Cornelius Hell
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Cornelius Hell (* 18. April 1956 in Salzburg) ist ein österreichischer Literaturkritiker, Übersetzer und Essayist.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Studium der Germanistik und Theologie war Cornelius Hell 1984–1986 Lektor für deutsche Sprache und österreichische Literatur an der Universität Vilnius[1]. Danach war er Verlagslektor und Leiter des Literaturforums Leselampe in Salzburg. 1992 bis 2005 war er Lehrbeauftragter an der Universität Mozarteum in Salzburg; weitere Lehrtätigkeit an den Universitäten Wien, Salzburg und Klagenfurt. 2002 bis 2008 war Hell Feuilleton-Chef in der österreichischen Wochenzeitung Die Furche. Mittlerweile ist Hell Autor von mehr als 400 Sendungen für den ORF und den Bayerischen Rundfunk und Juror der ORF-Bestenliste.
Werkverzeichnis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lesezeichen und Lebenszeiten. Streifzüge durch Bücher und Biografien. Sonderzahl Verlag, Wien 2025, ISBN 978-3-85449-693-9.
- Ohne Lesen wäre das Leben ein Irrtum. Streifzüge durch die Literatur von Meister Eckhart bis Elfriede Gerstl. Sonderzahl, Wien 2019, ISBN 978-3-85449-523-9.
- Lesereise Ungarn. Donaublick und Pusztaträume. Picus Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-7117-1039-0.
- Lesereise Budapest. Der frivole Charme der Brückenstadt. Picus Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-7117-1010-9.
- Der eiserne Wolf im barocken Labyrinth. Erwachendes Vilnius, Picus Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-85452-951-4.
- Europa erlesen: Vilnius, herausgegeben von Cornelius Hell. Wieser Verlag, Klagenfurt 2009, ISBN 978-3-85129-826-0.
- Lesen ist Leben. Gedanken für den Tag, Wieser (2007), ISBN 978-3-85129-569-6
- Meldung über Gespenster. Erzählungen aus Litauen, Otto Müller Verlag, Salzburg 2002, ISBN 978-3-7013-1053-1
- Das Stieropfer. Erzählungen aus Litauen, herausgegeben von Cornelius Hell und Antanas Gailius, Otto Müller Verlag, Salzburg 2001, ISBN 978-3-7013-0794-4
- Christsein auf eigene Gefahr: Porträts und Perspektiven, Thaur 1999, ISBN 978-3-85400-042-6
- Skepsis, Mystik und Dualismus. Eine Einführung in das Werk E. M. Ciorans, Bonn 1985, ISBN 978-3-416-01814-2
Übersetzungen aus dem Litauischen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Indrė Valantinaitė (Hg.), Aus dem Jerusalem des Nordens. Eine Anthologie zeitgenössischer litauischer Lyrik. Mediathoughts Verlag, Taufkirchen 2025, ISBN 978-3-947724-55-0.
- Romualdas Granauskas, Das dritte Leben. Erzählung. Mit Radierungen von Gintarė Skroblytė und einem Nachwort von Cornelius Hell. Edition sonblom, Münster 2022, ISBN 978-3-9823053-0-1.
- Tomas Venclova, Variation über das Thema Erwachen. Gedichte. Carl Hanser Verlag, München 2022 (=Edition Lyrikkabinett, Band 50), ISBN 978-3-446-27298-9.
- Undinė Radzevičiūtė, Das Blut ist blau. Roman. Residenz Verlag, Salzburg – Wien 2019, ISBN 978-3-7017-1700-2.
- Undinė Radzevičiūtė, Fische und Drachen. Roman. Residenz Verlag, Salzburg – Wien 2017, ISBN 978-3-7017-1676-0.
- Rimvydas Stankevičius, die allereinfachsten zaubersprüche. poetische rituale. Wieser Verlag, Klagenfurt 2017, ISBN 978-3-99029-231-0.
- Giedra Radvilavičiūtė, Der lange Spaziergang auf einer kurzen Mole oder: Mein Spiel gegen mich selbst. Erzählte Essays. Mit einem Nachwort von Nora Bossong. CORSO in der Verlagshaus Römerweg GmbH, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3737407397.
- Gedichte von Indrė Valantinaitė (Wo Lyrik zuhause ist, Band 15). Edition Aramo, Wien 2017.
- Gedichte von Vytautas Stankus (Wo Lyrik zuhause ist, Band 5). Edition Aramo, Wien 2015, ISBN 978-3-9503698-6-1.
- Renata Šerelytė, Blaubarts Kinder. Roman. Wieser Verlag, Klagenfurt 2010 (Taschenbuch-Neuausgabe 2014), ISBN 978-3-99029-112-2.
- Laurynas Katkus, Alle Richtungen. 21 und andere Gedichte. Aus dem Litauischen von Cornelius Hell und Jan Wagner. Edition Thanhäuser, Ottensheim an der Donau 2009, ISBN 978-3-900986-72-8.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1996 Österreichischer Staatspreis für Wissenschaftspublizistik
- 2004 Offizierskreuz des Ordens für Verdienste um die Republik Litauen und Preis des litauischen Schriftstellerverbandes für Lyrik-Übersetzungen in eine Fremdsprache
- 2003 und 2007 Übersetzerprämie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
- 2007 Ehrende Anerkennung zum Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis
- 2018 Staatspreis für literarische Übersetzung[2]
- 2019–2021 Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien
- 2024 Preis der Stadt Wien für Publizistik[3]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Cornelius Hell im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Artikel über Budapest-Buch von Cornelius Hell
- Cornelius Hell im Onlinearchiv der Österreichischen Mediathek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Österreichische Gesellschaft für Literatur ( vom 13. Juni 2010 im Internet Archive);
- ↑ Österreichischen Staatspreise für literarische Übersetzung für Cornelius Hell und Maja Badridse. Abgerufen am 25. Juni 2019.
- ↑ Bekanntgabe der Preise der Stadt Wien und der Förderungspreise 2024. In: ots.at. 15. Juli 2024, abgerufen am 17. Juli 2024.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hell, Cornelius |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Literaturkritiker, Übersetzer und Essayist |
| GEBURTSDATUM | 18. April 1956 |
| GEBURTSORT | Salzburg |