Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG

Rechtsform Aktiengesellschaft (seit 2007)
Gründung 1913 (Aufnahme Tätigkeit 1914)
Sitz Luzern, Schweiz
Leitung Nikolai Dittli
(CEO)
Andreas Lauterburg
(Verwaltungsratspräsident)
Mitarbeiterzahl 1'400 (31. Dezember 2021)
Umsatz 2.9 Milliarden CHF
Branche Versicherungen
Website www.concordia.ch

Die Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG mit Sitz in Luzern ist ein auf die Krankenversicherung und private Vorsorge spezialisierter Schweizer Versicherungskonzern. Die Unternehmensgruppe zählt rund 626'000 Grundversicherte und erzielte 2021 mit 1'400 Mitarbeitenden einen Umsatz von 2.9 Milliarden Schweizer Franken.[1][2]

Der Versicherer ist mit rund 190 Agenturen und Geschäftsstellen in der Schweiz vertreten.[1] Zusätzlich verfügt die Concordia über eine Landesvertretung im Fürstentum Liechtenstein.[3]

Tätigkeitsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Krankenversicherung mit Grund- und Zusatzversicherung sowie die private Vorsorge bilden das Kerngeschäft der Concordia-Gruppe. Es wird geführt durch die beiden Aktiengesellschaften Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG und Concordia Versicherungen AG.

Die Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG führt die Grundversicherung und die freiwillige Taggeldversicherung nach dem schweizerischen Krankenversicherungsgesetz (KVG) durch, sowie die obligatorische Krankenversicherung, die freiwilligen Zusatzversicherungen und das Krankengeld nach liechtensteinischem Gesetz über die Krankenversicherung. Die Concordia Versicherungen AG bietet Krankenzusatzversicherungen und Vorsorgelösungen nach schweizerischem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) an.[4]

Der Konzern verfügt über eine Holdingstruktur. Zur Holding der Concordia-Gruppe gehören neben den beiden operativ tätigen Versicherungs-Gesellschaften auch zwei Stiftungen und mehrere Unternehmen, an denen die Concordia beteiligt ist. Darunter fallen Gesellschaften im Bereich der Unfallversicherung, der medizinischen Versorgung sowie ein Hotel. Das oberste Dach der Gruppe bildet der Verein Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zogen viele Menschen vom Land in schnell wachsende, stadtnahe Arbeiterquartiere, um dort in den Fabriken zu arbeiten. Wurde ein Arbeiter krank, bekam er keinen Lohn mehr. So verelendeten ganze Familien. Aus diesem Grund wurden zahlreiche konfessionelle Hilfs- und Betriebskrankenkassen gegründet, die den Arbeitern im Krankheitsfall eine Entschädigung zahlten. Aus dem Krankenkassenverband des schweizerischen katholischen Volksvereins, der solche Kassen unter sich vereinigte, ging 1913 die Concordia hervor. Mit der Einführung des Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes (KUVG) nahm sie 1914 ihre Geschäftstätigkeit auf.[1][5] Seit ihren Anfängen ist die Concordia kontinuierlich gewachsen. Im Jahr 2007 übertrug der Verein das Krankenversicherungsgeschäft auf die neu gegründete Aktiengesellschaft mit gleichem Namen, der Verein behielt dabei als Alleinaktionär die Kontrolle.[5] Heute gehört die Concordia mit rund 700’000 Versicherten zu den grössten Krankenversicherern der Schweiz. Im Fürstentum Liechtenstein ist sie Marktführerin.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d CONCORDIA-Porträt. In: concordia.ch. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  2. Geschäftsbericht 2021 der CONCORDIA. In: concordia.ch. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  3. Website der CONCORDIA Landesvertretung Liechtenstein. In: concordia.li. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  4. a b Unternehmen und Stiftungen. in: Geschäftsbericht 2021 der CONCORDIA. In: concordia.ch. S. 15–17, abgerufen am 20. Mai 2022.
  5. a b Concordia Krankenkasse. In: comparis.ch. comparis.ch AG, abgerufen am 20. Mai 2022.