manuel Franzmann, Christel Gärtner, Nicole Köck (Hrsg.): Religiosität in der säkularisierten Welt. Theoretische und empirische Beiträge zur Säkularisierungsdebatte in der Religionssoziologie. VS, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-8100-4039-8, S. 49–82.
  • Gert Pickel: Secularization as an European Fate? In: Gert Pickel, Olaf Müller: Church and Religion in Contemporary Europe. Results from Empirical and Comparative research. VS, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16748-0, S. 89–122.
  • Detlef Pollack: Säkularisierung – ein moderner Mythos? Studien zum religiösen Wandel in Deutschland. Tübingen 2003.
  • Detlef Pollack: Varieties of Secularization Theories and Their Indispensable Core. The Germanic Review: Literature, Culture, Theory, 90:1 (2015), S. 60–79.
  • Helmut Stubbe da Luz: Sakralisierung und Säkularisierung: Konjunkturen der Religiosität und das Staat-Kirchen(n)-Verhältnis. In: I. Lübbers, M. Rösler, J. Stüben (Hrsg.): Säkularisierung – ein weltgeschichtlicher Prozess in Hamburg. Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-631-67547-2, S. 17–49.
  • Charles Taylor: A secular age. Harvard University Press, Cambridge 2007.
  • Lorenz Trein: Beobachtungen der Säkularisierung und die Grenzen der Religion (= Religion. Debatten und Reflexion, Bd. 2). Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-162186-4.
  • Daniel Weidner: Rhetorik der Säkularisierung. Über eine Denkfigur der Moderne. Campus, Frankfurt am Main, 2024.
  • Dietmar W. Winkler: Säkularisierung als Chance für die Kirchen in Ost- und Westeuropa? In: Ders. (Hg.): Vom Umbruch zum Aufbruch? Kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Ostmitteleuropa nach dem Zerfall des Kommunismus (= Pro Oriente, Band 34). Tyrolia Verlag, Innsbruck/Wien 2010, ISBN 978-3-7022-3078-4, S. 51–64.
Wiktionary: Säkularisierung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Michael Bergunder: Säkularisierung und religiöser Pluralismus in Deutschland aus Sicht der Religionssoziologie. In: Daniel Cyranka, Helmut Obst (Hrsg.): … mitten in der Stadt. Halle zwischen Säkularisierung und religiöser Vielfalt. Verlag der Franckeschen Stiftungen zu Halle, Halle 2001, ISBN 978-3-931479-23-7, S. 235.
  2. Giacomo Marramao: Säkularisierung. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 8, Sp. 1133.
  3. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation. In: ders., Recht, Staat, Freiheit. Studien zur Rechtsphilosophie, Staatstheorie und Verfassungsgeschichte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, S. 92–114.
  4. Andreas Anter: Entzauberung und Säkularisierung. In: Max Weber-Handbuch: Leben – Werk – Wirkung. J.B. Metzler, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-476-05142-4, S. 62–63, doi:10.1007/978-3-476-05142-4_9.
  5. 1 2 Detlef Pollack: Säkularisierungstheorie. Version 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 7. März 2013.
  6. Karel Dobbelaere: Secularization: An Analysis at Three Levels. Lang, Brüssel 2002, S. 31.
  7. Steve Bruce: God Is Dead: Secularization in the West. Blackwell, Oxford 2002.
  8. Pippa Norris, Ronald Inglehart: Sacred and Secular: Religion and Politics Worldwide. Cambridge University Press, Cambridge 2004.
  9. Antonius Liedhegener, Gert Pickel (Hrsg.): Religionspolitik und Politik der Religionen in Deutschland. Fallstudien und Vergleiche. 2016, S. 79.
  10. Peter L. Berger (Hrsg.): The Desecularization of the World: Resurgent Religion and World Politics. Eerdmans, Grand Rapids 1999, Einleitung.
  11. Grace Davie: Religion in Britain since 1945: Believing without Belonging. Blackwell, Oxford 1994.
  12. Antonius Liedhegener, Gert Pickel (Hrsg.): Religionspolitik und Politik der Religionen in Deutschland. Fallstudien und Vergleiche. 2016, S. 79.
  13. Säkularisierung, Individualisierung oder Markt? Religionssoziologische Beobachtungen zum Status von Religion in Deutschland und Europa. Abgerufen am 23. Juli 2022.
  14. Rodney Stark, Roger Finke: Acts of Faith: Explaining the Human Side of Religion. University of California Press, Berkeley 2000.
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