Departamento de Antioquia

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Antioquia
Flagge
Wappen
Daten
Hauptstadt Medellín
Gouverneur Luis Pérez (2016–2019)
Fläche 63.612 km²
Einwohner (Gesamt)
 – Volkszählung 2005
 – Bevölkerungsdichte
 
5.682.276 
89 Einwohner/km²
Urbanisierung 82%
Alphabetisierungsrate 87,2%
Gemeindeanzahl 125
Volksbezeichnung antioqueño
Wichtige Städte Apartadó, Bello, Envigado, Rionegro, Santa Fe de Antioquia
Karte
Ecuador Peru Brasilien Niederlande Venezuela Panama Departamento del Atlántico Departamento del Magdalena La Guajira Departamento de Bolívar Departamento del Cesar Departamento de Norte de Santander Departamento de Sucre Departamento de Córdoba Departamento de Antioquia Departamento de Santander Departamento del Chocó Departamento del Arauca Departamento de Casanare Departamento de Boyacá Departamento de Caldas Departamento de Risaralda Quindío Bogotá Cundinamarca Tolima Valle del Cauca Departamento de Cauca Departamento de Nariño Departamento de Huila Departamento de Putumayo Vichada Meta (Kolumbien) Guainía Guaviare Departamento de Caquetá Departamento del Vaupés Departamento de AmazonasLage von Antioquia in Kolumbien
Über dieses Bild

Das Departamento de Antioquia ist ein Departamento im Nordwesten Kolumbiens. Es ist von den Departamentos de Córdoba, Sucre, Bolívar, Santander, Boyacá, Caldas, Risaralda und Chocó umgeben (im Uhrzeigersinn von Norden beginnend). Im äußersten Norden grenzt Antioquia an den Atlantik.

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Antioquia ist reich an Bodenschätzen. Hauptsächlich werden Gold und Silber abgebaut, aber auch Erdöl, Kohle, Eisen und Blei. In der Landwirtschaft werden Kaffee und Bananen angebaut. Das industrielle Herz bildet Medellín unter anderem mit Lebensmittelverarbeitung, Elektro- und Textilindustrie.

Neben der Metropole Medellín ist der Nationalpark Las Orquídeas eine der Hauptsehenswürdigkeiten.

Administrative Unterteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 125 Gemeinden Antioquias stehen in der Liste der Municipios im Departamento de Antioquia.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuerst von Europäern erforscht wurde die Region von Rodrigo de Bastidas, Juan de la Cosa und Vasco Núñez de Balboa in den Jahren 1500 und 1501. Alonso de Ojeda legte 1510 die erste spanische Befestigung in San Sebastián de Urabá am Golf von Urabá an. Gaspar de Rodas gründete in den 1580er Jahren mehrere Städte im Binnenland. 1616 wurde Medellín gegründet. Bis ins 19. Jahrhundert war die Provinz eine der ärmsten Provinzen Neugranadas. 1829 und 1851 wurde sie von Bürgerkriegen betroffen. In der föderalistischen Epoche von 1856 bis 1885 erlebte sie einen wirtschaftlichen Aufschwung. Auch Bergbau und Industrie - vor allem in Medellín - sowie die Viehwirtschaft und der Anbau von Kaffee und Bananen entwickelten sich überdurchschnittlich und führten zu einem starken Bevölkerungswachstum. Die auch flächenmäßig große Provinz erlangte dadurch ein erhebliches politisches Gewicht innerhalb des kolumbianischen Staates.

Die positive wirtschaftliche Entwicklung machte die Region jedoch zur Zielscheibe von Rebellen der FARC wie auch vieler bewaffneter lokaler Banden. Sie ist heute ein Zentrums des Handels mit Kokain und anderen Drogen. In der Subregion Bajo Cauca werden Gold und Silber illegal von der FARC und lokalen Banden abgebaut.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sind europäischer Abstammung (ursprünglich angeblich vor allem baskischer Abstammung), etwa 11 Prozent Afrokolumbianer, weniger als 1 Prozent Indigene. Um Caimán Nuevo leben noch etwa 1000 Menschen, die Tule, eine Sprache der Chibcha-Familie sprechen.

In den 1950er bis zum Beginn der 1970er Jahre kam es zu einem erneuten starken Bevölkerungswachstum mit Zuwachsraten von fast 3 Prozent pro Jahr. Die verarmte Subregion Bajo Cauca ist durch einen noch immer hohen Bevölkerungszuwachs, ein niedriges Durchschnittsalter der Bevölkerung sowie durch ausufernde Gewalt in den Slums (Barrios piratas) gekennzeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]