Déjà Vu II: Lost in Las Vegas

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Déjà Vu II: Lost in Las Vegas
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ICOM Simulations
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mindscape
JapanJapan Pack-In-Video (PC-98)
Mitwirkende (Auswahl) David Marsh
Erstveröffent-
lichung
1988 (Macintosh)
1989 (Amiga, Atari und Apple IIgs)
1990 (DOS)
1991 (PC-98)
Plattform Apple Macintosh, Amiga, Apple IIgs, Atari ST, DOS, PC-98
Spiel-Engine MacVenture
Genre Adventure (Point and Click)
Thematik Detektiv/Krimi
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus & Tastatur, Gamepad
Medium 3,5" Disketten bzw. Cartridge
Sprache Englisch
Déjà Vu I & II: The Casebooks of Ace Harding
Remake, Bundle
Entwickler Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ICOM Simulations
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Infinite Ventures (nach 1997)
Publisher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mindscape
JapanJapan Kemco (Game Boy Color)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Infinite Ventures
Erstveröffent-
lichung
1992 (DOS und Windows 3.x)
2000 (Game Boy Color)
2002 (Windows Mobile)
Plattform DOS, Game Boy Color, Pocket PC, Windows 3.x, Windows Mobile
Medium CD-ROM bzw. Cartridge

Déjà Vu II: Lost in Las Vegas ist ein 1988 für den Apple Macintosh entwickeltes Computerspiel. Die Handlung dieses Point-and-Click-Adventures spielt, wie bereits bei Déjà Vu: A Nightmare Comes True, als Detektivgeschichte in den Vereinigten Staaten der 1940er Jahre.

Das Spiel war das vierte und letzte der nach dem Namen der verwendeten Entwicklungs-Engine als MacVenture-Adventures bezeichneten Spieleserie und wurde von seinem US-amerikanischen Entwickler ICOM Simulations in schneller Folge auf zahlreiche weitere Systeme portiert. Darunter vor allem Atari ST, Amiga und DOS. Als Remake erschien es später auch für die Handheld-Konsole Game Boy Color und Windows Mobile.

Handlung[Bearbeiten]

Theodore Ace Harding, ein ehemaliger Boxer, der jetzt als Privatdetektiv arbeitet, erwacht mit Kopfschmerzen aus einer Bewusstlosigkeit. Diesmal in einem Zimmer des Las Vegas Lucky Dice Hotel and Casino. Schnell erweist sich, dass Ace für den Gangsterboss Tony Malone eine Summe von $112.000 wiederfinden muss, die sich zuletzt in Besitz des zwischenzeitlich ermordeten Ganoven Joey Siegel befand. Sollte er es nicht binnen einer Woche schaffen, „dann …!“ Dabei wird Ace von Stogie Martin überwacht, einem von Malones Schlägern.

Das Spiel zeigt ein Las Vegas, das sich stark an den Film Bugsy anlehnt. Über Zugverbindung lassen sich auch einige Orte in Chigaco noch einmal besuchen, die schon im ersten Teil eine Rolle gespielt hatten. Versucht Ace, den Zug nach Los Angeles oder St. Louis zu nehmen, wird er dabei von Stogie gestellt und getötet. Auch wenn Ace diesmal nicht unter Drogeneinfluss steht, erlebt er weiterhin Erinnerungs-Flashbacks an bestimmten Orten oder auch bei Betrachtung von Fotos.

Wie auch bei anderen Adventures auf Basis der MacVenture-Engine gibt es ein Zeitlimit, an das der Spieler durch Stogie Martin immer wieder erinnert wird: „come up with the dough“.

Geschichte und Kritik[Bearbeiten]

Teil II erschien erst drei Jahre nach Veröffentlichung des ersten Teils. In der Zeit dazwischen brachte ICOM die beiden Adventures Uninvited (1986) und Shadowgate (1987) heraus. Die MacVenture-Engine blieb weitgehend unverändert. Über den Publisher Mindscape kam es 1988 auf zwei 3,5“ Disketten, double-sided mit je 800 kB für Apple Macintosh in den Handel. In den darauffolgenden Jahren folgten Portierungen auf weitere Systeme. 1999 wurde es auf einer gemeinsamen Cartridge mit dem Vorgänger als Déjà Vu I & II: The Casebooks of Ace Harding für den Game Boy Color veröffentlicht.

Die Fortsetzung von Déjà Vu erhielt negative Kritiken, unter anderem kurz nach dem Erscheinen der Macintosh-Version von Computer Gaming World. Bemängelt wurde zum einen, dass die Handlung zu geradlinig sei. „Linear text games with „Guess The Commands“ are right down on the bottom of my list of boring ways to waste time“.[1] Zum anderen seien notwendige Kommando-Sequenzen oft schwer durchschaubar. So verwendet Ace bei „operate-flashlight“ eine Taschenlampe als relativ nutzlose Waffe, während zum Einschalten erst durch Probieren die richtige Klick-Reihenfolge „Flashlight-operate-flashlight“ herausgefunden werden muss.

Spieler rechnen dem Spiel einen hohen Schwierigkeitsgrad zu. Die Logik erfordert häufiges Querdenken oder es erweisen sich Kenntnisse aus dem ersten Teil als hinderlich. So ist beispielsweise eine Feuerleiter zu verwenden, zu der es im ersten Teil stets die Meldung gegeben hatte, sie sei nicht erreichbar („too high“). Eine schwere Herausforderung ist vor allem die Schlussphase, in der unter Zeitdruck alle bis dahin im Spiel gesammelten Hinweise, deren Bedeutung nicht so leicht einzuschätzen ist, an die dafür passende Stelle platziert werden müssen.

Déjà Vu II war das letzte auf der MacVenture-Engine entwickelte Spiel.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dave Arneson: Seems Like Old Times. (PDF) In: Computer Gaming World. Nr. 59, Mai 1989, S. 36. Abgerufen am 25. Mai 2013.