Literaturkritiker

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Ein Literaturkritiker ist ein meist als Journalist arbeitender Beobachter der Literaturszene, der vor allem die Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt analysiert, bewertet und darüber berichtet. Er ist (nicht immer) zu unterscheiden vom Theaterkritiker. Auch zwischen Untersuchungsgegenstand und Arbeitsweise von Literaturkritikern und Literaturwissenschaftlern bestehen zahlreiche Unterschiede. Während Literaturwissenschaftler einen stärker deskriptiven (also beschreibenden) und historischen Zugang zu Literatur suchen, nähern sich Literaturkritiker ihrem Gegenstand eher normativ (also bewertend) und gegenwartsbezogen. Auch verfährt Literaturkritik in geringerem Maße theoriegeleitet als Literaturwissenschaft.

Der bekannteste deutsche Literaturkritiker der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts war Marcel Reich-Ranicki. Er steht in der Tradition der Theaterkritiker.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Scharfsinn des Kritikers erweist sich besonders an neuen Schriften, die noch nicht durch das Publikum erprobt sind. Erraten, vorauseilen, auf den ersten Blick beurteilen, das ist die Gabe des Kritikers. Wie wenige besitzen sie!Charles-Augustin Sainte-Beuve (aus: Chateaubriand)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Literaturkritiker – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen