Chinchiná

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Chinchiná
303 Chinchina town square.jpg
Wappen von Chinchiná Flagge von Chinchiná
Basisdaten
Lage 4° 59′ N, 75° 36′ WKoordinaten: 4° 59′ N, 75° 36′ W
Einwohnerzahl (2016): 51.280
Politik
Departamento: Caldas
Bürgermeister: Sergio López Arias (2016–2019)
Internetpräsenz von Chinchiná
Lage
Lage von Chinchiná

Chinchiná ist eine Stadt und Gemeinde im Departamento Caldas, Kolumbien und liegt in der Zona Cafetera der Zentralen Kordilleren der Anden. Die Stadt liegt 1360 Meter über dem Meeresspiegel und besitzt eine jährliche Durchschnittstemperatur von 26 °C.

Die Gemeinde hat 51.280 Einwohner, von denen 45.908 in der Stadt selbst leben (Stand 2016).[1] Chinchiná liegt 17 Kilometer südwestlich der Hauptstadt von Caldas, Manizales. Chinchiná gehört zu den typischen Städten der Kaffeeregion Kolumbiens und bietet für Touristen eine einzigartige Berglandschaft. 30 Kilometer östlich befindet sich der heute noch aktive Vulkan Nevado del Ruiz.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist die Stadt als Hauptregion des kolumbianischen Hochlandkaffees, sie ist der Sitz der Buendía-Kaffeefabrik und des Kaffee-Forschungsinstituts Cenicafé. Chinchiná liegt in einem Bergtal mit 112,4 km Ausdehnung, das von zahlreichen Kaffeeplantagen umgeben ist. Die lokale Kaffeequalität gehört aufgrund des günstigen Klimas zu einer der besten der Welt. Der Kaffeeanbau um Chinchiná zeichnet sich durch einen hohen Grad an technologischem Fortschritt aus. Die Kaffeekulturlandschaft von Chinchiná wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe vorgeschlagen.[2]

Hydrolelektrische Werke und Staudämme in der Gegend um Chinchiná versorgen die Provinzen Caldas, Quindío und Risaralda mit Energie.

Chinchiná liegt an einem strategisch wichtigen Verkehrsknoten zwischen Pereira und Manizales in der Mitte Kolumbiens, was Handel und Industrie fördert und für hohe Bodenpreise sorgt. In letzter Zeit gibt es Anstrengungen, den Ökotourismus zu fördern. Alte Kaffeefincas und Haciendas werden zu Hotels umgebaut, um einen ökologisch angepassten Tourismus in der Bergregion im Einklang mit dem traditionellen Kaffeeanbau zu fördern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der Ort im Jahr 1857 von antiochischen (armenischen Christen) im Jahr 1857. Namentlich erwähnt werden Candelario Rodriguez, Gregorio und Francisco Restrepo als einige der ersten Siedler. Der ursprüngliche Name der Ortschaft lautete San Francisco. Später wurde der indianische Name Chinchiná übernommen.

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Flusstal des Río Chinchiná wird das Projekt PROCUENCA in den Gemeinden Neira, Manizales, Palestina und Villamaría betrieben, das eine ökologisch stabile Waldnutzung unter Gewährleistung der sozioökonomischen Aspekte der Region berücksichtigt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. http://www.colombia.travel/de/korporativer-tourismus/kongresse-und-tagungen/das-kaffee-dreieck/touren/chinchina
  3. http://www.manizales.unal.edu.co/gestion_riesgos/descargas/gestion/Procuenca.pdf (spanisch, PDF; 132 kB)