Dachsteuer

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Die Dachsteuer war eine Form der Vermögensteuer, die zum Beispiel aus dem antiken Rom[1], aus der habsburgischen Donaumonarchie und aus Irland bekannt ist. In Österreich wurde diese Steuerform mehrmals, etwa zu Ende des 18. Jahrhunderts durch Kaiser Joseph II. eingeführt. Auf der Grundlage der Dachfläche wurde die Höhe der Steuer berechnet. Eine andere Variante war das 1572 zur Finanzierung der Türkenkriege eingeführte Rauchfanggeld.

In Österreich wurden daher viele Burgen und andere weniger intensiv genutzte Gebäude abgedeckt und aufgegeben, um Geld zu sparen.[2] Dies war zum Beispiel bei der Burgruine Rauhenstein nahe Baden bei Wien, der Burgruine Glanegg in Kärnten, der Ruine Altschielleiten, der Burg Klaus sowie dem ehemaligen Schloss Zagging der Fall. Bei der Burg Gallenstein wurde zudem das Kupferdach abgedeckt und an einen Kupferschmied verkauft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. namentlich die 4 prozentige Dachsteuer für Senatoren Siehe Karl Höhn: Augustus und seine Zeit, Wien 1953, S. 30
  2. Herwig Wolfram: Österreichische Geschichte, Band 10, Ökonomie und Politik, Wien 1995, S. 224: "Die Folge der unüberlegten Dachsteuer war, dass die Besitzer nicht mehr benötigter Gebäude einfach die Dächer abtragen ließen und zahlreiche weitläufige Adelsburgen zu Ruinen verkamen"

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste nicht mehr erhobener Steuerarten