DG Flugzeugbau DG-1000

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DG Flugzeugbau DG-1000
DG-1000
Typ: Segelflugzeug der Doppelsitzerklasse
Entwurfsland:

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Hersteller:

DG Flugzeugbau

Erstflug: 27. Juli 2000
Produktionszeit:

2000 bis heute

Stückzahl: 185 (Stand 2012)[1]

Die DG-1000 ist ein zweisitziges Segelflugzeug des deutschen Segelflugzeugherstellers DG Flugzeugbau. Sie ist die Weiterentwicklung der DG-505, ihr Erstflug fand am 27. Juli 2000 statt.

Neben dem neuentwickelten Flügel wird optional ein neues Fahrwerk angeboten, welches so weit nach vorn schwenkt, dass auf ein Bugrad verzichtet werden kann. Bei den Bedienelementen kam als Neuheit der „Piggott-Haken“ dazu, der das unbeabsichtigte Ausfahren der Bremsklappen verhindert. Die Tragflügel bestehen aus CFK. Der Segelflug-Index beträgt 110.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DG-1000 über der Fertigungshalle von DG Flugzeugbau

Es gibt bislang acht Versionen:

  • DG-1000S ist die Standard-Ausführung mit 20 m Spannweite. Vorgesehen für Streckenflüge und als die klassische Wettbewerbsmaschine.
  • DG-1000S-18/20m ist die Variante mit zusätzlichen Flächenenden für die 18-m-Version.
  • DG-1000S Club besitzt „feste“ 18-m-Spannweite und ist eine preisgünstigere Variante für Vereine. Falls eine spätere Umrüstung auf DG-1000S-18/20 m geplant ist, muss die Flächenteilung mitbestellt werden.
  • DG-1000T mit Heimkehrhilfe – einem 30-PS-Triebwerk mit einer speziell entwickelten Luftschraube.
  • DG-1000J: Diese nichtoffizielle Variante der DG-1000 besitzt ein Strahltriebwerk mit 400 N Schub, das als Heimkehrhilfe statt des Turbos verwendet werden kann. Es sind dabei hohe Horizontalfluggeschwindigkeiten möglich. Das Strahltriebwerk wurde von der Akaflieg Karlsruhe in das Flugzeug integriert.
  • DG-1001M ist die erste eigenstartfähige Version der DG-1000 mit einem etwa 70 PS starken Solo-Motor
  • DG-1001TE ist eine DG-1000T mit Elektromotor. Aufgrund fehlender Nachfrage blieb es bei nur einem Prototyp.

Die Turbovariante ist für beide Spannweiten erhältlich. Das neu entwickelte Motor-Steuerungssystem „DEI-NT“ entlastet dabei die Piloten weitgehend von der Bedienung des Triebwerks. In 20-m-Konfiguration ist sie für einfachen Kunstflug, mit 18 m (mit und ohne Motor) sogar für vollen Kunstflug zugelassen. Seit dem Februar 2009 wird das Flugzeug unter dem Namen „DG-1001“ produziert. Diese Version bietet im Gegensatz zur DG-1000 einige Neuerungen wie beispielsweise ein elektrisches Einziehfahrwerk und die sogenannte „Mandl-Absaugung“, die ein geringes Leistungsplus bringt.

DG-1000J (AK-9) mit ausgefahrenem Strahltriebwerk

Die Akaflieg Karlsruhe hat ihre DG-1000 (D-KAKJ) mit einem Strahltriebwerk AMT Titan MK-6 versehen.[2] Der Erstflug fand im August 2011 auf dem Idaflieg-Sommertreffen in Aalen-Elchingen statt.[3]

Die erste Lieferung der eigenstartfähigen DG-1001M erfolgte im April 2010.

Hergestellt wurden bis Ende 2010 99 Maschinen als reine Segler, 51 mit Turbomotor und sechs Eigenstarter.[1]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar und März 2011 bestellte die US-Air Force Academy unter der Bezeichnung TG-16A insgesamt 19 DG-1001 Club als Kunstflug-Trainer und als „Basic Trainer“.[4]

Im Dezember 2011 bestellte auch die Indonesische Luftwaffe zu Ausbildungszwecken drei Exemplare der DG-1001 Club.[5]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spannweite 20 m 18 m
Flügelfläche 17,53 m² 16,72 m²
Rumpflänge 8,57 m
Rüstmasse 415 kg 411 kg
max. Flugmasse 750 kg
Höchstgeschwindigkeit 270 km/h
Gleitzahl 46,6 bei 120 km/h 42 bei 123 km/h

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: DG-1000 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Typenübersicht (PDF; 126 kB) (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) bei dg-flugzeugbau.de, abgerufen am 11. Januar 2012
  2. AK-9: DG-1000J Turbine. Akaflieg Karlsruhe, 11. Juni 2015, abgerufen am 4. Juli 2019.
  3. Erstflug DG-1000 Turbine. (Nicht mehr online verfügbar.) 23. August 2011, archiviert vom Original am 6. Februar 2012; abgerufen am 28. August 2011.
  4. Stefan Göldner: 19 DG-1001 für die US-Air Force. (Nicht mehr online verfügbar.) DG Flugzeugbau GmbH, archiviert vom Original am 23. August 2011; abgerufen am 9. Mai 2011: „Pressemitteilung zur DG-1000 Club“
  5. DG Piloten-Info Dezember 2011. (Nicht mehr online verfügbar.) In: dg-flugzeugbau.de. DG Flugzeugbau, Dezember 2011, archiviert vom Original am 28. März 2014; abgerufen am 11. Januar 2012.