DR 15 und 16

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DR 15–16
Werkfoto
Werkfoto
Nummerierung: DR 15–16
Anzahl: 2
Hersteller: Dampfmaschine: Borsig
Wagen: Wegmann & Co. Kassel
Baujahr(e): 1932
Ausmusterung: 1939
Bauart: 1A h2v
Gattung: CvT
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 12.260 mm
Länge: 11.200 mm
Höhe: 3.556 mm
Breite: 2.984 mm
Dienstmasse: 14,4 t
Höchstgeschwindigkeit: 65 km/h
Indizierte Leistung: 73,6 kW (100 PS)
Zylinderanzahl: 2
Kessel: System Doble
Kesselüberdruck: 100 bar
Sitzplätze: 42
Klassen: 3.

Die DR 15–16 waren von der Deutschen Reichsbahn in Dienst gestellte Dampftriebwagen nach dem System Doble. Die Fahrzeuge waren Versuchstriebwagen. Der Triebwagen Nr. 15 wurde als Beiwagen umgebaut und ist in dieser Form museal erhalten geblieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahrzeuge entstanden, weil die Deutsche Reichsbahn nach der Internationalen Eisenbahntechnischen Ausstellung Seddin mit der Leistung der Verbrennungstriebwagen nicht zufrieden war und Alternativen für den Antrieb suchte.

So bot sich eine Ausrüstung von zwei Versuchstriebwagen mit Dampfantrieb nach dem System Doble an, das um 1930 bei einigen Lastkraftwagen in den Vereinigten Staaten angewendet wurde. Die Wagenkästen wurden von Wegmann & Co. in Kassel hergestellt.

Die Dampfmaschine stammte beim Nr. 15 aus Originalteilen der Firma Doble. Bei der Nr. 16 wurde eine von Borsig abgeänderte Dampfmaschine verwendet, die geringfügig mehr geleistet haben soll.[1] Nr. 16 hatte einen Wagenkasten, der ebenfalls von Wegmann hergestellt und dem der Nr. 15 angelehnt wurde. Die angegebenen technischen Daten beschreiben die Nr. 15.

Der Triebwagen Nr. 15 war beim Bahnbetriebswerk Pyritz in der Reichsbahndirektion Stettin eingesetzt.

Beide Fahrzeuge waren bei den Betriebsergebnissen den Anforderungen nicht gewachsen. So war der Wechsel von geringer auf höchste Leistung vom Triebwagen nicht zu erbringen, dafür reagierte das Kreislaufsystem zu langsam.[1] Nach dem Eintreffen der vierachsigen DR 51 bis 53 wurden beide Wagen abgestellt und 1939 zu Beiwagen umgebaut. Während Nr. 16 als Kriegsverlust verzeichnet wird, gelangte Nr. 15' zu der Deutschen Reichsbahn in der DDR. Er wurde als VB 140 394, ab 1970 als 190 822-7 bezeichnet und als Rheostatanlagen-Mess- und Prüfwagen in Pasewalk verwendet. Er ist museal erhalten.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Werner Willhaus: Kittel-Dampftriebwagen. EK-Verlag, Freiburg 2008, ISBN 978-388255-106-8, Seite 129