Cesvaine

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Cesvaine (dt.: Seßwegen)
Wappen von Cesvaine
Cesvaine (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Livland (lettisch: Vidzeme)
Verwaltungsbezirk: Cesvaines novads
Koordinaten: 56° 58′ N, 26° 18′ OKoordinaten: 56° 57′ 58″ N, 26° 18′ 18″ O
Einwohner: 1.527
Fläche: 5,1 km²
Bevölkerungsdichte: 299,41 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1991
Webseite: www.cesvaine.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Cesvaine (deutsch: Seßwegen) ist eine Stadt im östlichen Lettland und Zentrum des gleichnamigen Verwaltungsbezirks. Im Jahre 2015 zählte Cesvaine rund 1.500 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1209 kam der Ort Seßwegen in den Besitz des Bischofs von Livland. Anstelle der hölzernen lettgallischen Befestigung wurde bis 1240 eine gemauerte Burg errichtet um die sich eine Ansiedlung bildete. 1577 wurde die Burg vom Zar Iwan dem Schrecklichen zerstört.[2] Die Besatzung wurde wegen ihres langen Widerstandes getötet. 1582 kam die Region dann unter die Herrschaft von Polen-Litauen. Im 2. Nordischen Krieg wurde die Burg 1656 erneut von russischen Truppen eingenommen und zerstört.

Das Schloss Cesvaine

Seit 1815 war das Gut Cesvaine im Besitz der Familie von Wulf.[2] Nach 1850 ließ Baron Wulf das aufgelassene Dorf neu anlegen. 1879 entstand eine Kirche im neugotischen Stil. Nach Entwürfen der Berliner Architekten Hans Grisebach und August Dinklage wurde von 1890 bis 1897 neben der Burgruine das Schloss Seßwegen[3] errichtet.[2] 1922 wurde das Gutsland enteignet und für Siedlerstellen aufgeteilt.[2]

Im Zweiten Weltkrieg verlief die Frontlinie 1944 längere Zeit durch dieses Gebiet. Cesvaine war dabei Stützpunkt einer lettischen SS-Division.

1991 erhielt Cesvaine das Stadtrecht. 2002 brannte das Schloss teilweise ab. Durch öffentliche Gelder sowie Spenden konnte es wiederhergestellt werden.

Cesvaines novads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde die Stadt mit der umliegenden Gemeinde zum Cesvaines novads zusammengefasst. Im Jahr 2010 lebten 3114 Einwohner auf einem Gebiet von 190,5 km². Das Gebiet ist waldreich, mit vielen Seen.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Latvijas iedzīvotāju skaits pašvaldībās pagastu dalījumā, abgerufen am 4. Juli 2016.
  2. a b c d Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, S. 588.
  3. Schloss Seßwegen in der französischen Wikipedia, abgerufen am 4. September 2010.