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Charlotte de Witte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Charlotte de Witte beim Web Summit 2021
Charlotte de Witte (2017)

Charlotte de Witte (* 21. Juli 1992 in Gent[1]) ist eine belgische Techno-DJ, Musikproduzentin und mit KNTXT Labelbetreiberin.

De Witte kam durch ihren Vater, der bei der EMI Group arbeitete, bereits früh mit verschiedensten Musikstilen in Kontakt.[2] Mit 17 Jahren begann sie das Auflegen, damals noch unter dem Namen Raving George. Sie verwendete diesen Künstlernamen, um den Fokus auf ihre Musik und nicht ihr Geschlecht zu legen.[3] In ihrer Anfangszeit spielte sie hauptsächlich Electro-House und Mainstream-EDM. 2011 gewann sie den Elektropedia-Award des Senders Studio Brussel und durfte so erstmals (als Opener) beim Tomorrowland auflegen.[4] 2013 wurden erste Tracks von ihr veröffentlicht.

Ab 2015 wandelte sich ihr Musikstil von Electro-House in Richtung Techno und sie begann zudem, ihre Tracks unter ihrem bürgerlichen Namen zu veröffentlichen. Als Ursprung für diesen stilistischen Wandel gibt de Witte ein Set des deutschen DJs Len Faki an, welches sie auf einem Festival gehört hatte.[2] Ferner experimentiert sie stilistisch auch mit Trance.[5]

Es folgten Auftritte bei Festivals wie Awakenings, Electric Daisy Carnival, Zürich Openair, Pukkelpop, Dour Festival, Rock Werchter, Laundry Day, EXIT, Time Warp Festival, Nature One sowie eine Session beim Boiler Room. Heute zählt de Witte zu den international erfolgreichsten DJs.[6]

2019 gründete sie ihr eigenes Label KNTXT.[7] Im November 2025 veröffentlichte sie ihr Debütalbum Charlotte de Witte, in welchem sie ihre bisherige stilistische Entwicklung verarbeitet und ihre Wurzeln aufzeigen möchte.[6]

Charlotte de Witte ist seit 2022 mit dem italienischen Techno-DJ und Produzenten Enrico Sangiuliano verheiratet[8] und lebt mit ihm in der Nähe von Lissabon.[6]

Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[9]
Charlotte de Witte
 BEF3615.11.2025(4 Wo.)

Alben

  • 2025: Charlotte de Witte (KNTXT)

EPs

  • 2015: Weltschmerz
  • 2016: Trip
  • 2016: Sehnsucht
  • 2016: Actually
  • 2017: Closer
  • 2017: Voices of the Ancient
  • 2017: Wisdom
  • 2017: Our Journey
  • 2018: The Healer
  • 2018: Brussels
  • 2018: Heart of Mine
  • 2020: Return to Nowhere
  • 2020: Rave on Time
  • 2021: Formula
  • 2021: Asura
  • 2022: Universal Consciousness
  • 2022: Apollo
  • 2023: Overdrive
  • 2023: Power of Thought
  • 2024: Sanctum (feat. Marion Di Napoli)
  • 2025: One Mind (mit Amelie Lens)

DJ Award

  • 2019: Gewinnerin in der Kategorie Techno

Faze Magazin Jahrespoll: Best DJ International

  • 2020: 3. Platz
  • 2021: 1. Platz
  • 2022: 3. Platz
  • 2023: 2. Platz

DJ Mag Alternative Top 100 DJs

  • 2020: 1. Platz
  • 2021: 1. Platz

DJ Mag Techno Top 100 DJs

  • 2019–2025: 1. Platz[6]
Commons: Charlotte de Witte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Charlotte de Witte bei AllMusic (englisch)
  2. a b Charlotte de Witte getting emotional with us – 5 Essential Tracks – 3FM 5 Essential Tracks auf youtube.com, abgerufen am 12. April 2019
  3. 20 Questions: Charlotte de Witte. XLR8R, 15. Februar 2018, abgerufen am 12. April 2019 (englisch).
  4. Charlotte de Witte bei mixmag.net
  5. Lisa Kocay: Charlotte De Witte On The Bridge Between Techno And Trance. In: forbes.com. 7. Mai 2020, abgerufen am 16. Februar 2024 (englisch).
  6. a b c d Thomas Clausen: Charlotte de Witte, die erfolgreichste DJ der Welt, über Techno, Teilhabe und ihr Debütalbum. In: Vogue. 7. November 2025, abgerufen am 11. November 2025.
  7. James Ball: Charlotte to Launch a New Label, KNTXT. In: Mixmag.net. 6. Juli 2019, abgerufen am 5. Februar 2020.
  8. Charlotte De Witte Celebrates One Year Wedding Anniversary With Enrico Sangiuliano. 7. April 2023, abgerufen am 24. April 2023 (englisch).
  9. Chartquellen: BEF