Citrana

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Citrana
Citrana (Osttimor)
Citrana
Citrana
Koordinaten 9° 20′ S, 124° 5′ OKoordinaten: 9° 20′ S, 124° 5′ O
Citrana liegt im Westen von Oe-Cusse AmbenoCitrana liegt im Westen von Oe-Cusse Ambeno
Basisdaten
Staat Osttimor

Gemeinde

Oe-Cusse Ambeno
Verwaltungsamt Nitibe
Suco Beneufe
Höhe 71 m
Sitz der Einwanderungspolizei in Citrana
Sitz der Einwanderungspolizei in Citrana

Das osttimoresische Citrana ist der Hauptort des Verwaltungsamts Nitibe (Sonderverwaltungsregion Oe-Cusse Ambeno)[1] und eine Aldeia im Suco Beneufe.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Küstenort liegt auf einer Meereshöhe von 71 m, an der Sawusee, nahe der Mündung des Noel Besi, der auf weiter Strecke die Grenze zum indonesischen Westtimor bildet. Nördlich liegt die kleine Insel Fatu Sinai. Eine Straße mit einer Länge von 47,5 Kilometer verbindet Citrana mit der Gemeindehauptstadt Pante Macassar.[2] Im Ort befinden sich eine Grundschule (Escola Primaria Citrana),[3] ein kommunales Gesundheitszentrum und ein Hubschrauberlandeplatz für Notfälle.[1]

Grenzstreitigkeiten mit Indonesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Karte von 1899, nach der sich Portugal und die Niederlande über die Grenzziehung einigten, gehörte Naktuka zu Portugal. Darauf begründet sich der Anspruch Osttimors auf das Gebiet.

Der Grenzverlauf zu Indonesien westlich Citranas ist umstritten. Dies betrifft das Gebiet von Naktuka, einer Fläche von 1009 Hektar am Noel Besi. Auf diesem Gebiet haben sich 21 osttimoresische Familien angesiedelt, während Einwohner des indonesischen Dorfes Oepoli (Regierungsbezirk Kupang) das Land als ihr Eigentum beanspruchen. Problematisch ist die Grenzziehung auch, weil der Grenzfluss in der Regenzeit ständig seinen Lauf verändert. Prinzipiell orientiert sich Indonesien beim Grenzverlauf entlang der tiefsten Stelle des Flusses, während Osttimor die Grenzziehung des lokalen, traditionellen Königreichs Ambeno zur Grunde legt.[4][5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende des 19. Jahrhunderts war Citrana ein Exporthafen der Topasse-Familie der Costas, die den Liurai (Usif) von Oecussi stellten. Neben Sandelholz wurden hier auch Rattan, Bienenwachs und andere Waren nach Macau und andere Ziele verschifft.[6]

Citrana ist einer der wenigen Orte, der von den Zerstörungen durch die Unruhen von 1999 in Oe-Cusse Ambeno verschont blieb.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b UNMIT-Karte von August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 392 kB)
  2. Current Condition of Arterial Roads. Archiviert vom Original am 17. Juni 2007; abgerufen am 11. Januar 2016.
  3. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF; 118 kB)
  4. Vivanews, 7. November 2009, Indonesia – E Timor under Borderline Dispute (Memento vom 25. Februar 2010 im Internet Archive)
  5. Antara News, 5. April 2010, RI does not agree with Timor Leste on border region
  6. Laura Suzanne Meitzner Yoder: Custom, Codification, Collaboration: Integrating the Legacies of Land and Forest Authorities in Oecusse Enclave, East Timor, S. 75 (Memento vom 7. März 2007 im Internet Archive), Yale University 2005 (PDF; 1,5 MB)
  7. CAVR: Chega Report (Memento des Originals vom 28. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF; 1,2 MB)