Chinagrünfink

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Chinagrünling)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chinagrünfink
Kawarahiwa 05y0035s.jpg

Chinagrünfink (Chloris sinica)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Gattung: Grünfinken (Chloris)
Art: Chinagrünfink
Wissenschaftlicher Name
Chloris sinica
(Linnaeus, 1766)
Chinagrünling

Der Chinagrünfink (Chloris sinica, Syn.: Carduelis sinica), auch Chinagrünling, ist eine Art aus der Unterfamilie der Stieglitzartigen. Die Art kommt ausschließlich in Asien vor. Er gehört zu den Finkenvögeln, die gelegentlich als Ziervogel gepflegt werden.

Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chinagrünfink erreicht eine Körperlänge von 14 Zentimetern.[1] In seinem Erscheinungsbild erinnert er an den in Mitteleuropa verbreiteten Grünfink. Allerdings ist diese Art am Rücken, den Flügeldecken sowie der Brust und den Flanken braun. Der Kopf ist grau. Die Stirn und die Wangen sind gelblich grün. Der Bürzel ist gelbgrün. Die Schwingen weisen eine breite gelbe Binde auf und haben weiße Endsäume. Ein Geschlechtsdimorphismus ist vorhanden. Die Weibchen sind insgesamt etwas matter gefärbt, haben einen braunen Kopf und Bürzel und sind an der Unterseite sandfarben. Die Unterschwanzdecken sind bei ihnen weißlich.

Der Gesang und die Rufe erinnern sowohl an den Himalayagrünfinken als auch den in Mitteleuropa heimischen Grünfinken.

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Chinagrünfinken reicht vom Südosten Sibiriens, Kamtschatka, den Kurilen, Sachalin, über die Volksrepublik China bis nach Japan und Korea. Der Chinagrünfink bewohnt Waldränder, Feldraine, Ufer und lichte Wälder und kommt auch in Parkanlagen und Gärten vor. Die im nördlichen Verbreitungsgebiet vorkommenden Chinagrünfinken sind Zugvögel. Die im südlicheren Teil des Verbreitungsgebietes sind Strichvögel, die sich außerhalb der Fortpflanzungszeit zu größeren Schwärmen zusammenfinden. Sie sind dann häufig auch mit anderen Singvogelarten vergesellschaftet. Die Lebensweise ähnelt dem des europäischen Grünfinken und dem Himalayagrünfinken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Bielfeld: Zeisige, Girlitze, Gimpel und Kernbeißer, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3675-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chinagrünfink (Chloris sinica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bielfeld, S. 83