Creepypasta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Cosplays von verschiedenen Creepypasta-Charakteren auf der Pyrkon 2019
v. l. n. r.: Slender Man, Jeff the Killer, Laughing Jack, Eyeless Jack, Ticci Toby, Slender Man

Als Creepypasta bezeichnet man eine meist erfundene Grusel- oder Horrorgeschichte, die im Internet verbreitet wird. Das Wort Creepypasta kommt aus dem Englischen und entstand durch Kombination von creepy (gruselig) und Copy and paste, da die Geschichten durch Kopieren weitergegeben werden.[1]

Themen von Creepypastas sind oft fehlerhafte oder verfluchte Spiele oder Computerdateien, Serienmörder, Geisteskrankheit, übernatürlichen Wesen, okkulte Rituale, wissenschaftliche Experimente, verlorene Folgen bekannter Serien oder mysteriöse und seltsame Ereignisse.

Bekannte Reihen, wie die Holders- und die SCP-Reihen, befassen sich mit übernatürlichen Objekten, die es gilt durch schwierige und oft lebensgefährliche Aufgaben zu erhalten (Holders-Reihe) oder, ebenso wie unnatürliche Wesen, Personen oder sogar Orte sicherzustellen (SCP-Reihe).

Einige Creepypastas orientieren sich an real existierenden Spielen und Fernsehserien. Die Creepypasta über die Puppe Annabelle beispielsweise wurde als Annabelle verfilmt und basiert auf Ed und Lorraine Warrens angeblich realer Geschichte über eine verfluchte Puppe. Die Warrens hatten sich in den USA mit Vorträgen und Buchveröffentlichungen einen Namen als „Spukforscher“ gemacht.[2][3]

Zu einigen Creepypastas wurden Computerspiele entwickelt. Beispiele wären hier Slender – The Eight Pages bzw. dessen Nachfolger Slender – The Arrival (Slenderman) oder Remember.exe (Ben Drowned).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Petra Cnyrim: Slenderman und Smile Dog: Creepypasta und Großstadtlegenden. Riva Verlag: 12. Oktober 2015. ISBN 978-3-95971-105-0

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Creepypasta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markus Böhm: Gruselgeschichten im Netz: Horror per Copy-and-paste. In: Spiegel Online 10. April 2014. Abgerufen am 11. April 2015.
  2. Petra Cnyrim: Slenderman und Smile Dog: Creepypasta und Großstadtlegenden. Riva Verlag, 2015, ISBN 978-3-95971-105-0 (google.de [abgerufen am 23. November 2018]).
  3. Annabelle | Creepypasta. In: Creepypasta. 19. Februar 2015 (creepypasta.org [abgerufen am 23. November 2018]).