Christopher Dell

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Christopher Dell und Christian Lillinger
Copenhagen Jazz Festival 2018
Christopher Dell und das Theo Jörgensmann Freedom Trio
Christopher Dell im Jazzclub Unterfahrt, 2013

Christopher Dell (* 17. September 1965 in Darmstadt) ist ein deutscher Musiker, Komponist und Theoretiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dell studierte Vibraphon, Schlagzeug und Komposition 1985/1986 in Hilversum und von 1986 bis 1988 in Rotterdam, von 1988 bis 1990 folgte ein Studium an der Berklee School of Music. Er war als freier Komponist und Vibraphonist, sowie von 1992 bis 2000 als Dozent an der Darmstädter Akademie für Tonkunst tätig. Außerdem spielt er in dem festen Trio D.R.A. mit, welches 2002 mit dem JazzArtAward ausgezeichnet wurde. Er nahm auch mit Theo Jörgensmann, Bob Brookmeyer, Seda, Klaus König, Hiram Bullock, Norbert Stein, Vince Mendoza und mit ElbtonalPercussion auf.

Dell leitet seit 2000 das „Institut für Improvisationstechnologie“ in Berlin und war von 2007 bis 2008 Artist in Residence am Goethe-Institut Kolkata. Von 2008 bis 2010 und von 2015 bis 2018 hatte er eine Vertretungsprofessur für Städtebautheorie am Lehrstuhl „Urban Design“ an der HafenCity Universität Hamburg inne. Eine Gastprofessur in diesem Fach nahm er auch an der TU München wahr.[1] Seit 2017 lehr Dell Städtebau und Stadterneuerung an der Universität der Künste Berlin. Im Mai 2012 promovierte Dell an der Universität Duisburg-Essen mit der Arbeit „Die improvisierende Organisation: Management nach dem Ende der Planbarkeit“. Seit 2010 arbeitet er im Trio mit Christian Lillinger und Jonas Westergaard (Album Grammar, 2013). Ausgedehnte Tourneen spielte Dell mit dem Quartett von Wolfgang Haffner. 2017 wurde Dell in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften gewählt.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Scholarship Berklee School of Music (1988)
  • Downbeat Allstar Award (1989)
  • Gary Burton Jazz Award (1989)
  • Finalist European Jazzcompetition, Brüssel (1994)
  • JazzArt-Award, Musik des 21. Jahrhunderts, (2002)
  • Darmstädter Musikpreis (2005)
  • Golden Jazz Award (2015)
  • Förderung der Initiative Musik (2015)
  • Atelierstipendium der Bartels Stiftung, Basel (2019)

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christopher Dell Other Voices, Other Rooms, mit Billy Drewes, Jim Black (1995, Bellaphon)
  • Christopher Dell Dancers on a Plane mit Heinz Sauer (1998 Konnex Records; Deutscher Schallplattenpreis)
  • Christopher Dell D.R.A. Future of the Smallest Form (2000, mit Christian Ramond, Felix Astor)
  • Christopher Dell und Hyperion Ensemble "Plötzlichkeit. Gesten" (2001) edition niehler werft
  • Christopher Dell DRA Real (2002), edition niehler werft
  • Dell + Flügel, Superstructure (2005), Labratory Instinct[2]
  • Danielsson, Dell, Landgren Salzau Music on the Water (2005, ACT)
  • 3D, Not Three, (2008 Not Two Records)
  • WDR Big Band Benny Goodman Revisited, feat. Christopher Dell, Paquito D’Rivera, (2010, Connector)
  • Christopher Dell D.R.A. Typology (2013) edition niehler werft
  • Dell/Lillinger/Westergaard Grammar, (2013 gligg records)
  • Art of Making (Christopher Dell, Theo Jörgensmann, Christian Ramond) Tribute, (2014)  edition niehler werft
  • Oles Brothers & Christopher Dell Komeda Ahead, (2015) jazzarium, Warschau
  • Christopher Dell DRA 3rd critique, (2016) edition niehler werft
  • Dell-Brecht-Lillinger-Westergaard, Boulez Materialism, (2018 plaist)      
  • Oleś Brothers & Christopher Dell Górecki Ahead, (2018 Audio Clave)

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Christopher Dell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autorenbiographie bei „Die improvisierende Organisation, Christopher Dell“ (Memento vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive). Website des Verlags Transcript. Abgerufen am 30. November 2012.
  2. Dell* + Flügel* - Superstructure. Abgerufen am 11. Juni 2019.