Commune nouvelle

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Der Begriff „Commune nouvelle“ wird für neu geschaffene französische Gemeinden verwendet, die jeweils per Dekret durch die Fusion bisheriger Gemeinden entstanden.

Die Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen basiert auf dem Artikel 21 des Gesetzes 2010–1563, das am 16. Dezember 2010 verabschiedet wurde. In der Folge wurden landesweit zahlreiche Gemeinden zu Großgemeinden, genannt Communes nouvelles, zusammengelegt. Die dazugehörenden Ortschaften tragen mehrheitlich den Status der sogenannten Communes deleguées.

Der Hauptgrund für die Entstehung von neuen Großgemeinden in den verschiedenen Regionen Frankreichs ist der kontinuierliche und in vielen Fällen immer noch anhaltende Bevölkerungsrückgang in den Landgemeinden (communes rurales) seit der Mitte des 19. oder seit Beginn des 20. Jahrhunderts; dieser ist im Wesentlichen auf die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben sowie auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.