Centre Marc Bloch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Außenwahrnehmung fehlt völlig.
Centre Marc Bloch
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Centre national de la recherche scientifique (CNRS)
Bestehen: seit 9. Oktober 1992
Standort der Einrichtung: Friedrichstraße 191, Berlin
Fächer: Sozial- und Geisteswissenschaften
Fachgebiete: Empirische Sozialforschung
Leitung: Catherine Gousseff
Homepage: http://www.cmb.hu-berlin.de/fr/

Das Centre Marc Bloch ist ein deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozial- und Geisteswissenschaften in Berlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer beschlossen die deutsche und die französische Regierung, ein deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften ins Leben zu rufen, das auch zu anderen europäischen Ländern hin geöffnet sein sollte. Gegründet am 9. Oktober 1992 und offiziell eröffnet am 8. September 1994, erhielt es den Namen des französischen Historikers Marc Bloch.[1]

Erster Direktor war der Historiker Étienne François (1992–1999), gefolgt von der Philosophin Catherine Colliot-Thélène (2000–2005), der Politologin Pascale Laborier (2005–2010) und dem Historiker Patrice Veit (2010–2015). Seit dem 1. September 2016 wird das Centre Marc Bloch von der Historikerin Catherine Gousseff geleitet.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Centre Marc Bloch ist eine Einrichtung in der Trägerschaft des französischen Außenministeriums und des französischen Ministeriums für Forschung und Hochschulwesen/Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Es hat den Status eines französischen Forschungsinstituts im Ausland (Unité mixte des instituts français de recherche à l’étranger: UMIFRE No. 14 CNRS-MAEE) und ist zugleich eine Forschungseinrichtung des CNRS (USR 3130).

Seit 2001 wird es auch durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitfinanziert. Darüber hinaus ist das CMB seit Januar 2011 durch einen Kooperationsvertrag als „An-Institut“ eng mit der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) verbunden. Seit Januar 2016 ist das Centre Marc Bloch ein Verein (e. V.) nach deutschem Recht.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Centre Marc Bloch ist ein Ort der Forschung auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften. Hier können sich deutsche und französische Wissenschaftskulturen begegnen und sich auf einen europäischen und globalen Horizont hin entwickeln.

In den Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten des Centre entsteht Interdisziplinarität durch gemeinsame Arbeit an transversalen Themen. Darüber hinaus werden Vorträge, Workshops und Colloquien mit Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und vielen anderen Ländern organisiert. Das Centre Marc Bloch ist erfolgreich bei der Einwerbung von Drittmittelprojekten, die langfristige Forschungskooperationen im deutsch-französischen und europäischen Rahmen ermöglichen.

Einen Schwerpunkt der Arbeit des Centre Marc Bloch stellt die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dar. Doktoranden kommen für Arbeitsaufenthalte zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren in das Centre. Ihnen wird ein Tutor an die Seite gestellt, der ihre Arbeit im Rahmen einer Arbeitsgruppe begleitet. Im regelmäßig stattfindendem Forschungskolloquium werden laufende Projekte vorgestellt und diskutiert. Das Centre engagiert sich für die gute Einbindung seiner französischen Doktoranden und Forscher in die Berliner Wissenschaftslandschaft, und hilft deutschen Doktoranden, Kontakte nach Frankreich zu entwickeln. Darüber hinaus werden speziell auf die Bedürfnisse von Doktoranden ausgerichtete Programme, wie Doktorandentage, Workshops und Sommerschulen, veranstaltet. Die Forschung und die Nachwuchsförderung sind im Centre Marc Bloch in Arbeitsgruppen organisiert, die sich in drei Forschungsachsen gliedern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 20 Jahre Centre Marc Bloch in Berlin. tagesspiegel.de, 17. November 2012, abgerufen am 26. Mai 2016.