Christian Wacker

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Christian Wacker (2018)

Christian Wacker (* 1966 in München) ist ein deutscher Klassischer Archäologe, Museologe und Sporthistoriker.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Wacker studierte Klassische Archäologie und Alte Geschichte an der Universität München und der Universität Freiburg. Die Promotion erfolgte 1996 bei Ulrich Sinn an der Universität Würzburg mit einer Arbeit zum Gymnasion in Olympia. Praktische archäologische Erfahrungen sammelte er in Zypern, Griechenland, Deutschland und Brasilien. 2008 leitete er mit Norbert Müller und Reinhard Senff eine Forschungsgruppe zur Auffindung der Pferderennbahn in Olympia.[1] Aus Anlass der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen kuratierte er in der Olympiastadt eine Ausstellung über Pierre de Coubertin. Zudem gehört er dem Lehrerstab der Internationalen Olympischen Akademie an.[2]

Im April 2005 wurde Wacker zum Direktor des Deutschen Sport & Olympia Museums in Köln berufen, das Amt trat er im Juni des Jahres an.[3] Zum 1. November 2008 wechselte er als Gründungsdirektor an das Sportmuseum von Katar in Doha, das er federführend aufbaute.[4] Von November 2014 bis März 2018 war er Wissenschaftlicher Projektleiter der Freiburger Akademie für Museums-, Ausstellungs- und Sammlungswissen (FRAMAS) an der Universität Freiburg.[5] Vom 1. April 2018 bis zum 31. Mai 2020 war er der Direktor des 1928 gegründeten Karl-May-Museums in Radebeul.[6][7]

Wacker ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte der Sportwissenschaft, Mitglied im Beirat der Deutsch-Qatarischen Gesellschaft, Mitglied im Stiftungsrat des Sportmuseum Schweiz und seit 2012 Vizepräsident der International Society of Olympic Historians (ISOH).[8] Seit dem 21. März 2015 ist er Vorsitzender des Deutschen Pierre de Coubertin Komitees.

Wacker ist mit der brasilianischen Sporthistorikerin Marcia De Franceschi Neto-Wacker verheiratet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Gymnasion in Olympia. Geschichte und Funktion. (= Würzburger Forschungen zur Altertumskunde. Band 2). Ergon, Würzburg 1996, ISBN 3-928034-97-9 (= Dissertation)
  • Palairos. Eine historische Landeskunde der Halbinsel Plagia in Akarnanien. (= Studien zur Geschichte Nordwest-Griechenlands. Band 3). Oberhummer-Gesellschaft, München 1999, ISBN 3-934137-01-6.
  • Olympia. Ein kulturhistorischer Rundgang. München 2004, ISBN 3-934137-06-7.
  • Herausgeber: Pierre de Coubertin et le miracle grec. Lausanne 2005, ISBN 3-934137-08-3.
  • Herausgeber mit Robert Marxen: Olympia – Ideal und Wirklichkeit. Festschrift für Norbert Müller zum 60. Geburtstag. (= Studien zur Geschichte des Sports. Band 5), Lit, Berlin und Münster 2008, ISBN 978-3-8258-1208-9.
  • mit Marcia de Franceschi Neto-Wacker: Brazil goes Olympic. Historical fragments from Brazil and the Olympic movement until 1936. (= Olympische Studien. Band 11). Agon-Sportverlag, Kassel 2010, ISBN 978-3-89784-985-3.
  • Herausgeber mit Andreas Amendt, Stephan Wassong: Olympics. Past and Present. Prestel, Munich. London und New-York 2013, ISBN 978-3-7913-6412-4.
  • Herausgeber mit Stephan Wassong, Natalia Camps Y Wilant: Olympic and Paralympic Discourses. Agon-Sportverlag, Kassel 2017, ISBN 978-3-89784-983-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pferderennbahn im antiken Olympia nach 1600 Jahren entdeckt
  2. Zur Person: Dr. Christian Wacker
  3. Dr. Christian Wacker wird neuer Direktor des Deutschen Sport & Olympia Museums.
  4. Der Lockruf des Scheichs.
  5. FRAMAS: Ausstellungen als Lern- und Erlebnisräume.
  6. Sächsische Zeitung, Onlineausgabe, 5. Januar 2018
  7. Silvio Kuhnert: Verkrustete Strukturen: Chef des Karl-May-Museums wirft hin. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 8. Mai 2020.
  8. Porträt (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dqgev.de auf der Webseite der Deutsch-Qatarischen Gesellschaft (englisch).