Dörnbergpark

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Dörnbergpark
Wappen Regensburg.svg
Park in Regensburg
Dörnbergpark
Dörnberg-Palais
Basisdaten
Ort Regensburg
Angelegt 1804
Neugestaltet 1867
Bauwerke Dörnberg-Palais
Nutzung
Parkgestaltung Englischer Landschaftspark
Technische Daten
Parkfläche 7,4 ha

Koordinaten: 49° 0′ 57,9″ N, 12° 5′ 8,4″ O

Parkseite

Der Dörnbergpark ist ein 7,4 Hektar großer Park wenige Meter westlich der Altstadt von Regensburg und ein bedeutendes Denkmal der Gartenkunst des 19. Jahrhunderts.

Der jüdische Bankier und Hoffaktor der Fürsten von Thurn und Taxis Philipp Reichenberger ließ hier von 1804 bis 1806 von Emanuel Herigoyen eine Vorstadtvilla (das heutige Dörnbergpalais) samt einem ca. 1,9 Hektar großen Park errichten. 1832 wurde das Grundstück von Freiherr Ernst Friedrich von Dörnberg (1801–1878), Gesamtverwalter der Fürsten von Thurn und Taxis von 1828 bis 1871, erworben. Er erweitere den Park auf seine heutige Größe und ließ ihn in den Jahren von 1864 bis 1867 vom königlich bayerischen Hofgärtner Carl von Effner zu einem Englischen Landschaftspark umgestalten. Aus dieser Zeit stammen auch die heute noch vorhandenen Parkbauten (Schweizer Haus, Gesellschaftshaus, Gärtner- und Gewächshaus) sowie die seitdem abgegangenen Gebäude (Maschinenhaus, Pferdestall und Wagenremise, Rinden-Häuschen, Pavillon).

Seit dem Tod des erbenlosen Ernst von Dörnberg (1836–1897) im Jahr 1897 wird Villa und Park von der Gräflich von Dörnberg’schen Waisenfonds-Stiftung verwaltet. Wie testamentarisch verfügt blieb der Park anfänglich geschlossen, erst in den Jahren von 1921 bis 1926 und seit 1938 wurde er für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Obhutsvertrag aus dem Jahr 1956 zwischen der Stiftung und der Stadt Regensburg regelt Öffnung und Unterhalt des Parks bis heute. Im Jahr 1947 wurden Palais, Bauten und Park unter Denkmalschutz gestellt.

Der 7,4 Hektar große Park besitzt eine Ost-West-Ausdehnung von 375 Metern und eine Nord-Süd-Ausdehnung von 270 Metern. Er befindet sich im Mittel auf einer Höhe von 340 Metern über NN. Von den ca. 1400 Bäumen sind rund 30 % älter als 100 Jahre und stammen damit aus dem Originalbestand des 19. Jahrhunderts. Charakteristisch für die 63 Baumarten (37 Laubbaumarten, 26 Nadelbaumarten) des Parks sind Rotbuche (Büschelbuchen), Spitzahorn-Haine und oft fremdländische Solitärbäume (Blutbuche, Schwarznuss, Rosskastanie).

Rund 26 Vogelarten und die Fledermausart Abendsegler sind im Park heimisch.