Conrad Zwicky

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Conrad Zwicky (* 1946 in Basel) ist ein Schweizer Bratschist, Organist und Komponist.

Zwicky war 1970–1972 Mitglied der Festival Strings Luzern, wurde 1972 stellvertretender Solobratschist des Tonhalleorchesters (Konzertformation), spielte 1979 als Solobratschist am Opernhaus bei der Eröffnung der Junifestwochen grosse Soli wie z. B. jenes in der Oper Der Freischütz. Während 20 Jahren (bis 1990) war er Bratschist des Zürcher Klavierquintettes. Davon zeugen CD-Aufnahmen von Klavierquintetten von Dvořák, Frank Martin, Martinů und vielen anderen.

Über 30 Jahre war er Organist und Konzertmanager an der Bühlkirche Zürich (Wiedikon) und Mitglied des Bavaria Streichtrio sowie Solobratschist der Zürcher Streichersolisten, heute freier Musiker und Leiter des internationalen Orgelfestivals Zürich („OrgelFest“), das im Zweijahreszyklus von 2005 bis 2013 stattfand. Als Konzertorganist bereiste er viele europäische Länder (Frankreich, Luxemburg, Deutschland, Finland, Norwegen, Italien).

Als Komponist ist er vorwiegend mit Literatur für Streicher in Erscheinung getreten. Seine Werke wurden in der Schweiz öfter aufgeführt, aber auch an internationalen Konzerten wie z. B. „Festival de Santander“ (Spanien), Frühlingsfestival Budapest (Ungarn), Orgelfestival von Koszalin (Polen), in Seoul und Incheon (Südkorea). Er leitet den Klassik-CD-Verlag WIEDISCON Records Zürich und lebt in Zürich. Er rekonstruierte ein Bratschenkonzert in e-moll von Georg Philipp Telemann.

Werkverzeichnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werkverzeichnis folgt eigenen Angaben:[1]

  • Choralvorspiele 1968/69: „Wir danken dir, Herr Jesu Christ“, „Ach Gott vom Himmel sieh darein“
  • Choralvorspiele „Christ ist erstanden“ (1984)
  • „Der 23. Psalm“ für dreistimmigen Chor a cappella (1985) für Sopran, Alt und Männerstimme
  • „Orchesteretüden“ (1992) für Violine 1, 2, Viola (geteilt (!), Violoncello, Kontrabass
  • „Kammermusik“ für Flöte und Streichquartett (Kontrabass ad. lib.) Flöte, Violine 1, Violine 2, Viola, Violoncello (Kontrabass ad. lib)
  • „Konzert für Streicher“ (1997) für Violine 1, 2, Viola (geteilt (!), Violoncello, Kontrabass, Solo Vl. 1, Solo Vl.2, Solocello, alle Stimmen (ausser Kb.) geteilt
  • „Duo für zwei Violinen“ (1998)
  • „Concertino für Orgel und Streicher“ (1999) für grosse Orgel, Violine 1, 2, Viola (geteilt (!), Violoncello, Kontrabass, Solo Vl. 1, alle Stimmen (ausser Kb.) geteilt, benötigt mind. 3 Celli
  • „Drei Fabeln nach Aesop“ (1998) für Violine, Kontrabass, Akkordeon
  • „Serenade für Streicher“ (2001) für Violine 1, 2, Viola (geteilt (!), Violoncello, Kontrabass, Solo Vl. 1, alle Stimmen (ausser Kb.) geteilt
  • Rekonstruktion/Bearbeitung des Bratschenkonzertes e-moll von Telemann 2004/05 für Soloviola, Violine 1, Violine 2, Viola, Violoncello, Kontrabass und Cembalo
  • Konzert für Kontrabass und Streichorchester (2009)
  • „Windspiele“ für Sopran, Violine, Klavier nach einem Gedicht von Koni Grimm (2011)
  • „La Scaltrezza“, Charakterstück für Trompete und Orgel (2014), Roman Gryń und Bogdan Narloch gewidmet. („Scaltrezza“ bedeutet ‚Verschmitztheit‘, ‚Pfiffigkeit‘.)
  • Konzert für Orgel, Streichorchester, zwei Hörner und Pauke (2015). (Uraufführung im Orgelfestival von Koszalin (Polen) am 10. Juli 2015)
  • „La Meditazione“, Charakterstück für Trompete und Orgel (2017), Roman Gryń und Bogdan Narloch gewidmet.
  • „Rapsodia engiadinaisa“, (2018) für Salonorchester (Streichquintett, Flöte, Klarinette und Klavier)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werkverzeichnis auf der Website von Conrad Zwicky. Abgerufen am 2. Oktober 2014.